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Geschrieben von Arno am 14.07.2007 um 21:54:
| Zitat: |
Original von maki
ab heute gilt angeblich das Chaperon-System, d. h. alle die zur Kontrolle müssen, bekommen einen Begleiter zugeordnet, der aufpassen soll, dass nicht manipuliert wird.
Linus sollte also überall beobachtet worden sein |
Ab heute ??
Geschrieben von Arno am 14.07.2007 um 22:14:
High-Tech-Doping vom Mond
Ich habe mich für die Biosynthese von Cortisol interessiert (das "körpereigene Cortison"). Bei Wikipedia fand ich folgendes dazu:
| Zitat: |
... Dabei findet zunächst in den Mitochondrien der Nebennierenrinde die Synthese von Pregnenolon statt, einer gemeinsamen Vorstufe von Glucocorticoiden (z. B. Cortisol), Mineralocorticoiden (z. B. Aldosteron), Androgenen (z. B. Testosteron) und Östrogenen (z. B. Estradiol).
Das Enzym, welches die Bildung von Pregnenolon katalysiert, heißt Cholesterin-desmolase und ist eine Monooxygenase, die NADPH als Cofaktor benötigt. |
Ich frage mich ja immer, was es noch so für unerkannte Dopingmittel geben könnte.
Ich bin mir ziemlich sicher, daß diese Pro-Hormone wie Pregnenolon, die man überall kriegen könnte (-> Amerikanische Anti-Aging Gedönse) auf den Anti-Doping Listen sind. Aber dieses Enzym Cholesterin-desmolase plus NADPH als Cofaktor - könnte man diese isoliert bekommen bzw. einsetzen? Es hätte ja ein sehr großes Einsatzgebiet ( z.B. Cortisol, Androgene, u.a. Testosteron), oder liege ich da falsch?
Ich halte es für möglich, daß solcherart High-Tech für zahlungskräftige Doper verfügbar ist.
Was meint Ihr?
Edit: Das Beispiel ist vielleicht ein Bisschen an den Haren herbeigezogen, ich habe ja keine Ahnung davon, aber darum geht es mir nicht.
Geschrieben von denkbär am 16.07.2007 um 00:37:
RE: High-Tech-Doping vom Mond
| Zitat: |
Original von Arno
Ich halte es für möglich, daß solcherart High-Tech für zahlungskräftige Doper verfügbar ist.
Was meint Ihr?
|
Hey Arno,
wieviel Geld willst du denn ausgeben?
Geschrieben von Struempfi am 16.07.2007 um 07:33:
RE: High-Tech-Doping vom Mond
Das scheint mir nach allem was ich von Biochemie und Enzymen weiß, ziemlich unmöglich. NADPH ist kein Problem, das brauchst du nicht zugeben, das produziert jede Zelle, das ist quasi die korpereigene Energieeinheit. Eine (humane) Monooxygenase zu isolieren aus den Nebennierenrinden wird allein schon aus ethischen Gründen nicht möglich sein (wo kriegst du die vielen Nebennierenrinden her), zumahl viele Monooxygenasen ziemlich instabil sind (da hört mein Wissen aber langsam auf). Aber wie kriegst du diese Monooxygenasen wieder in die Zellen, wo sie ihren Job machen sollen? Und alles zu teuer. Da sind wohl die Summen, die bei Fuentes genannt werden peanuts.
Ansatzpunkt wäre vielleicht den Botenstoff, der die Produktion der Monooxygenase anregt, einzusetzen. Gibts den zu kaufen?
Gibts hier auch Meidziner und/oder Biochemiker, die sich da besser auskennen?
Geschrieben von Piti am 16.07.2007 um 12:51:
RE: High-Tech-Doping vom Mond
| Zitat: |
Original von Struempfi
Gibts hier auch Meidziner und/oder Biochemiker, die sich da besser auskennen? |
Oder.
