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Cycling4Fans - Forum » Radsport » Nur für Selberfahrer » Dreiländergiro 25.06.2006 » Hallo Gast [Anmelden|Registrieren]
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Zum Ende der Seite springen Dreiländergiro 25.06.2006
Beiträge zu diesem Thema Autor Datum
 Dreiländergiro 25.06.2006 Checker 21.06.2006 18:28
 RE: Dreiländergiro 25.06.2006 Niggel 21.06.2006 22:39
 RE: Dreiländergiro 25.06.2006 Niggel 21.06.2006 22:48
 RE: Dreiländergiro 25.06.2006 Checker 21.06.2006 23:42
 RE: Dreiländergiro 25.06.2006 Niggel 23.06.2006 07:27
 RE: Dreiländergiro 25.06.2006 oleradsport 24.06.2012 19:15
 RE: Dreiländergiro 25.06.2006 Checker 26.06.2006 19:42
 RE: Dreiländergiro 25.06.2006 Trecker 26.06.2006 20:06
 RE: Dreiländergiro 25.06.2006 hawkeye_76 26.06.2006 20:30
 RE: Dreiländergiro 25.06.2006 Niggel 26.06.2006 21:06
 RE: Dreiländergiro 25.06.2006 Fraenki 27.06.2006 08:19
 RE: Dreiländergiro 25.06.2006 Checker 27.06.2006 11:09
 Mein erster Alpentrip Niggel 28.06.2006 22:51
 RE: Mein erster Alpentrip Trecker 29.06.2006 12:24
 RE: Mein erster Alpentrip hawkeye_76 29.06.2006 13:42
 RE: Mein erster Alpentrip Kalmit 29.06.2006 16:33

Autor
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21.06.2006 18:28

Checker
Bart

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Dreiländergiro 25.06.2006

FichKona zu flach, auslachen Fockebergzeitfahren ist was für solche hier *unschuldigtu* - was zählt, ist auf'm Platz bzw. in Nauders am Reschenpass. Hoffen wir mal, dass der Stelvio nicht von Schneestürmen heimgesucht wird.

Niggel, du bist doch auch am Start, oder?

Profile: lange Strecke , kurze Strecke (hmm, sieht ein wenig klein und v.a. unspektakulär aus großes Grinsen )




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Im Herbst 1972 verkündete Präsident Nixon, die Beschleunigungsrate der Inflation nehme ab. Dies war das erste Mal, daß ein amtierender Präsident zugunsten seiner Wiederwahl die dritte Ableitung ins Feld führte. (Hugo Rossi)

Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Checker: 21.06.2006 18:31.

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21.06.2006 22:39

Niggel
Möchtegern-Bergziege

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RE: Dreiländergiro 25.06.2006

Jau, bin auch da. Ich reise Freitag an und wollte Samstag schon mal etwas rumrollen. Mehr geht sowieso nicht, weil die Erkältung noch nicht komplett abgeklungen ist.hilfe

Aber es sind ja noch 3 Tage bis dahin.

Das Wetter scheint ja mal gut zu werden.




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Noch ist nicht geklärt, wie das Fahrradfahren derart zur Mode werden konnte, denn es ist vernünftig, und es ist weder geil noch sexy noch erotisch.

Joseph von Westfalen in: Das Leben ist hart

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21.06.2006 22:48

Niggel
Möchtegern-Bergziege

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RE: Dreiländergiro 25.06.2006

@checker:
Muss man da irgendein Anmeldung mitbringen. Ich habe gerade nachgeschaut, aber ich habe nicht dergleichen. Oder reicht die Angabe der Startnummer bzw. Anmeldenummer?




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Joseph von Westfalen in: Das Leben ist hart

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21.06.2006 23:42

Checker
Bart

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RE: Dreiländergiro 25.06.2006

Personalausweis hat bisher immer gereicht.




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Im Herbst 1972 verkündete Präsident Nixon, die Beschleunigungsrate der Inflation nehme ab. Dies war das erste Mal, daß ein amtierender Präsident zugunsten seiner Wiederwahl die dritte Ableitung ins Feld führte. (Hugo Rossi)
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23.06.2006 07:27

Niggel
Möchtegern-Bergziege

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RE: Dreiländergiro 25.06.2006

Der Berg ruft! Auf gehts.winkend




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Joseph von Westfalen in: Das Leben ist hart

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24.06.2012 19:15

oleradsport
Platzwart + Zeugwart

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RE: Dreiländergiro 25.06.2006

Zitat:
Original von Checker
Personalausweis hat bisher immer gereicht.


Den brauch man inzwischen unbedingt!
http://tirol.orf.at/radio/stories/2538544/

Die Schweizer... großes Grinsen


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26.06.2006 19:42

Checker
Bart

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Platz 5!!! - Naja, in meiner Altersklasse "1982 und jünger" Augenzwinkern . Gesamt wohl 89. , wenn ich richtig kopfgerechnet habe. Und ohne die alljährlichen Krämpfe Webmistress Keule wäre wohl noch etwas mehr drin gewesen. Ich muss wirklich mal herausfinden, woran das liegt. Ist ja nicht normal...

Ein paar Bilder gibt es hier (Startnummer 1171). Die rechte Trikottasche ist so hässlich ausgebeult... großes Grinsen




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Im Herbst 1972 verkündete Präsident Nixon, die Beschleunigungsrate der Inflation nehme ab. