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28.09.2018 23:19
Miklós
Tempobolzer
Dabei seit: 07.02.2013
Fan von: Landbouwkrediet-Coln
ago
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Wirklich schade. Ich fand die Mock-List immer eine unheimliche Bereicherung und es war jedes Jahr eine gewisse Vorfreude bei mir wenn es los ging mit der Veröffentlichung der Liste.
Großes Lob an eure Arbeit und vielleicht geht es ja weiter. Ich würde es mir wünschen
__________________ Blog: http://thefacesofcycling.blogspot.de
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26.09.2018 18:35
ogkempf
Tippspielweltmeister

Dabei seit: 29.12.2001
Herkunft: Oegstgeest Fan von: Studenten
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Platz 39
James Whelan
Australien
11.06.1996
Fahrertyp: Hügel
Wichtigster Erfolg: 1. Ronde van Vlaanderen Beloften (1.Ncup) 2018
Team 2018: Drapac–EF Cycling (CT)
Stagiaire: Team EF Education First-Drapac p/b Cannondale (WT)
Team 2019: Team EF Education First-Drapac p/b Cannondale (WT)
Beste Mock-Platzierung: neu
Web: https://twitter.com/jiimmywhelan
Ein letztjähriger U23 Fahrer, der in seiner gesamten Karriere ein tolles und nur eine kleine handvoll ordentlicher Resultate zu Buche stehen hat, der nach dem 7. April kein einziges Ergebnis mehr produziert hat, bekam bereits am 31. Mai einen World Tour Vertrag – inklusive Stagiaire Verpflichtung - für 2019 in den Briefkasten.
Das ist sehr ungewöhnlich. Das macht neugierig. Die Lösung des Rätsels ist dabei relativ einfach. An einer anderen Stelle dieser Liste wird Michael Woods erwähnt, hier is er noch unumgänglicher. Denn wie der EF Kanadier ist auch der zukünftige EF Australier ein ehemaliger Läufer. Im Juniorenalter gehörte Whelan zu nationalen Elite auf den Mittelstrecken und im Crosslaufen, bis er sich im März 2016 eine Achillessehnenverletzung zuzog. Laufen auf hohem Niveau war nicht mehr möglich. Da der Australier nicht aufhören wollte seinen Körper zu trainieren, stieg er aufs rad. Das gefiel ihm so gut, dass er anfing Rennen zu fahren.
Sein erstes Rennen war die nationale Meisterschaft 2017. Er hatte nicht die Ausdaier für vier Stunden hohes Tempo und produzierte ein DNF. Bereits zwei Monate später wurde er 34. der ozeanischen Meisterschaft. Am Ende der australischen Saison wurde er Zweiter der Tour of Tasmania (NE). Bis zum abschließenden Kriterium hatte er als Einzelfahrer alle Trikots inne, auf dem Rundkurs aber wurde er von den fünf oder sechs Fahrer umfassenden Teams auseinander geschraubt.
Diese Leistungen aber motivierten Jonathan Vaughters dazu den Australier in dessen letzter U23 Saison zum EF Ausbildungsteam zu holen. Und das bereute er nicht.
Das DNF der Meisterschaft wandelte er heuer in Platz zwei um, davor hatte er Platz sechs im Zeitfahren erzielt. Bei der Herald Sun Tour (2.1) wurde er auf der Königsetappe Neunter und in der Gesamtwertung 15. Die ozeanische Meisterschaft schloss er ebenfalls mit Silber ab.
Damit hatte er seinen Heimkontinent abgegrast. Er wollte nach Europa um zwei Nations Cup Rennen zu bestreiten , aber die Flüge müssen Australier, die eine europäische Kampagne fahren wollen, selbst bezahlen. Mit einigen Sponsoren, unter Anderem sein Team, bekam er die benötigte Summe zusammen und so bemächtigte er den letzten Kaderplatz. Die Australier arrivierten eine Woche vor der Ronde van Vlaanderen Beloften (1.Ncup) und hatten so sieben Tage Zeit die Umgebung und die Strecke kennen zu lernen. Für Whelan war es das erste Mal in seinem Leben, dass er Kopfsteinpflaster befuhr. Am darauffolgende Samstag war der Inhaber des letzten Kaderplatzes der Erste in Oudenaarde. Solosieg. Die Letzten werden die Ersten sein.
Und die ersten werden die Letzten sein. Denn das zweite Rennen der Kampagne beendete der 22 Jährige vorzeitig.
Das vorzeitige Beenden von Rennen ist dann leider auch genau das, was er nach diesen Erfolgen und dem Unterzeichnen des Profi- und Stagiairevertrages meistens produziert hat.
nominiert von ocana
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Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von ogkempf: 26.09.2018 18:37.
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26.09.2018 18:36
ogkempf
Tippspielweltmeister

Dabei seit: 29.12.2001
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Platz 38
Julian Mertens
Belgien
06.11.1997
Fahrertyp: Bergfahrer
Wichtigster Erfolg: 3. Ronde de l‘Isard (2.2U) 2018
Team 2018: Lotto Soudal U23 (Club)
Stagiaire: -
Team 2019: unbekannt
Beste Mock-Platzierung: neu
Web: https://twitter.com/mertensjulian
Obwohl Julian Mertens seit Jahren innerhalb Belgiens schon seit einiger Zeit als guterer Kletterer galt, konnte er seine Qualitäten erst dieses Jahr auch international nachweisen. Dies hat sicherlich auch mit dem diesjährigen Wechsel zu den Mini Lottos und dem dadurch stark verbesserten Rennprogramm zu tun.
Diese Programmauswertung genoss der Belgier vor allem in der ersten Jahreshälfte. Platz zehn beim Circuit des Ardennes International (2.2), Platz sieben bei Liège – Bastogne – Liege U23 (1.2U), Platz acht Bei Eschborn – Frankfurt U23 (1.2U) und Platz neun beim Feche Ardennaise (1.2) beweise, dass er die Ardennen und artverwandte Hügel beherrscht.
Dass es für den 20 Jährigen auch durchaus bergig werden darf zeigte sein bestes Karriereergebnis; Platz drei bei der Ronde de l'Isard (2.2U). Die Etappenplätze zwei, fünf und erneut zwei führten zu dieser Endplatzierung. Die dritte Etappe endete dabei im Massensprint. Zwar war die Sprintkonkurrenz in dieser Bergrundfahrt sehr mäßig, der zweite Platz Mertens beweist trotzdem, dass er durchaus ankommen kann.
Beim Giro d'Italia (2.2U) bestätigte er diesen Eindruck nochmal, in dem er den Sprint eines dezimierten Feldes um Platz sieben gewann. Ansonsten variierten seine Leistungen beim Baby Giro. Höhepunkt war Rang drei auf einer mittelschweren Etappe, Tiefpunkt waren so ziemlich alle anderen schweren Teilstïucke.
Überhaupt zeigte die Formkurve in dieser Phase der Saison deutlich nach unten. Unten angekommen wurde aus der Kurve dann eine Gerade. Ohne Steigung. So wird der Belgier, selbst wenn er nominiert wird, im Wm Rennen kaum eine gewichtige Rolle spielen können. Seine Zukunft ist auch noch unsicher. Bisher hat er keinen Profivertrag unterzeichnet, es bleibt ihm aber noch ein Jahr in der U23.
nominiert von ocana
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Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von ogkempf: 26.09.2018 18:40.
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26.09.2018 18:37
ogkempf
Tippspielweltmeister

Dabei seit: 29.12.2001
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Platz 37
Giovanni Lonardi
Italien
09.11.1996
Fahrertyp: Sprinter
Wichtigster Erfolg: 1. Poplarissima (1.2) 2018
Team 2018: Zalf Euromobil Désirée Fior (Club)
Stagiaire: -
Team 2019: Nippo – Vini Fantini (PCT)
Beste Mock-Platzierung: neu
Web: www.instagram.com/lonardigiovanni
Der uneheliche Sohn Giovanni Lombardis ist wie sein imaginärer Vater ein Rassesprinter. Wie bei vielen Italienern muss man schon ins Land der schiefen Türme abreisen, um den 21 Jährigen bei der Arbeit zu bewundern.
Dort gab es dann auch Einiges zu bewundern! Nach einem schwachen ersten Juniorenjahr kam er im Zweiten auf einen Sieg und neun weitere Top 10 Platzierungen.
Im ersten U23 Jahr steigerte er das Ganze sofort auf 24 Ergebnissen unter den besten zehn. Plus erneut einen Sieg.
Letztes Jahr blieb die Zahl der Extraplatzierungen identisch. Allerdings steigerte Lonardi die Zahl der Siege auf sechs!
Dieses Jahr schaffte der Sprinter skandalöserweise nur 23 extra Top 10 Plätze. Er tröstete sich allerings mit insgesamt neun Siegen!
Das interessante daran ist, dass er dieses Jahr seine ersten drei UCI Siege feiern konnte. Zwei davon waren in 1.2 Rennen, also Profisiege. Bisher hatte 21 Jährige ausschließlich auf niedrigerem Niveau gewinnen können. Es bleibt allerdings fest zu stellen, dass auch seine drei UCI Siege in Italien zu Stande kamen. Und außer beim Giro Ciclisto d'Italia (2.U) musste er keine oder wenig gute Konkurrenz fürchten.
So ist es nicht verwunderlich, dass keine World Tour Mannschaft den Italiener verpflichten wollte. Bei Nippo bekommt er aber sicher die Chance sich an höheres Niveau heran zu tasten. Wer kleine Rennen dominieren kann,d er schneidet meist auch bei größeren Rennen gut ab. Dass auch Lonardi dies kann bewies er beim Baby Giro gegen Klasseleute wie Thijssen, Philipsen, Dainese und Moschetti.
nominiert von ocana
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26.09.2018 18:40
ogkempf
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Platz 36
Alessandro Covi
Italien
28.09.1998
Fahrertyp: Bergfahrer
Wichtigster Erfolg: Etappensieg Tour de l‘Avenir (2.Ncup) 2018
Team 2018: Team Colpack (Club)
Stagiaire: UAE – Team Emirates (WT)
Team 2019: UAE – Team Emirates (WT)
Beste Mock-Platzierung: neu
Web: https://twitter.com/alessandrocovi
Italiener sind oft schwer einzuschätzen, da sie ihre Künste vor allem in nationalen Rennen. Sie sind inzwischen nicht mehr so "schlimm" wie die Spanier – darum haben es insgesamt sieben Italiener auf die diesjährige Mock List geschafft.
Wo vor allem Moschetti und Affini international auffällig wurden, ist Alessandro Covi ein Italiener der alten Garde. Denn er präsentierte sich vor allem innerhalb der Stiefelgrenzen.
Als Junior hatte der Colpack Fahrer noch tolle Ergebnisse in der Schweiz und in Belgien, in seiner ersten Saison in der U23 allerdings folgten bei UCI Rennen drei DNFs, ein HD und ein 71. Platz. Das täuscht darüber hinweg, dass Covi auf nationalem Niveau durchaus gut unterwegs war. Er gewann drei Rennen, erzielte zwei zweite, einen dritten und fünf weitere Top 10 Plätze.
Bei dieser Betrachtung war seine Nominierung für das italienische Nationalteam für Colombia Oro y Paz (2.1) Beginn Februar nicht sehr überraschend.
International war der 19 Jährige allerdings auch dieses Jahr recht blass. Eigentlich kann er lediglich Platz acht beim Giro Ciclisto d'Italia (2.2U) und einen Etappensieg bei der Tour de l'Avenir (2.Ncup) vorweisen. Genaueres Hinsehen hilft aber auch nun wieder, denn auf nationalem Niveau feierte drei weitere Siege und insgesamt elf weitere Top 10 Platzierungen.
Das verleitete UAE dazu mit dem Italiener ein weiteres Talent an sich für 2019 an sich zu binden. Hinzu kommt, dass er zur Zeit für die Araber als Stagiaire bei den italienischen Herbsthalbklassikern startet.
An seinem 20. Geburtstag könnte Covi beim WM Rennen eine interessante Rolle spielen, denn die Italiener werden vor allem durch ihre Breite auffallen müssen. Und dann wäre kollektiver Angriff wohl die erfolgversprechendste Taktik.
nominiert von ocana
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26.09.2018 18:41
ogkempf
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Dabei seit: 29.12.2001
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Platz 35
Andreas Leknessund
Norwegen
21.5.1999
Fahrertyp: Rundfahrer
Wichtigster Erfolg: Weltranglistenerster Junioren 2017
Team 2018: Uno-X Norwegian Development Team (CT)
Stagiaire: -
Team 2019: unbekannt
Beste Mock-Platzierung: neu
Web: https://twitter.com/andreaslek
Natürlich kann man auch von Weltranglistenersten bei den Junioren in ihrem ersten U23 Jahr nicht erwarten, dass sie aus Wein Wasser machen. Aber drauf laufen sollten sie eigentlich schon können. So in etwa waren auch die gemäßigt übertriebenen Erwartungen an Andreas Leknessund, der letztes knapp vor Niklas Märkl und weit vor dem Rest die Rangliste abschoss. Wäre die desolate Heim WM nicht gewesen; mit Platz acht gegen die Uhr – Leknessund verlor als Zweiter ansonsten nur ein Zeitfahren in der Saison – war ganz weit hinter dem was er in Normalform zu leisten im Stande war; er hätte auch den Zweitplatzierten Deutschen weit hinter sich gelassen. Der Norweger war der dominierende Mann des Jahres.
Diese hohen Erwartungen konnte der Rotschopf eigentlich nicht einlösen. Für einen normalsterblichen Erstjährigen aber hat er ein paar bemerkenswerte Resultate in den Asphalt gebrannt. Diese Resultate erzielte er heuer vor allem in schweren Rundfahrten und allesamt zwischen Mitte Mai und Mitte Juli.
Die Ronde de l‘Isard (2.2U) schloss er nach einer schwachen Auftaktetappe mit einem zweiten und siebten Platz auf weiteren Bergetappen auf dem siebten Gesamtrang ab. Zwei Wochen später wurde er beim GP Priessnitz spa (2.Ncup) Achter. Im Zeitfahren der Elite fuhr er sieben Sekunden langsamer als Edvald Boasson Hagen, das reichte Ende Juni für Silber. Mitte Juli begann er die ersten drei Etappen des Giro Ciclisto della Valle d‘Aosta (2.2U) stark, um auf den letzten beiden Etappen eher mittelmäßig anzukommen. Insgesamt wurde der Norweger 12.
Nächstes Jahr wird der 19 Jährige höchstwahrscheinlich noch für das Uno-X Team starten. Dort ist er auch in guten Händen. Obwohl die Form zuletzt nicht zu stimmen schien, sollte man ihn für die WM in beiden Disziplinen im Hinterkopf behalten, denn Leknessund platzt beinahe vor Talent, das spürt man in den Sackhaarspitzen.
So ist er für die 19er Saison auch ein ganz heißer Tipp für reihenweise Topplatzierungen in Zeit- und Rundfahrten; auch gegen Profis, wenn er an den richtigen Rennen teilnehmen darf.
nominiert von ocana
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26.09.2018 18:49
ogkempf
Tippspielweltmeister

Dabei seit: 29.12.2001
Herkunft: Oegstgeest Fan von: Studenten
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Platz 34
Rasmus Bøgh Wallin
Dänemark
02.01.1996
Fahrertyp: Sprinter
Wichtigster Erfolg: 1. Skive Løbet (1.2) 2018
Team 2018: Team ColoQuick (CT)
Stagiaire: -
Team 2019: Riwal CeramicSpeed Cycling Team (PCT)
Beste Mock-Platzierung: neu
Web: https://www.facebook.com/Rasmusbw
Rasmus Bogh Wallin ist ein außerhalb Skandinavien noch recht unbeschriebenes Blatt. Als Däne hat er dafür 2019 mit 23 Jahren schon fast alle einheimischen Teams durch. 2016 fuhr er für das inzwischen wieder eingestellte Team Soigneur, danach zwei Jahre für ColoQuick und in der kommenden Saison für Riwal. Damit fehlen in seiner Sammlung eigentlich nur Virtu und BHS Almeborg.
Wallins erste Spuren finden sich 2010 mit 14 Jahren als Gewinner der Bronze-Medaille bei der dänischen Meisterschaft im 200-Meter-Sprint auf der Bahn. Das gleiche Resultat gab es 4 Jahre später, also mit 18 Jahren, auch auf der Straße bei den Junioren, als Mit-Mock-Lister Jonas Gregaard Wilsly gewann. In den Jahren 2015 und 2016 feierte er bei kleineren dänischen Eintagesrennen gegen vornehmlich nationale Konkurrenz seine ersten Erfolge auf der Straße in Hvidovre und Kopenhagen und ergatterte einige weitere Podestplazierungen, darunter auch der ehemalige GP Herning, bei dem er vor Jonas Aaen Jorgensen und Lasse Norman Hansen ins Ziel kam und sich nur Mads Würtz Schmidt und erneut Gregaard geschlagen geben musste. Bronze sicherte er sich auch bei der nationalen Meisterschaft im Kampf gegen die Uhr der U23.
Seit 2017 häufen sich dann die Top10-Resultate, und zwar nicht mehr nur auf nationaler Ebene. Beim U23-Sprinterrennen ZLM Tour (1.Ncup) sprang ein guter fünfter Platz hinter den heutigen Profis Lawless, Philipsen, Cima und Lecroq heraus. Der erste Profisieg ließ ebenfalls nicht lange auf sich warten und stellte sich beim schwedischen Eintagesrennen Hansa Bygg Kalmar Grand Prix Road Race (1.2) im Sprint vor dem ehemaligen Giant- und Cofidis-Fahrer Jonas Ahlstrand und Jonas Jorgensen. Die Ronde van Midden Nederland (2.2) beendete er durch MZF und Bonussekunden auf Platz sechs.
Sein bisher größter Erfolg gelang Bogh Wallin in dieser Saison beim Skive Lobet (1.2), den er im Sprint vor Landsmann Stokbro und Johim Ariesen gewann. Im Vorjahr hatte er schon mit Platz acht an gleicher Stelle aufgezeigt. Es dauerte ein wenig, bis der Däne diesen Erfolg bestätigen konnte. Beim Omloop Mandel-Leie-Schelde Meulebeke (1.1) sprintete er hinter Wippert und Jules auf Rang vier und wurde zudem Dritter der Ronde van Midden Nederland (1.2), die sein Teamkollege Folsach als Ausreißer für sich entschied. Zuletzt enterte Wallin gleich vier Mal die Top 10 bei der Olympia's Tour (2.2U) und wurde auch Gesamtsechster.
Bei Riwal wird er sich im kommenden Jahr mit seinen Landsleuten Jorgensen, möglicherweise auch Clausen und Stokbro in den Sprints auseinander setzen. Da Riwal eine PCT Lizenz löst, wird Rasmus Wallin also Profi.
nominiert und geschrieben von virtualprofit
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26.09.2018 18:55
ogkempf
Tippspielweltmeister

Dabei seit: 29.12.2001
Herkunft: Oegstgeest Fan von: Studenten
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Platz 33
Tobias Foss
Norwegen
25.05.1997
Fahrertyp: Bergfahrer
Wichtigster Erfolg: 2x Top 10 Tour de l'Avenir (2.Ncup) 2017/2018
Team 2018: Uno-X Norwegian Development Team (CT)
Stagiaire: -
Team 2019: unbekannt
Beste Mock-Platzierung: 35. (2017)
Web: https://twitter.com/tobias_s_foss
Auch Tobias Foss hat es bereits zu seiner zweiten Mock-List-Nominierung gebracht. Die von Offi 2017 beschriebene Junioren-Zeit mit durchweg guten, aber nur wenigen herausragenden Ergebnissen (zu nennen sei hier der vierte Platz bei der Course de la Paix Juniors (2.Ncup), die von den Amerikanern McNulty und Costa dominiert wurde) endete für Foss 2015.
