Griechenland? |
06.05.2010 12:54
teufelsberg
Legende der Landstrasse
Dabei seit: 25.07.2003
Herkunft: det ratste nie
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Original von atreiju
In einem hat MM absolut recht, Privatbanken müssen sich genauso refinanzieren, wie er es geschildert hat und die Marge ist in der regel nur bei ca. 40-60 bps nach Kosten.
Genauso ist es absolut richtig, dass sich öffentliche Banken (Landesbanken und KfW) und Sparkassen genauso wie Genossenschaftsbanken teilweise anders refinanzieren dürfen und es auch tun.
Andererseits ist der Kauf verbürgter Anleihen mit einem AAA-Schuldner wie die KfW nun wirklich kein besonderes Risiko, dass die banken da auf sich nehmen. |
Doch noch etwas dazu.
Von den 1800 Milliarden deutscher Staatsschuld halten die deutschen Kreditbanken etwa 500 Milliarden. (Dank an Freund Strobl auf Weißgarnix.de 
)
Die sollten im Schnitt erheblich niedriger als 5% verzinst sein, bei einjährigen gibt es derzeit unter einem Prozent, liest man; und auch die werden von deutschen Banken gehalten, ich nehme an, auch gekauft.
Niemand hat behauptet, dass das das dickste Geschäft überhaupt ist, allerdings macht man offenbar auch erheblich "schlechtere". (und neuerdings ist ja auch BB+ bei der EZB erstklassig)
Die 30 Mrd griechische Anleihen sind auch irgendwie in die Bücher gekommen, und nach der EUroeinführung war der Zinsspread zu Deutschland auf ein Rekordtief gesunken.
Die Beteiligung an einem von der Währungsunion samt Unterstützung der EZB gewuppten Kredit scheint heutzutage keine schlechte Lösung, aber wie gesagt, es ist auch wurscht.
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06.05.2010 12:57
atreiju
Zeitfahr-Weltmeister
Dabei seit: 11.07.2002
Herkunft: Großraum Rhein-Main-Neckar Fan von: kann man noch Fan von sein ???
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Original von blaireau
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Original von atreiju
Und es gibt noch sehr viel mehr, was faul ist im Staate Griechenland. und wer bitte geht denn jetzt als erstes und hauptsächlich auf die Strasse - Angestellte im öffentlichen Dienst und Selbständige - warum wohl ?? |
Und das alles konnten die Banken bei der Kreditvergabe nicht merken? Wofür kassieren die denn eine Zinsdifferenz, die sog "Risikoprämie"? Zudem - öffentliche Hand ist schuldenfreudig, und Institutionen in finanz. Schwierigkeiten sind schuldenfreudig. Da klingeln die Alarmglocken bei unsern Bänkern - zuletzt? (Dass Grossbanken geholfen haben, die griech. Bilanzen zu frisieren, dass lassen wir mal weg)
Und die Verwaltung solch reisiger Kredittranchen ist so aufwändig, dass von der Zinsmarge fast nicht übrigbleibt, also die Ausreichung und "Überwachung" ("Wir wachen, aber merken nichts, was nicht in der Zeitung steht") der Kredite eigentlich recht ineffizient ist?
Keine glaubwürdige Risikoprüfung, kein effizientes Verwalten - klingt sehr nach Staatskapitalismus.
Und das ist ja was wir seit der 2008/2009-Krise und ff. gelernt haben - der innovative Finanzsektor (Investmentbanking) ist eine staatlich abgesichertes Spielkasino.
Aber natürlich ist es einfacher, die "faulen" Griechen zu bashen, als die Topbänker, die Geburtstagfeste mit dem Top-Klüngel feiern und die Steuerzahler nach Strich und Faden verarschen. |
Zu welchen Konditionen wurden denn die griechischen Staatsanleihen gekauft damals, mit welcher verzinsung, mit welchem Spread ?? Und woher weißt du denn, welche Kosten der Verwaltungsapparat der Banken kostet, welche Ausfallwahrscheinlichkeit eingerechnet wird etc. ?? Wie funktioniert denn das Risiko-Pricing und -Management von Banken, nach welchen modellen wird denn da gearbeitet, was ist die Basis dessen ?? Wurden vielleicht die meisten Anleihen sogar vor der bösen ersten Krise gekauft ?? Also wegen nichts gelernt und so...
und natürlich waren es auch die Top-Banker, die die griechischen Gesetze verabschiedet haben, die den Haushalt aufgestellt haben, die für diese Staatsquote verantwortlich sind, die die Schwarzarbeit und Korruption fördern und und und....
"Ich mach mir die Welt - widewidewitt - wie sie mir gefällt" - und die blöden, reichen Banker sind einfach aus prinzip an allem schuld und wollen immer nur abkassieren und taugen nichts.
Und vor allem, warum arbeiten Teufelsberg und Blaireau noch oder sind noicht schon längst Millionäre oder Milliardäre, wo sie doch soviel besser wussten, dass diese krisen kommen und genug damit daran hätten verdienen können. Ihr hättet ja euer gewonnenes Geld den opfern der bösen banker spenden können...Sorry für den Sarkasmus, aber langsam geht mir dieses generelle Banker-Bashing echt auf die Nerven.
__________________ Aus rechtlichen Gründen stelle ich hiermit klar:
Meine Beiträge sind grundsätzlich meine persönliche Meinung und spiegeln nur meine persönliche Einschätzung und Überzeugung wider.
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06.05.2010 13:07
teufelsberg
Legende der Landstrasse
Dabei seit: 25.07.2003
Herkunft: det ratste nie
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Original von atreiju
Da widerspreche ich aber auf das heftigste, zumal ich zwei Griechen unter meinen Freunden habe und diese die Lage dort sehr gut kennen:
- Mehr als ein Viertel aller Griechen sind Staatsbedienstete (bzw. im öffentlichen dienst) , da geht man mit 53 in rente und erhält 14 Monatsgehälter und 93% des letzten Einkommens als Rente
- es ist nicht nur Sport oder Mode sondern gängige Praxis, dass Griechen an der steuer vorbei arbeiten. Unter den Einzelhändlern und anderen Selbständigen gilt die gängige praxis, wer mehr als 50% der einnahmen offiziell angibt ist doof, Schwarzarbeit ist völlig normal und Kontrollen gab es kaum.
- Die Bauern kassieren seit Jahren und Jahrzehnten Subventionen für Flächen, Tiere, Produkte, die es gar nicht gibt
- in griechenland erhalten sogar geschiedene oder unverheiratete Frauen, deren Eltern im öffentlichen Dienst waren, weiter deren renten, wenn sie sterben.
Und es gibt noch sehr viel mehr, was faul ist im Staate Griechenland. und wer bitte geht denn jetzt als erstes und hauptsächlich auf die Strasse - Angestellte im öffentlichen Dienst und Selbständige - warum wohl ?? |
Und wo bleibt die Differenzierung?
Natürlich ist etliches faul im Staate Griechenland, bestreitet auch kein Grieche, glaube ich. Diverse Reformen in Staat und Steuersystem sind überfällig, Korruption weit verbreitet, Steuerkürzung ganz normal.
Deswegen lebt der gemeine Grieche keineswegs wie der Herrgott auf Lesbos.
Natürlich gibt es die von dir genannten Renten, mit entsprechendem Renteneintrittsalter und 14 Auszahlungen.
Es gibt aber auch etliche 500-Euro-Rentner, und die Lebensmittelpreise auf dem Land sind ein mehrfaches von unseren Discountern.
Für Absolventen war es kaum noch möglich, richtig bezahlte Stellen zu finden, wenn man denn nicht im öffentlichen Dienst unterschlüpfte; die wären mit Hartz IV mehr als glücklich.
etc.pp.
Ob jetzt der gutdotierte Staatsbedienstete als erstes demonstriert, kann ich nicht einschätzen; deine Freunde? Frag sie doch mal nach den allgemeinen Lebensbedingungen verschiedener Bevölkerungsgruppen, nicht nach den Auswüchsen, wäre interessant.