Im Prinzip hast du schon alles richtig dargestellt. Die Enzyme sind nutzlos, wenn sie nicht am richtigen Ort in der Zelle sitzen. Dorthin kommen sie aber nur, wenn sie die Zelle selbst produziert.
| Zitat: |
| NADPH ist kein Problem, das brauchst du nicht zugeben, das produziert jede Zelle, das ist quasi die korpereigene Energieeinheit. |
Ich glaube, du verwechselst NADP(H) mit ATP. NADPH ist aber auch ubiquitär, es stellt i.A. die für Biosynthesen benötigten "Reduktionsäquivalente" zur Verfügung.
| Zitat: |
Aber wie kriegst du diese Monooxygenasen wieder in die Zellen, wo sie ihren Job machen sollen? [...]
Ansatzpunkt wäre vielleicht den Botenstoff, der die Produktion der Monooxygenase anregt, einzusetzen. Gibts den zu kaufen? |
Das ist der entscheidende Punkt. Nachdem wir die Enzyme (die ...asen) nicht von außen in die Zelle kriegen, und schon dreimal nicht in die Mitochondrien, müssen wir uns überlegen, wie wir entweder die Zelle veranlassen, mehr Enzym zu produzieren (Stimulation der Genexpression) oder bereits produziertes, inaktives Enzym zu aktivieren. Das ist (nicht nur) im Fall der Desmolase, einem der zwei Schlüsselenzyme der Corticoidsynthese, die Stunde der Hormone, in diesem Fall ACTH. Das ACTH, ein Peptidhormon, bindet an gewebespezifische Membranrezeptoren der Zellmembran und induziert die Aktivierung der Schlüsselenzyme, so dass die Synthesemaschinerie anläuft. Damit sie nicht überproduziert, unterliegt die ACTH-Freisetzung der negativen Feedback-Kontrolle durch Cortisol, einem Produkt eben dieser Synthesemaschine. Cortisol unterdrückt die Freisetzung von CRH in Hypothalamus, welches wiederum die Freisetzung von ACTH in der Hypophyse stimulieren würde.
ACTH steht mit Konzentrationen, die nicht auf endogene Produktion schließen lassen können, natürlich auf der WADA-Liste.
Geschrieben von Arno am 16.07.2007 um 21:54:
RE: High-Tech-Doping vom Mond
| Zitat: |
Original von denkbär
| Zitat: |
Original von Arno
Ich halte es für möglich, daß solcherart High-Tech für zahlungskräftige Doper verfügbar ist.
Was meint Ihr?
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Hey Arno,
wieviel Geld willst du denn ausgeben? |
Ja was würdest Du mir denn dafür bieten? Habe hier noch so einen 5kg Eimer Maltodextrin übrig, der läuft glaube ich 2008 ab. Den könnte ich auch noch in die Waagschae werfen.
Geschrieben von switch am 17.07.2007 um 00:55:
RE: High-Tech-Doping vom Mond
| Zitat: |
Original von Piti
| Zitat: |
Original von Struempfi
Gibts hier auch Meidziner und/oder Biochemiker, die sich da besser auskennen? |
Oder.
Im Prinzip hast du schon alles richtig dargestellt. Die Enzyme sind nutzlos, wenn sie nicht am richtigen Ort in der Zelle sitzen. Dorthin kommen sie aber nur, wenn sie die Zelle selbst produziert.
| Zitat: |
| NADPH ist kein Problem, das brauchst du nicht zugeben, das produziert jede Zelle, das ist quasi die korpereigene Energieeinheit. |
Ich glaube, du verwechselst NADP(H) mit ATP. NADPH ist aber auch ubiquitär, es stellt i.A. die für Biosynthesen benötigten "Reduktionsäquivalente" zur Verfügung.
| Zitat: |
Aber wie kriegst du diese Monooxygenasen wieder in die Zellen, wo sie ihren Job machen sollen? [...]