In seinem ersten U23-Jahr wurde er Dritter der ZLM-Roompot Tour (2.Ncup) und Vierter bei der Himmerland Rundt (1.2) in Dänemark, obwohl beide Rennen nicht für Höhenmeter bekannt sind. In den Niederlanden profitierte er dabei von einem starken norwegischen MZF. Beim Giro Ciclistico della Valle d'Aosta Mont Blanc (2.2U) verpasste er ganz knapp die Top 10 hinter den heutigen Profis Sivakov, Frankiny, Padun, Schachmann, Lambrecht, Ravasi, Reyes, Aguirre und nicht zuletzt dem Vuelta-Zweiten Enric Mas. Auch im Zeitfahren machte er als 12. der U23-WM in Plumelec ein wenig auf sich aufmerksam.
2017 konnte Foss dann erst im Spätsommer erstmals mit dem siebten Rang bei der Tour de l'Avenir (2.Ncup) glänzen. Und auch 2018 verlief für den Norweger nach ähnlichem Muster. Er verpasste zwar bei den nationalen Titelkämpfen im Zeitfahren nur um ein Haar Bronze, konnte ansonsten aber den Erwartungen, die er mit dem Ergebnis aus 2017 geweckt hatte, kaum erfüllen. Erst bei der Avenir gelang ihm erneut ein starker neunter Gesamtrang, der aber weniger auf Spitzenresultate, denn auf beständige Leistungen in der Region zwischen Platz zehn und 15 zurückzuführen war. Berücksichtigt man, dass die Top sechs aus 2017 vor Foss in 2018 zu den Profis gewechselt sind, darf man den Rang neun auch eher als Stagnation bzw. Rückschritt werten. Dafür wartete der Unox-Fahrer, 2017 noch für Joker aktiv, drei Wochen nach der Avenir bei der Slowenien-Rundfahrt (2.1) mit Rang zehn auf der schweren Auftaktetappe nach Strbske Pleso auf, der ihm schließlich den sechsten Gesamtrang hinter u.a. Alaphilippe, Tratnik und Hermans einbrachte.
Wie 2017 hat sich bislang noch kein Profi-Team gefunden, das Foss in der kommenden Saison aufnimmt. Allerdings könnte die Form stimmen, um in Innsbruck noch einmal ein entscheidendes Argument für einen Profivertrag zu sammeln.
nominiert und geschrieben von virtualprofit
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26.09.2018 19:11
ogkempf
Tippspielweltmeister

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Platz 32
Jonas Gregaard Wilsly
Dänemark
30.07.1996
Fahrertyp: Bergfahrer
Wichtigster Erfolg: 1. Kreiz Breizh Elites (2.2) 2017
Team 2018: Riwal CeramicSpeed Cycling Team (CT)
Stagiaire: Astana Pro Team (WT)
Team 2019: unbekannt
Beste Mock-Platzierung: 37. (2017)
Web: https://twitter.com/jonasgwilsly
Obwohl Gregaard dänischer Juniorenmeister war, gehörte er nicht unbedingt zu den dänischen Junioren-Dominatoren der letzten zehn Jahre. Er war ordentlich, aber eigentlich ist er 2017 und 2018 in der U23 erfolgreicher, als er je als Junior war. Und das ist für einen Dänen doch sehr ungewöhnlich.
Dabei tat sich der Riwal-Fahrer in seinen ersten beiden U23-Jahren - dänentypisch - schwer. Der Durchbruch erfolgte 2017 erst mit Top10-Ergebnissen in Nordeuropa, dann mit Platz drei bei der Tour of Malopolska (2.2), um dann letztendlich auf der schweren Schlussetappe des Giro della Valle d'Aosta (2.2U) aus dem Nichts Vierter zu werden. Anschließend gewann er in der Bretagne sein erstes Profirennen, die Kreiz Breizh Elites (2.2). Wenig später kletterte er nach katastrophalem Beginn bei der Tour de l'Avenir (2.Ncup) auf Platz neun und fünf auf den Schlussetappen. Bei der heimischen PostNord Danmark Rundt (2.HC) wurde er Neunter in Velje und Gesamtzehnter.
2018 ließ Gregaard erneut ruhig angehen, tauchte erstmals als Zehnter der Bergetappe des GP Priessnitz spa (2.Ncup) auf. Nur eine Woche verpasste er als Vierter knapp die Wiederholung seines Podiums bei der Tour of Malopolska (2.2) aus dem Vorjahr. Das gab es dafür im Überfluss beim Giro Ciclistico della Valle d'Aosta Mont Blanc (2.2U) auf zwei Etappen und schließlich auch in der Gesamtwertung. Astana war inzwischen auf ihn aufmerksam geworden und stattete ihn mit einem Stagiaire-Vertrag aus, der ihn schon zur Burgos-Rundfahrt und den Herbstklassikern Paris-Brüssel und GP de Fourmies führte. Nennenswerter war aber erneut vor einem Monat sein Auftritt im Nationaltrikot bei der Tour de l'Avenir (2.Ncup). Mit einem Sieg im Mannschaftszeitfahren legten die Dänen ein gutes Fundament für Gregaard, das er auf den folgenden Bergetappen festigte. Erst auf der 150 Kilometer langen Schlussetappe, immerhin fast doppelt so lang wie die Etappen zuvor, musste Gregaard seinen siebten Rang in der Gesamtwertung nach einem Einbruch noch hergeben.