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06.05.2010 13:18
conconi
dottore
Dabei seit: 26.02.2006
Herkunft: Ferrara Fan von: Filippo Simeoni
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Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende?
I hope that somewhere, deep in the bowels of the ECB and the Greek Ministry of Finance, people are thinking about the unthinkable. Because this awful outcome is starting to look better than the alternatives.
__________________ Alberto Contador ist der König der Hoffnung und das Symbol des neuen Radsports. Mit ihm beginnt eine neue Ära. Nach diesem Sieg sollte der Radsport wieder ein Sport ohne Verdächtigungen und ohne Chemie sein. - AS
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06.05.2010 13:41
teufelsberg
Legende der Landstrasse
Dabei seit: 25.07.2003
Herkunft: det ratste nie
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Original von tal
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Original von schnippler^2
Eigentlich stellt sich dann doch die Frage, wer sie überhaupt in die EURO-Zone gelassen hat. |
Gelassen ist gut, geradezu gedrängt hat man darauf. Wer? Exportorientierte Länder wie Deutschland, die endlich ohne behindernde Währungsschwankungen in die Mittelmeerländer exportieren wollten. |
Das ist genau der Punkt, abseits vom Griechen- oder Banker- Bashing.
Es gibt nur Überschussländer (in der Leistungsbilanz, wichtig die Unterscheidung zum Staatshaushalt), wenn es Defizitländer gibt.
Oder auch: nur deutsche Exportarbeitsplätze, wenn dafür jemand importiert und sich (im Schnitt) international verschuldet. Aber das mit dem Expoert verdiente Geld haben wir ja ü+brig, also schicken wir es doch hinterher.
Das kann für beide Seiten lange Zeit gut gehen, in der regel gibt es dazu eine Starkwährung und eine Schwachwährung, und Wechselkursanpassungen führen dazu, dass alles längere Zeit in einem gewissen Gleichgewicht bleiben kann.
Die Währungsunion bringt kurzfristig noch mehr Überschüsse (Exporterlöse, Arbeitsplätze, gut) und Defizite (Waren, Kredit zu günstigen Zinsen, gut), mittelfristig ist es natürlich das Ende des Irgendwie-Gleichgewichts.
Und da spielt die Finanzkrise keine entscheidende Rolle, auch nicht der griechische Betrug bei den Zahlen; Währungsunion kann nur mit weitgehend gleicher wirtschaftlicher Entwicklung und regionalen Ausgleichszahlungen funktionieren, oder mit brutalsten Anpassungen für Versäumnisse.
Letzteres ist für Demokratien natürlich ein Härtetest, und man kann sich ja auch fragen was es denn soll, wenn es denn ohne Währungsunion besser geht.
Insofern hat Krugman recht, bei allen Schwierigkeiten des Austritts.
Denn solange es in Deutschland stagnierende bis sinkende Reallöhne gibt, ist es für die Länder mit Inflationsgeschichte, die sie auch in der Währungsunion (mittlerweile mehr als ein Jahrzehnt, mit der Konvergenzphase noch länger) nachvollziehbar nicht ganz ablegen konnten, nur unter Horrorumständen möglich, wieder ins Gleichgewicht zu kommen.
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06.05.2010 14:03
teufelsberg
Legende der Landstrasse
Dabei seit: 25.07.2003
Herkunft: det ratste nie
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| Zitat: |
Original von atreiju
"Ich mach mir die Welt - widewidewitt - wie sie mir gefällt" - und die blöden, reichen Banker sind einfach aus prinzip an allem schuld und wollen immer nur abkassieren und taugen nichts. |
Lass die Schuld als eher religiösen Begriff weg, und du bist bei Adam Smith.
| Zitat: |
| Und vor allem, warum arbeiten Teufelsberg und Blaireau noch oder sind noicht schon längst Millionäre oder Milliardäre, wo sie doch soviel besser wussten, dass diese krisen kommen und genug damit daran hätten verdienen können. Ihr hättet ja euer gewonnenes Geld den opfern der bösen banker spenden können...Sorry für den Sarkasmus, aber langsam geht mir dieses generelle Banker-Bashing echt auf die Nerven. |
lies doch mal den Beitrag von Blaireau verlinkten Beitrag von weißgarnix (der meines Wissens mit Anlagen ganz gut sein Geld verdient).