Ansatzpunkt wäre vielleicht den Botenstoff, der die Produktion der Monooxygenase anregt, einzusetzen. Gibts den zu kaufen? |
Das ist der entscheidende Punkt. Nachdem wir die Enzyme (die ...asen) nicht von außen in die Zelle kriegen, und schon dreimal nicht in die Mitochondrien, müssen wir uns überlegen, wie wir entweder die Zelle veranlassen, mehr Enzym zu produzieren (Stimulation der Genexpression) oder bereits produziertes, inaktives Enzym zu aktivieren. Das ist (nicht nur) im Fall der Desmolase, einem der zwei Schlüsselenzyme der Corticoidsynthese, die Stunde der Hormone, in diesem Fall ACTH. Das ACTH, ein Peptidhormon, bindet an gewebespezifische Membranrezeptoren der Zellmembran und induziert die Aktivierung der Schlüsselenzyme, so dass die Synthesemaschinerie anläuft. Damit sie nicht überproduziert, unterliegt die ACTH-Freisetzung der negativen Feedback-Kontrolle durch Cortisol, einem Produkt eben dieser Synthesemaschine. Cortisol unterdrückt die Freisetzung von CRH in Hypothalamus, welches wiederum die Freisetzung von ACTH in der Hypophyse stimulieren würde.
ACTH steht mit Konzentrationen, die nicht auf endogene Produktion schließen lassen können, natürlich auf der WADA-Liste. |
Nichts gegen dich Piti, das geschriebene liest sich wirklich sehr interessant, auch als Laie!!!
Aber wenn ich mir das hier alles durchlese, fühle ich mich eher in einem Bodybuilder-forum.. Ich finde es
krank. Und das ist nur das, was wir als Fans wissen/ahnen...
Versteht mich nicht falsch, seitdem ich angefangen habe mich mit Radsport zu beschäftigen, habe ich das geahnt. SPÄTESTENS mit unserem Krebspatienten
gewusst.
Aber langsam wird mir das echt zu viel... ich mag gar keinen Sport mehr schauen... egal was ich schaue, Beachvolleyball, Tennis, Fussball sowieso, von Biathlon, Schwimmen, Gewichtheben etc ganz zu schweigen... ja selbst bei Schach oder Motorsport... immer schwingt ein (leiser) Dopingverdacht mit...
Ich finds mehr als schade, auch wenn ich dem Radsport den kleinsten Anteil daran zuschreibe...
Mein Vorschlag für diese Situation wäre:
lasst uns jeweils 2 ligen einführen: "Radsport" und "Radsport natural", "Schwimmen" und "schwimmen natural" dann wissen wir woran wir sind, un der offiziellen/verantwortlichen auch.
Geschrieben von denkbär am 17.07.2007 um 01:36:
RE: High-Tech-Doping vom Mond
| Zitat: |
Original von Arno
Habe hier noch so einen 5kg Eimer Maltodextrin übrig, der läuft glaube ich 2008 ab. Den könnte ich auch noch in die Waagschae werfen. |

Jetzt weiß ich auch wie du das mit dem "morgens nüchtern Losfahren" machst
Bis 2008 hast du den doch leer gelöffelt.
Aber wenn ich so sehe, wie Strümpfi und Piti hier schon die nächste Generation Doping-Präparate planen, dann finde ich auch, dass so eine Diskussion besser zu
team-andro.com passt.
Geschrieben von Struempfi am 17.07.2007 um 07:17:
RE: High-Tech-Doping vom Mond
Wir planen nicht, wir haben Arno's Plan mit meinen bescheidenen und pitis umfangreichen Wissen als nicht realistisch dargestellt.
Also ich hab piti soweit verstanden und was das mit Bodybuildern zu tun hat
Biochemie halt....
Hat man ein Problem, dann setzt man...ase dahinter und die Problemase löst das Problem....
Edit: Stimmt, hab das mit ATP verwechselt, aber NADPH ist, wie du sagst, auch überall.