Die Chancen, 2019 als Profi zu bestreiten, stehen unabhängig vom Ausgang der WM, bei der Gregaard durchaus Chancen zuzurechnen sind, gar nicht so schlecht. Möglicherweise greift Astana zu, vielleicht wird Riwal auch Professional-Team in der kommenden Saison.
nominiert und geschrieben von virtualprofit
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26.09.2018 19:16
ogkempf
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Platz 31
Andrea Bagioli
Italien
23.3.1999
Fahrertyp: Hügel
Wichtigster Erfolg: 1. Toscana Terra di Ciclismo Eroica 2018
Team 2018: Team Colpack (Club)
Stagiaire: UAE – Team Emirates (WT)
Team 2019: unbekannt
Beste Mock-Platzierung: neu
Web: https://twitter.com/andreabagioli
Nicola Bagioli ist seit 2017 Profi bei Nippo – im Gegensatz zum letzten Jahr hat er dabei dieses Jahr doch ein paar ganz ordentliche Ergebnisse herausgefahren, meist im Sprint stark reduzierter Felder. Sein vier Jahre jüngerer Bruder Andrea allerdings hat dieses Jahr eigentlich viel mehr Aufsehen erregt. Bei den echten Profirennen trat er nicht an und deswegen können seine Ergebnisse auch nicht mit denen seines Bruder verglichen werden, aber der Erstjährige Andrea Bagioli war zu Beginn des Jahres im Grunde der beste Italiener seiner Kategorie.
Nach einer sehr guten Juniorenzeit schloss er sich dem renommierten Colpack Team an. Und sofort zeigte er sich auf seinem Terrain – schwere Hügel bis Berge – ganz vorn. Beginn April beim GP Palio del Recioto (1.2U) wurde er von de Bod und Pogacar geschlagen, bei Liège – Bastogne Liège (1.2U) nur von Joao Almeida. Ende April stand die Toscana Terra di Ciclismo Eroica (2.2U) an. Wie der Name schon vermuten lässt eine Rundfahrt mit vielen Höhenmetern und auch Strade Bianchis.
Auf der ersten Etappe entkam er mit neun anderen Fahrern dem Feld. Die zweite Etappe, eine Bergankunft, schluss er als Zweiter hinter Gazprom Profi Vlasov ab. Bagioli rettete drei Sekunden in der Gesamtwertung. Auf der Abschlussetappe zeigte er im Sack solo allen Konkurrenten das Hinterrad. Die Rundfahrt gewann er so – einen Tag nach Aprilende - natürlich auch.
Nach diesem Zaubermonat hatte es sich dann allerdings auch ein wenig ausgezaubert. Hier und da sammelte der 19 Jährige noch Top 10 Platzierungen in nationalen und internationalen Rennen, die ganz große Form aber erreichte er nicht mehr.
Trotzdem ist er momentan bei UAE als Stagiaire unterwegs. Ob er dort einen Vertrag unterzeichnen wird ist nicht bekannt. Vielleicht wird auf die WM gewartet, denn dort soll Bagioli für Italien antreten. In der Aprilform wäre er in Innsbruck sicherlich ein Kandidat für Edelmetall, in der Form der letzten Zeit ist er das nicht.
Sollte es dieses Jahr noch nicht klappen, hat der Colpack Fahrer aber noch drei Jahre in der U23, um sich noch für ein Profiteam zu bewerben. Notfalls würde er sicher bei Nicolas Nippo unterkommen – auch jetzt schon.
nominiert von ocana
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26.09.2018 19:18
ogkempf
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Platz 30
Filip Maciejuk
Polen
03.09.1999
Fahrertyp: Zeitfahrer
Wichtigster Erfolg: Etappensieg Szlakiem Walk Majora Hubala (2.1) 2018
Team 2018: Leopard Pro Cycling (CT)
Stagiaire: -
Team 2019: unbekannt
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Web: www.instagram.com/filipmaciejuk
Filip Maciejuk ist Zeitfahrer – und damit in der U23 Teil einer aussterbenden Rasse, wie es scheint. Denn neben ihm kann man momentan eigentlich nur Scotson, Penko, Affini und Bjerg in diese Kategorie stecken. Aus deutscher Sich wäre noch Juri Hollmann zu erwähnen, der in seiner ersten 23 auch gute Ansätze zeigte. Es gibt natürlich noch andere starke Zeitfahrer, deren Stärken liegen aber auch oder vor allem woanders.
Filip Maciejuk aber ist Zeitfahrer. Das war er schon als Junior. Weil er auch gemäßigte Hügel überleben kann, schaffte er es immerhin auf Platz 19 der letztjährigen Juniorenweltrangliste. Bedeutender ist aber sicherlich seine Bronzemedaille bei der WM. Im Zeitfahren, natürlich.
Da Filip Maciejuk Zeitfahrer ist, wollen wir uns an dieser Stelle durch seine Zeitfahrergebnisse wühlen, denn die sind absolut beeindruckend für einen Erstjährigen. Wir beginnen mit dem Tiefpunkt des Jahres; Platz sechs beim sehr mäßig besetzten Carpathian Couriers Race (2.2U). Ironischerweise gewann er die Gesamtwertung trotzdem, da alle vor ihm platzierten Fahrer auf den hügeligen Gruppe im Gegensatz zum Polen es nicht immer die erste Gruppe schafften.
Das Zeitfahrergebnis war vor allem enttäuschend, da er einen Monat eher, bei seinem ersten Zeitfahren der Saison in der Triptyque des Monts et Chateaux (2.2U) gegen starke Konkurrenz den fünften Rang erreichte. Auch dort überlebte er die Hügel, was am Ende zu Platz sechs führte.
Einen Monat nach der sehr herben Enttäuschung des Carpathian Gesamtsieges stand die Szlakiem Walk Majora Hubala (2.1) an. Auch dort war die Konkurrenz nicht der Rennkategorie entsprechend, mit CCC war aber immerhin ein Profiteam am Start, ein Team das den gerade 19 Jährigen sicherlich 2019 gern in seinen Reihen gehabt hätte, wenn es nicht fusionieren würde. Denn dieser damals noch 18 Jährige versägte dort die gesamte Konkurrenz im Zeitfahren. Nur durch Zeitbonifikationen am Schlusstag konnte CCCs Mateusz Taciak Maciejuk noch den Gesamtsieg entreißen.
Zwei Wochen nach dieser Rundfahrt schlug er erneut alle CCC Fahrer, dieses Mal bei der nationalen Meisterschaft. Mit Bodnar, Bialoblocki und Kwiatkowki endeten aber drei andere Fahrer vor ihm. Bei der EM reichte es in seinem fünften und bis dato letztem Einzelzeitfahren zum numerisch schlechtestem Ergebnis, einem guten siebten Platz.