Es geht hier konkret darum, dass die Banken naturgemäß ihre in Griechenland angelegten Milliarden sichern wollen; und auch beim Sicherungspaket noch nahezu risikolos Geld verdienen wollen.
Wie Strobl schreibt: dass ist eben so; sie vertreten ihre Partikularinteressen. Nur die darstellung als Retter ist das üble daran.
Beim "generellen Banken-Bashing" geht vor allem um eines: die naturgemäß vertetenen Partikularinteressen werden durch Lobbyisten derart verbreitet, dass sie gegenüber anderen Interessen vielfach überrepräsentiert sind.
Es wird gar so getan, dass die Interessen der Banken mit denen der Besellschaft identisch sind. Und es gar keine anderen Möglichkeiten gibt, sei es wegen Globalisierung oder internationaler Wettbewerbsfähigkeit oder Kreditversorgung der Unternehmen oder der Konsumenten oder Sicherung der ALterssysteme oder sonstwas.
Richtig ist, dass sich etliche Teile unseres Finanzsystems derart verselbständigt haben, dass dies kurzfristig sogar so zu sein scheint.
Meine generelle Kritik, und um die Differenzierung darf ich dich doch bitten, richtet sich gegen diese Stellung der Partikularinteressen in der Gesellschaft.
Es ist sinnlos, von Fratom den Kampf für den forcierten Ausstieg aus der Kernenergie zu erwarten.
Aber die angebrachten Argumente, die zur Schaffung einer Mehrheit in der Bevölkerung dienen sollen, kann man diskutieren, muss man widerlegen, wenn sie falsch sind.
Genau hier im konkreten Fall: die Banken beteiligen Sich an der GreichenlandRettung zur Rettung ihrer Anlagen, nicht aus Selbstlosigkeit, und sie verdienen dabei auch genug und machen keineswegs ein Minusgeschäft.
Nachsatz: Ich kaufe prinzipiell keine Anlageklassen, für deren Verbot ich mich mit wissenschaftlicher Begründung einsetze.
Außerdem ist das perfide an dem jetzigen System, dass du mit einer Krisenprognose nur dann Geld verdienst, wenn du den Zeitpunkt triffst; solange die Blasen laufen, verdient natürlich die Herde das Geld, und es ist für mich nicht prognostizierbar, welche WUnderbarkeiten die Zentralbanken sich noch einfallen lassen, weiteres Geld in die Blasen zu drücken um die Situation zu stabilisieren.
Dass das Papierwährungssystem zusammenbricht, wegen des Handelns der Akteure und der Nichtkontrolle durch andere, ist einfach eine empirische Tatsache.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von teufelsberg: 06.05.2010 14:08.
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06.05.2010 14:24
atreiju
Zeitfahr-Weltmeister
Dabei seit: 11.07.2002
Herkunft: Großraum Rhein-Main-Neckar Fan von: kann man noch Fan von sein ???
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Zur Differenzierung:
Dann lest euch doch mal bitte genau durch, wer in erster linie von den Sparmaßnahmen betroffen ist, das ist nicht der geringverdiener und auch nicht der Rentner mit 500.- € Rente - gibt es übrigens durchaus auch bei uns solche Rentner.
und in Griechenland dürfte auf dem Land die Eigenheimquote deutlich höher sein, also geringere Mietkosten, zudem kommen sehr viele Lebensmittel aus dem eigenen Garten und müssen nicht zwingend eingekauft werden. Zudem sind dort Familienverbünde viel ausgeprägter als bei uns.
Natürlich treffen solche Maßnahmen auch viele Leute, die nicht profitiert haben und die nichts dafür können, aber wie soll denn eine andere lösung aussehen, der Karren steckt einfach zu tief im dreck.
Und ich habe auch geschrieben, dass dieses Bankenpaket nichts besonderes ist und aufgebauscht wird, aber im Moment wird einfach alles und jedes den banken zugeschoben und alle Bankmitarbeiter über einen Kamm geschert und überhaupt nicht differenziert.
Und was manche Kritik an Bankenrettung etc. betrifft, ich mag mir lieber nicht ausmalen, was in D passiert wäre, wenn einige große Banken gekippt wären. Ich sag mal nur "Einlagensicherungsfonds", auf den so viele Deutsche gerne vertrauen, als Stichwort...
__________________ Aus rechtlichen Gründen stelle ich hiermit klar:
Meine Beiträge sind grundsätzlich meine persönliche Meinung und spiegeln nur meine persönliche Einschätzung und Überzeugung wider.
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06.05.2010 16:04
atreiju
Zeitfahr-Weltmeister
Dabei seit: 11.07.2002
Herkunft: Großraum Rhein-Main-Neckar Fan von: kann man noch Fan von sein ???
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Nun ja, es gibt Schätzungen, dass der anteil des Schwarzmarktes in Griechenland so bei 40-50% des BIP liegt. Wenn man es schaffen würde, nur die Hälfte davon in zukunft trocken zu legen, dann würden die Steuereinnahmen schnell steigen.
Und meine freunde bestätigen dies. viele ihrer verwandten sind selbständig (Gastronomie oder Handel) und sagen ganz offen, dass sie nur 30-40% ihrer Einnahmen versteuern...
__________________ Aus rechtlichen Gründen stelle ich hiermit klar:
Meine Beiträge sind grundsätzlich meine persönliche Meinung und spiegeln nur meine persönliche Einschätzung und Überzeugung wider.
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06.05.2010 17:20
blaireau
Soigneur

Dabei seit: 22.07.2004
Herkunft: Zürich Fan von: Ottavio Bottecchia
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Original von atreiju
[...Sorry für den Sarkasmus, aber langsam geht mir dieses generelle Banker-Bashing echt auf die Nerven. |
Sich massig bereichernde Schmarotzer darf man bashen. Viele "Griechen" sind ja auch ganz anständig, oder? So wie bei den Banken.
Und wie ein recht extremes Handelsüberschussland sich heftig über Länder mit Handelsdefiziten beschweren kann, das ist auch eher was für Psychologen als für Ökonomen.
Edit: So hat allein der CreditSuisse-Boss 50 Mio Euros für ein Jahr eingestrichen, vor allem weil das Geschäft mit den Festverzinslichen so gut läuft. Man darf raten, mit wem zur Zeit die grossen Player so massig Festverzinsliches eingehen. Und dass die Bigs an diesem staatlich risikoabgeischerten Geschäft daran angeblich fast nichts verdienen können, das rührt uns echt zu Tränen. So 'ne Art Sozialauftrag, den sie da erfüllen, gelt.
__________________ "I just dropped in to see what condition my condition was in"
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06.05.2010 19:25
atreiju
Zeitfahr-Weltmeister
Dabei seit: 11.07.2002
Herkunft: Großraum Rhein-Main-Neckar Fan von: kann man noch Fan von sein ???
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Ich hätte mal gerne eine Quelle, die deine Unterstellung, lieber Blaireau, belegt, dass es sich bei den "Festverzinslichen" in erster Linie um griechische Staatsanleihen handelt. Vielleicht sind es ja auch Eigenemissionen, die so gut laufen oder aber die CS verdient soviel, weil sie für andere Festverzinsliche als Konsortialführer emittiert.
Und vielleicht hat der gute CS-Boss einfach einen guten Vertrag ausgehandelt, der vom Aufsichtsrat und den Aktionären abgesegnet wurde.
Und wenn ein Vorstandsvorsitzender für die Aktionäre seiner Bank die Summe X verdient hat, die sehr gut ist und deutlich über den gesteckten Zielen liegt, und eine Gewinnbeteiligung von 0,5-1% vereinbart hat, dann ist das auch völlig in Ordnung für mich.