Geschrieben von Cyclist am 17.07.2007 um 13:46:
| Zitat: |
Original von Cyclist
Heute war also die Anhörung von Di Luca vorm CONI. Di Luca und auch Torri haben gesagt, dass Di Luca auf alle Fragen geantwortet habe. Di Luca hat erneut bestritten in die Dopingaffaire 'Oil for Drugs' verwickelt zu sein. Er wurde bei seinem Gespräch bei Torri von seinen Anwälten begleitet. Das Gespräch soll in entspannter Atmosphäre stattgefunden haben. Nächste Woche wird wohl die Entscheidung fallen, ob ein sportrechtliches Verfahren gegen Di Luca eröffnet wird. Dieser gibt sich zuversichtlich, dass dies nicht passieren wird.
Quelle: Tuttobici |
Heute liest sich das schon ganz anders. Jetzt rechnet Di LUca damit, dass das CONI eine Sperre beantragen wird, entscheidend sei aber der Beschluss der Disziplinarkommission und da sei er zuversichtlich...
Geschrieben von teufelsberg am 17.07.2007 um 13:50:
| Zitat: |
Original von Cyclist
| Zitat: |
Original von Cyclist
Heute war also die Anhörung von Di Luca vorm CONI. Di Luca und auch Torri haben gesagt, dass Di Luca auf alle Fragen geantwortet habe. Di Luca hat erneut bestritten in die Dopingaffaire 'Oil for Drugs' verwickelt zu sein. Er wurde bei seinem Gespräch bei Torri von seinen Anwälten begleitet. Das Gespräch soll in entspannter Atmosphäre stattgefunden haben. Nächste Woche wird wohl die Entscheidung fallen, ob ein sportrechtliches Verfahren gegen Di Luca eröffnet wird. Dieser gibt sich zuversichtlich, dass dies nicht passieren wird.
Quelle: Tuttobici |
Heute liest sich das schon ganz anders. Jetzt rechnet Di LUca damit, dass das CONI eine Sperre beantragen wird, entscheidend sei aber der Beschluss der Disziplinarkommission und da sei er zuversichtlich... |
aha.
vielsagend, oder?
Geschrieben von Heinz Helfgen am 17.07.2007 um 14:06:
... und er scheint Zabel nicht so zu mögen
| Zitat: |
Di Luca auf tuttobici
«Lui ha ammesso l'uso di sostanze vietate -ha detto l'abruzzese- ed è stato invitato al Tour, mentre io, solo per il sospetto, mi aspetto una squalifica. Siamo arrivati all'assurdo» |
"Er hat den Gebrauch von verbotenen Substanzen zugegeben und wurde zur Tour eingeladen. Ich muß dagegen - nur wegen des Verdachts - mit einer Sperre rechnen. Das ist absurd."
Armer unschuldiger Danilo.
Geschrieben von Cyclist am 18.07.2007 um 09:05:
am 2. August werden die Ärzte Simone Giustarini und Carlo Santuccione vom Coni verhört. (TB)
Geschrieben von Cyclist am 18.07.2007 um 14:30:
| Zitat: |
Original von Heinz Helfgen
... und er scheint Zabel nicht so zu mögen
| Zitat: |
Di Luca auf tuttobici
«Lui ha ammesso l'uso di sostanze vietate -ha detto l'abruzzese- ed è stato invitato al Tour, mentre io, solo per il sospetto, mi aspetto una squalifica. Siamo arrivati all'assurdo» |
"Er hat den Gebrauch von verbotenen Substanzen zugegeben und wurde zur Tour eingeladen. Ich muß dagegen - nur wegen des Verdachts - mit einer Sperre rechnen. Das ist absurd."
Armer unschuldiger Danilo.
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Jetzt bestreitet er, gesagt zu haben, dass eine Anklage des CONI wahrscheinlich sei.
| Zitat: |
| Danilo Di Luca rettifica l'intepretazione di alcune sue dichiarazioni rilasciate oggi a Roma: "Non ho in alcun modo mai espresso la considerazione secondo cui e' probabile il mio deferimento - scrive l'abruzzese in una nota - tanto meno ho commentato in termini positivi o negativi possibili deferimenti legati alla mia solo e semplice frequentazione del laboratorio medico cui prestava servizio il Dottor Carlo Santuccione. Mi limito a ribadire che ho fornito oralmente e attraverso dettagliata memoria scritta ogni piu' ampia spiegazione in ordine alla mia totale estraneita' a fatti, aventi sotto qualsivoglia profilo, rilievo disciplinare". (Agr) |
Geschrieben von Alfred am 18.07.2007 um 20:31:
So jetzt schreibe ich es hier rein. Dieser - für mich - verlogene Stäpälton. Bitte gar schön, da tönt er immer was vom Neuanfang, beginnt ihn mit einem Aldag, lässt sich angeblich von ihm anlügen, mit den selben Ärzten, die jahrelang das Zeug den Fahrern gespritzt haben, um die es schon immer Gerüchte gab, hält noch an Aldag nach seinem absolut lächerlichen Teilgeständnis fest, bei dem jeder der sich halbwegs auskennt weiß, dass er weiter lügt, tönt was von 2. Chance, seine Fahrer gewinnen Gent-Wevelgem, werden 2. der Tour de Suisse, den Hennigerturm... Nebenbei meint er andere Teams dopen weiter. Und jetzt ist er menschlich enttäuscht. Ja, der Radsport braucht dringendst Leute von außerhelb, aber nicht so schleimige, verlogene, jetzt zensier ich mich selber....
Geschrieben von schnippler am 19.07.2007 um 08:59:
| Zitat: |
Original von Alfred
So jetzt schreibe ich es hier rein. Dieser - für mich - verlogene Stäpälton. Bitte gar schön, da tönt er immer was vom Neuanfang, beginnt ihn mit einem Aldag, lässt sich angeblich von ihm anlügen, mit den selben Ärzten, die jahrelang das Zeug den Fahrern gespritzt haben, um die es schon immer Gerüchte gab, hält noch an Aldag nach seinem absolut lächerlichen Teilgeständnis fest, bei dem jeder der sich halbwegs auskennt weiß, dass er weiter lügt, tönt was von 2. Chance, seine Fahrer gewinnen Gent-Wevelgem, werden 2. der Tour de Suisse, den Hennigerturm... Nebenbei meint er andere Teams dopen weiter. Und jetzt ist er menschlich enttäuscht. Ja, der Radsport braucht dringendst Leute von außerhelb, aber nicht so schleimige, verlogene, jetzt zensier ich mich selber.... |
Ich mag den auch nicht, aber in dem Fall muss man ihm vielleicht zugute halten, dass er kein Insider ist und an die Sache zu naiv rangegangen ist.
Geschrieben von horgel am 19.07.2007 um 09:16:
Mal ein kleines Plädoyer..
Stapleton ist der einzige (mir bekannte) Teamchef , der mehrfach mit offenen und eindeutigen Worten die jetzige Situation im Radsport angesprochen und nicht verharmlost hat. Es ist der Teamchef, von dem der Auspruch kam, das bestimmte Rennen im Moment gar nicht ohne Doping gewonnen werden können
Im Ggs. z.b. zu Riis und anderern, die den heutigen Radsport für ziemlich sauber, dank international funktionierender Kontrollen erklären
Er ist einzige echte Quereinsteiger und eben nicht ein Teil derjenigen Strukturen, die die jetzige Katasrophensituation stützen und erhalten.
Er ist der einzige der es gewagt hat einem der "großen alten Herren", dem ehrenwerten Patrick Lefevre, an die Kandarre zu fahren. Allein dafür hat er meine Sympathie.
Er hat einen test im team durchgesetzt, der einmalig ist in der Sportwelt, da er als einziger zweifelsfrei Blutmanipulation nachweisen kann. Sein Team bezahlt dafür das es verstärkt durch (NICHT UCI, sondern NADA-) Trainingskontrollen überprüft wird, welches auch alle Fahrer gefallen lassen müssen, die keine deutsche Lizenz haben. (Woraus man im übrigen ihm jetzt den Strick dreht)
Auch wenn ich nicht weiss, was alles wirklich hinter den Kulissen abläuft, ist er der einzige der Teamchefs, der sich offensiv versucht gegen die jetzigen Strukturen zu stellen.
Und allein für die Hoffnung das dieser Versuch ernst gemeint ist bin ich bereit ihm einen Vertrauensvorschuss zu geben.
Denn wenn ich noch nicht mal das aufbringen könnte, dann kann ich gleich entweder ins Lager Doping-Befürworter/Leugner/Ignorierer wechseln oder einfach abschalten.
Edit:
Im übrigen hat er durch den Verkauf seines Mobilfunk-Konzerns Voice-Stream ein geschätztes Vermögen von 1 Millarde Dollar auf der Kante.
Das heisst: er tut sich den ganzen Scheiss, der jetzt über ihm ausgegossen wird aus reinem Fun an. An seiner Stelle würde ich mir das überlegen ob das hier in D-Land Sinn macht und besser irgendein französisches Team kaufen.
Geschrieben von Andrea am 19.07.2007 um 09:41:
RE: Mal ein kleines Plädoyer..
Ich habe hier einen ganz interessanten Zeitungsartikel gefunden, wenns jemanden interessiert...
Klares nein gegen Doping
Am 18.07.2007 um 13:24 Uhr erreichte folgende Meldung die Sportredaktionen Deutschlands: ARD und ZDF steigen aus Tour-Berichterstattung aus! Bis zur Klärung des Falls Patrik Sinkewitz werden die beiden öffentlich-rechtlichen Fernsehsender ARD und ZDF aus der Berichterstattung von der Tour de France aussteigen.
sportme (
www.sportme.de), die neue Sportcommunity für aktive Sportler und Vereine, fordert sauberen Sport in Deutschland. Die Betreiber des Internetportals beziehen damit Stellung gegen die immer neuen Dopingmeldungen, die nicht nur den Radsport augenblicklich fest im Griff haben. „Es kann nicht sein, dass Doping im Sport als selbstverständlich und Kavaliersdelikt angesehen wird. Wir möchten jungen Radsportlern und deren Fans ein Forum bieten, sich über das Thema auszutauschen und Ihrem Ärger Luft zu machen“, so Sascha Klein, einer der Mitinitiatoren der Seite. „Wir können die Entscheidung der öffentlich rechtlichen absolut nachvollziehen. Damit wird nicht nur dem dopingbelasteten Radsport ein deutliches Zeichen gesetzt.“
Neben den großen Breitensportarten wie Fußball und Tennis fördert sportme auch innovative Sportarten und junge Talente, die gerade erst Fuß in Deutschland fassen. So ist auf sportme die erste Organisation für den Parkour-Sport vertreten, die Parkour Association Germany, bekannt durch ihre Vertreterin Sandra Hess. Aber auch Feldhockey-Weltmeister Carols Nevado, Billiard-Europameister Nicolas Ottermann oder Ropeskipper Sebastian Deeg sind junge, aufstrebende Sportler, die auf sportme zu finden sind und für eine saubere Ausübung ihres Sports stehen.
Erfolg gibt der Plattform recht: In den ersten beiden Wochen nach dem Start der Seite haben sich bereits über 1500 Hobby- und Profisportler angemeldet. Von der Präsentation des Vereins, über die Organisation der Vereinsarbeit bis zur Verabredung zum gemeinsamen Training: sportme ist eine Plattform für sportlich Gleichgesinnte.
sportme ist eine Internet-Community im Web 2.0 mit Fokus auf dem Thema Sport. Kreiert von Sportlern für Sportler spricht die Seite aktive Sportler, Sportbegeisterte, Vereine und Fitnessclubs gleichermaßen an, um ein ganzheitliches Bild des Sports zu vermitteln.
Geschrieben von derhelm am 19.07.2007 um 10:31:
RE: Mal ein kleines Plädoyer..
T-Mobile wusste von Sinkewitz' Gebaren
Drei Mal haben Doping-Kontrolleure Radprofi Sinkewitz testen wollen, drei Mal war er nicht aufzufinden. Diese Unregelmäßigkeiten sollen dessen Rennstall seit langem bekannt sein.[...]
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