Jetzt steht die WM vor der Tür. Der Kurs ist schwer, ob er zu schwer für den Polen ist lässt sich schwer prophezeihen. Nächstes Jahr sollte er aber spätestens zu den Favoriten auf WM Gold in seiner Altersklasse zählen, auch wenn sowohl Bjerg als auch ein paar ander Profis noch ein oder mehrere U23 Jahre haben um dort ebenfalls Edelmetall zu erreichen.
nominiert von ogkempf
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26.09.2018 19:21
ogkempf
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Herkunft: Oegstgeest Fan von: Studenten
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Platz 29
Ethan Hayter
England
18.09.1998
Fahrertyp: Allrounder
Wichtigster Erfolg: Weltmeister Mannschaftsverfolgung (2.Ncup) 2018
Team 2018: 100% Me (Club)
Stagiaire: Team Sky (WT)
Team 2019: unbekannt
Beste Mock-Platzierung: neu
Web: https://twitter.com/ethan_hayter
Vorab: man kann einfach nur hoffen, dass Ethan Hayter nächstes Jahr Profi wird und in seiner ersten Saison derartige Erfolge erzielt, dass er direkt zum Teenieschwarm bombadiert wird. Mädchenhorden sollen sich ihm an den Sockeln der Start- und Zielpodien zu Füßen werfen und sich in Clubs vereinigen. Dem Vorbild der „Belieber“ folgend, sollen auch sie sich einen verniedlichenden Gruppennamen geben. Und an dieser Stelle MUSS ich einfach vorschlagen, dass dieser Name „Hayters“ sein sollte.
Mit 13 Jahren kam der angehende Mädchenheld zum Radsport. Zum Bahnradsport, um genauer zu sein. Bereits drei Jahre später wurde er in der Bahnnation Großbritannien Meister in der Einerverfolgung und im Madison bei den Junioren.
Beide Titel verteidigte er 2016. Mit der Mannschaft wurde er in der Verfolgung außerdem Europameister und Dritter bei der WM. Auch auf der Straße war er sehr beachtlich unterwegs, vor allem auf klassisch anmutenden Strecken.
2017 entwuchs er den Junioren. Dem Ertrag an nationalen Titeln schadete das allerdings nicht. Siege im Madison und Scratch, Silber im Omnium, dem Punktefahren und der Mannschaft, abgerundet von Bronze in der Mannschaft. Eigentlich gab es keine Ausdauerdisziplin in der er auf der Bahn in seiner ersten U23 Saison nicht Weltklasse verkörperte.
Auch nach den europäischen Titelkämpfen kehrte er mit Gold mit der Mannschaft und Silber im Punktefahren dekoriert zurück.
Auf der Straße konnte er in diesem Jahr allerdings gar nicht an die Juniorenerfolge anknüpfen.
Das änderte sich dieses Jahr akut. Das Hauptaugenmerk lag aber zunächst erneut auf der Bahn. Gold und Silber national, zwei Titel bei der U23 EM, der Omnium Titel (gegen Olympiasieger Viviani) und zwei Mal Bronze bei der EM und gar der Weltmeistertitel in der Mannschaftsverfolgung.
Und dann waren da auch noch die Straßenerfolge, die die enorme Vielseitigkeit Hayters noch unterstreichen. Denn wie auf der Bahn punktete er auch auf Asphalt in vielen Disziplinen. Klettertalent bewies der 20 Jährige als Elfter beim GP Priessnitz spa (2.Ncup). Den Prolog beendete er dort als Vierter, die letzte Bergetappe als Fünfter. Bei der Ronde de l‘Oise (2.2) beendete er alle Etappen unter den besten Sieben. Insgesamt wurde er Fünfter.
Fast schon spektakulär wurde es bei der Tour of Britain (2.HC), denn dort waren die Ergebnisse so toll wie das Starterfeld. Platz sieben im Massensprint, Platz vier im Hügelsprint, Platz elf (zeitgleich mit dem Vierten) bei der Bergankunft und zum Abschluss Dritter im Sprint des Feldes und Platz fünf in London. Auf allen Terrains der Rundfahrt bewies er absolute Profitauglichkeit.
In dieser Form ist er auch bei der WM interessant.
Interesse hat sicher auch das Team Sky, das Hayter als Stagiaire verpflichtet hat. Einen sportlichen Grund ihm keinen Profivertrag unterschreiben zu lassen kann es eigentlich nicht geben.
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26.09.2018 19:25
ogkempf
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Platz 28
Samuele Battistella
Italien
14.11.1998
Fahrertyp: Hügel
Wichtigster Erfolg: Etappensieg GP Priessnitz spa (2.Ncup) 2018
Team 2018: Zalf Euromobil Désirée Fior (Club)
Stagiaire: -
Team 2019: unbekannt
Beste Mock-Platzierung: neu
Web: www.instagram.com/samu_batti
Es ist recht schwierig Samuele Battistella als Fahrertyp richtig einzuordnen. Schon als Junior glänzte er – bei wenigen internationalen Einsätzen – sowohl als Eintagesfahrer als auch als Rundfahrer. Der fünfte Platz bei der EM und Platz zwei beim Giro della Lunigiana (2.1) sind die beiden besten Beweisstücke dieser These.
Letztes Jahr – das erste U23 Jahr des Italieners – schien es als sei er gar kein Fahrertyp, denn international bekam er wirklich gar nichts auf die Reihe. Auch bei größeren italienischen Wettkämpfen fuhr er keine Beule in ein Päckchen warme Butter.
Dieses Jahr kam er schnell wieder zurück auf ein Niveau, das mit dem seiner Juniorenzeit zu vergleichen ist. Das Problem der Fahrertypeinordnung allerdings bleibt bestehen.
Sein aufsehenerregendstes Resultat erzielte der 19 Jährige beim GP Priessnitz spa (2.Ncup). Dort gewann er die erste Etappe und wurde nach zwei Top 10 Resultaten auf den schweren Etappen in einem absoluten Topfeld insgesamt Zweiter.
So ein starkes Ergebnis fehlt bei hügeligen Eintagesrennen. Dort allerdings punktet er beständig. Bei fünf seiner neun Starts bei schwer(er)en UCI Eintagesrennen erreichte er die besten Zehn. Nicht für die Top 10 reichte es dabei auch bei den nationalen, den kontinentalen und den mediterranen Meisterschaften. Kein gutes Vorzeichen für eine erfolgreiche Weltmeisterschaft.
Mit seinem Clubteam trat der Italiener natürlich auch bei nationalen Rennen an. Dort schaffte er vier Siege bei Eintagesrennen.
So ist Battistella zweifellos einer der besten Italiener seiner Generation. Über seine Zukunft ist trotzdem Nichts bekannt. Er ist weder Stagiaire noch hat er einen Profivertrag für nächstes Jahr. An seinen Ergebnissen kann das eigentlich nicht liegen, denn in Italien werden jährlich Fahrer mit wesentlich kleineren Meriten Profi. Sowohl in der World Tour als auch eine Stufe darunter gibt es genügend italienische Teams oder Teams mit italienischem Einschlag.
Vermutet werden kann darum, dass der Zalf Fahrer freiwillig noch ein Jahr in der U23 bleibt.
nominiert von virtualprofit
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26.09.2018 19:31
ogkempf
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Platz 27
Pit Leyder
Luxemburg
11.01.1997
Fahrertyp: Hügel
Wichtigster Erfolg: 3. Tour de Luxemburg (2.HC) 2018
Team 2018: Leopard Pro Cycling (CT)
Stagiaire: -
Team 2019: unbekannt
Beste Mock-Platzierung: neu
Web: www.instagram.com/pitleyder
Eigentlich ist diese Mock List Nominierung auf einem einzigen Resultat basiert. Natürlich hat Pit Leyder als – ansonsten sehr durchschnittlicher – Junior Platz zehn bei der Weltmeisterschaft erreicht. Und nach einem unsichtbaren und einem wenig Aufsehen erregendem Jahr in der U23 hatte er beim Fleche Ardennaise (1.2) und dem Fleche du Sud (2.2) zwei Top 10 Endplatzierungen. Aber was dann bei der Tour de Luxemburg (2.HC) geschah, das war spektakulär.
Im Hügelsprint der zweiten Etappe wurde er Fünfter bei nur sechs zeitgleichen Fahrern. Einen Tag später schaffte er den 15 Mann Cut am Hügel und wurde Neunter. Auch am letzten Tag kam er als Vierter einer Vierergruppe zeitgleich mit dem Sieger ins Ziel. In der Gesamtwertung hatte dies Platz drei zur Folge. Eine der ganz großen, wenn nicht die größte Leistung eines U23 Fahrers in Profirennen dieses Jahr.
Dass er zwei Wochen danach luxemburgischer U23 Meister und Vizemeister im U23 Zeitfahren wurde, klingt dann fast logisch. Ist es aber nicht unbedingt, denn das luxemburgische U23 Team ist heuer mit den Wirtgens und auch Heiderscheid für Hügelterrain sehr stark aufgestellt.
Nach den nationalen Meisterschaften konnte der 21 Jährige auch bei der sehr schweren Europameisterschaft überzeugen. Dort wurde er Zehnter. So fehlt nach guten Auftritten bei den nationalen und den kontinentalen Titelkämpfen nur noch die Weltmeisterschaft. Am Mangel an Hügeln soll es auch dort nicht liegen, vielleicht sind die Hügel dort für ihn und seine Mannschaftskameraden gar etwas zu bergig.
Sollte er in Innsbruck doch glänzen, führt für die Teamchefs der Profiteams eigentlich kein Weg mehr an ihm vorbei.
nominiert von ogkempf
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26.09.2018 19:36
ogkempf
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Platz 26
Alfdan de Decker
Belgien
09.09.1996
Fahrertyp: Sprinter
Wichtigster Erfolg: 2. Schaal Sels (1.1) 2018
Team 2018: Lotto Soudal U23 (Club)
Stagiaire: Wanty – Groupe Goubert (PCT)
Team 2019: unbekannt
Beste Mock-Platzierung: neu
Web: https://twitter.com/alfdandedecker
Während der mitteldurchschnittliche Radprofi und vor allem der unterdruchschnittliche -amateur nur die allerschnellsten Sport- und Sonnenbrillen durch die Natur fahren will, kommt Alfdan de Decker mit einem harrypottersquen Nasenfahrrad daher, welches man in den letzten 10 Jahren im Feld höchtens bei Tom Leezer gesehen hat. Auffällig ist er also sowieso, nicht nur wegen seiner Sehhife, auch weil er scheinbar der einzige Mensch der Erde mit dem scheinelmacianischen Namen "Alfdan" (sicherlich eine extrem geheime Abkürzung) ist.
Schnell ist er obendrein. Das zeigt der Belgier vor allem heuer, in seiner letzten U23 Saison. Nach seiner ersten Saison konnte er in UCI Rennen viel Leerlauf und Platz zwei beim GP Sint Niklaas (1.2) präsentieren. Der zweite Platz war ein Fingerzeig, den man bei Lotto verstanden hatte, denn man holte den Sprinter ins hauseigene Nachwuchsteam.
Dort gewann er 2017 sein erstes Profirennen; eine Etappe der Ronde van Midden Nederland (2.2). Weitere sieben Top 10 Platzierungen in UCI Rennen standen im Oktober auf der Haben-Seite.
Dieses Jahr verlief die Saison für den 22 Jährigen zunächst kaum besser. Sieben Platzierungen bis zum Juni, damit war er sicherlich nicht schlecht, aber international auch keine große Sprinthoffnung. Doch dann fuhr er nach Polen, zum Course Cycliste de Solidarnosc et des Champions Olympiques (2.2), wo er auf sehr gute osteuropäische und niederländische Sprintkonkurrenz traf. Auf zwei Etappen konnte Gordan de Shumway alle Feinde hinter sich lassen, wobei Sieg Nummer zwei auf den Tag des Begräbnisses seines Opas fiel.
Wanty gab ihm daraufhin einen Vertrag als Stagiaire. Bevor er für Wanty überzeugen konnte, dominierte er für das Lotto Nachwuchsteam die Tour of East Flanders (NE), in der er drei Sprintetappen gewann. Eine Woche später läuteten für den Mann aus Brasschaat dann auch international und für Wanty die Glocken. Hinter Teamkamerad Dupont sprintete de Decker bei Schaal Sels (1.1) zu Platz zwei, zwei Tage später gewann er den Stadsprijs Geraardsbergen (NE) im Sprint vor Teamkamerad Boris Vallée.
Es sieht auf den ersten Blick aus als hatte der Belgier gute, aber nicht sonderlich viele Ergebnisse stehen. Eine Vielzahl seiner Rennen und Erfolge fuhr er aber innerhalb Belgiens bei NEs zusammen.
So stark wie die letzten Ergebnisse des Letzjährigen waren ist es noch fraglich ob Wanty sich dessen Dienste überhaupt sichern kann, denn auch die WT Formation Lottos sollte an ihrem Nachwuchsprojekt inzwischen starkes Interesse haben, zumal mit Greipel und Debusschere dort zwei Sprinter das Team verlassen und mit Ewan bisher nur ein Neuer geholt wurde.
nominiert von ogkempf
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26.09.2018 19:42
ogkempf
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Platz 25
Felix Gall
Österreich
27.2.1998
Fahrertyp: Hügel
Wichtigster Erfolg: Junioren Weltmeister 2015
Team 2018: Development Team Sunweb (CT)
Stagiaire: -
Team 2019: Development Team Sunweb (CT)
Beste Mock-Platzierung: neu
Web: www.instagram.com/gall_felix
"Was gut ist kommt schnell!", sagt man in Belgien über talentierte Fahrer. Felix Gall kam schnell. In seiner Jugend versuchte er sich an mehreren Sporten, mit 14 legte er sich zunächst auf den Triathlon fest um zwei Jahre später zum Straßenradsport zu wechseln. Ein Jahr später wurde der Österreicher in Richmond Junioren Weltmeister, trotz einiger guten Resultate durchaus überraschend, vor allem weil er als Junior noch erstjährig war.