Aber halt, wahrscheinlich findest du es einfach unanständig, dass ein Bankster, wie du sie nennst, überhaupt Geld verdienen darf. Soweit ich weiß, bewegen sich die meisten Banken und Banker im rahmen der Regeln und geltenden Gesetze und ihr Job ist es, das Unternehmen erfolgreich zu machen. Solange die Regeln so sind, darf man sich dann auch nicht wundern, wenn sie so handeln.
Regt sich ja auch keiner darüber auf, wieviel der Steve Jobs verdient, nur weil es weltweit soviele Leute gibt, die blind jedem apple-Produkt nachlaufen müssen, einfach weil es "in" ist, auch wenn es null Mehrwert bietet.
__________________ Aus rechtlichen Gründen stelle ich hiermit klar:
Meine Beiträge sind grundsätzlich meine persönliche Meinung und spiegeln nur meine persönliche Einschätzung und Überzeugung wider.
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06.05.2010 20:02
Michelin-Männchen
zensiert

Dabei seit: 29.12.2001
Herkunft: Niedersachsen Fan von: Fahrradhelmdiskussio
nen
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Original von kartoffeljäger
| Zitat: |
Original von Michelin-Männchen
Weitere Diskussionen mit Dir sind Zeitverschwendung bzw Klitschko gegen Raab. |
geht es noch arroganter?
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Ich haette auch schreiben koennen: Walter Roehrl erklaert dem lokalen Cartbahnchampion die Ideallinie auf der Nordschleife. Dies ist eben nicht Fussball, wo wir alle keine Ahnung haben und unsere Meinung zum besten geben, sondern hier unterhalten sich Laien mit Nicht-Laien. Das hat mit Arroganz nichts zu tun.
Der Kommentar vom Dachs zum Geschaeftsmodell der CS zeigt es wieder. Nur weil da Festverzinslich draufsteht, ist es nicht gleich eine Staatsanleihe, sondern einfach ein Produkt mit einem fixen Coupon und nur Ausfall- aber keinem Marktrisiko. CS und DB sind im Fixed Income Segment globale Marktfuehrer, diese Papiere sind im letzten Jahr extrem gut gelaufen, entsprechend hohe Gewinne machen beide Haeuser. Ob das fuer das jeweilige Geschaeftsmodell spricht, ist eine ganz andere Frage. Und das Gehalt des CEO von CS zahlen seine Aktionaere, bei UBS war es in den letzten beiden Jahren der Schweizer Steuerzahler. Da gaebe es mehr Grund, sich aufzuregen.
So long
__________________
2002: 4750 / 48300 / ?
2003: 4555 / 45125 / 22
2004: 1500 / 10160 / 7
2005: 2880 / 28210 / 19
2006: 1415 / 14000 / 11
2007: 3520 / 28750 / 15
2008: 6197 / 59940/ 31
2009: 2593 / 15620 / 9
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06.05.2010 20:35
Harzer Radfahrer
Tour-Sieger

Dabei seit: 06.04.2002
Fan von: FCB
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| Zitat: |
Original von atreiju
Und wenn ein Vorstandsvorsitzender für die Aktionäre seiner Bank die Summe X verdient hat, die sehr gut ist und deutlich über den gesteckten Zielen liegt, und eine Gewinnbeteiligung von 0,5-1% vereinbart hat, dann ist das auch völlig in Ordnung für mich.
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Wenn er gut verhandelt hat, für ihn sicher prima. Die Frage ist, wie die Gewinne erwirtschaftet werden. Im Versicherungswesen sehe ich, dass dieses kurzfristige Gewinnstreben recht stark auf Kosten des Service´ geht - hauptsächlich bei den großen Versicherern... Bearbeitung von Schadenfällen, Änderungen, Angebotserstellungen, etc. dauern immer länger. Warum? Weil Mitarbeiter eingespart werden um die Lohnkosten zu senken; die Abteilungen sind unterbesetzt. Ist für mich dann nicht mehr so völlig in Ordnung.
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