Sein zweites Jahr war dann – trotz erneut einiger guter Rennen – keine Steigerung zum ersten Jahr.
2017 ging er im ersten U23 Jahr in die Niederland zum Sunweb Development Team. Den Radsport kombinierte er mit einer Ausbildung, was dazu führte, dass er kein einziges nennenswertes Ergebnis hinter seinen Namen bekam.
Vor Beginn dieser Saison schloss der 20 Jährige seine Ausbildung ab; der vollständige Fokus rückte zurück zum Radsport. Und das zeigte sich an den Ergebnissen, die allerdings nicht unbedingt dort fielen, wo man sie erwartete.
Denn eigentlich galt Gall trotz einiger guter Rundfahrtergebnisse bei den Junioren, vor allem als Spezialist für schwere Eintagesrennen. Heuer aber überzeugte der Österreicher vor allem als Bergfahrer!
Erste Überraschung erntete er im hiesigen Forum beim GP Priessnitz spa (2.Ncup), den er mit Platz drei und vier in den schwersten Etappen als Sechster abschloss. Bei der Le Tour de Savoie Mont Blanc (2.2) wurde er gar Vierter und bester Jungfahrer. Bei der Landesmeisterschaft der Elite war Platz sieben das Endergebnis und letztendlich, bei der Tour de l'Avenir (2.Ncup), wurde er Ende August 14. Vor allem Platz fünf auf der neunten Etappe in Val d'Isere fiel dabei positiv auf.
Als Junior war Felix Gall ein ausgezeichneter Zeitfahrer. Platz vier bei der EM beweist dies. Dieses Jahr nahm er nur an der nationalen Meisterschaft und einem Bergzeitfahren teil. Beide schloss er ordentlich ab. Wenn sich nächstes Jahr zur Kletterfähigkeit die Zeitfahrklasse der Juuniorenzeit gesellt, dann wird Gall ein absoluter Toprunddfahrer in der U23 Kategorie.
Dass er bei, Sunweb Devo Team bleibt steht schon fest. Bei der WM ist Gall in seiner Altersklasse der unbestrittene Kapitän der Österreicher – und aus einer ähnlichen Position eines Schattenfavoriten wurde er in Richmond.............
nominiert von ocana
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26.09.2018 19:51
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Platz 24
Niklas Larsen
Dänemark
22.03.1997
Fahrertyp: Allrounder
Wichtigster Erfolg: Eschborn – Frankfurt U23 (1.2U) 2018
Team 2018: Team Virtu Cycling (CT)
Stagiaire: -
Team 2019: Team Waoo (CT)
Beste Mock-Platzierung: neu
Web: https://twitter.com/larsen_niklas
Larsen kam zum Radsport, als er mit einem Freund, der bereits Radrennen fuhr, die Dänemark-Rundfahrt in Slagelse verfolgte. Zunächst ging es für ihn nur darum Spaß an der Bewegung und mit Freunden zu haben und an die frische Luft zu kommen, zumal er anfangs Schwierigkeiten hatte, mit den Mannschaftskollegen mitzuhalten. Was ihn jedoch am meisten am Radsport begeistert, ist die Tatsache, dass im Gegensatz zu Ballsportarten nicht unbedingt das Talent entscheidend ist, sondern die Begeisterung und Hingabe im Training. Und so wurde Larsen konstant besser.
Als Junior wurde der Däne mit 17 Jahren Dritter bei der Trophée Centre Morbihan (2.Ncup), gewann das Zeitfahren beim GP Rüebliland (2.1) und wurde dänischer Meister im Kampf gegen die Uhr. Ein Jahr später wiederholte er den Erfolg im Rüebliland, gewann außerdem das Zeitfahren bei der Trofeo Karlsberg (2.Ncup) und wurde beim Sieg von Leo Appelt WM-Siebter in Richmond. Ebenfalls nennenswert war die Silber-Medaille bei der Junioren-EM mit dem dänischen Bahn-Vierer.
Auf der Bahn ging es ab 2016 auch (zulasten der Straßenergebnisse) am erfolgreichsten weiter. Bei Olympia in Rio wie auch bei der WM gewann er Bronze mit der Mannschaft. Dazu durfte er sich Europameister im Punktefahren nennen. Im Folgejahr gab es neben mehreren Weltcupsiegen EM-Silber im Punktefahren. Gleichzeitig lag der Fokus wieder etwas stärker auf der Straße, u.a. mit einem starken sechsten Rang im Einzelzeitfahren der Dänemark-Rundfahrt 2017.
2018 wurde für Larsen in Diensten vom Team Virtu Cycling, dem er seit 2016, damals noch unter dem Namen TreFor angehört, zu seinem Durchbruchjahr auf der Straße. Dem Sieg bei Eschborn-Frankfurt (1.2U) in der U23-Klasse ließ er einen Etappensieg bei der Rhone-Alpes Isère Tour (2.2) samt Punkt-, Nachwuchs- und Rang zwei in der Gesamtwertung folgen. Bei den nationalen Meisterschaften gab es zwei Silber-Medaillen (U23 hinter Julius Johansen, Herren hinter Michael Morkov), und auch beim Circuit de Wallonie (1.2) wurde er hinter seinem Teamkollegen Mikkel Honore Zweiter. Dass Larsen auch eine starke Endgeschwindigkeit mitbringt, unterstrich er zuletzt mit Platz fünf bei der dritten Etappe der PostNord Danmark Rundt (2.HC).
Auch Niklas Larsen werden wir sicherlich in einigen Jahren bei den Profis sehen, obgleich er mit gerade einmal 21 Jahren noch ausreichend Zeit hat, sich in der U23 zu entwickeln. Insbesondere wenn Bjarne Riis mit seinen Plänen ein großes dänisches Team aufzubauen erfolgreich sein wird, sitzt Larsen beim Team Waoo, Virtu, Veloconcept – oder wie auch immer es dann heißen wird – direkt an der Quelle.
nominiert und geschrieben von virtualprofit
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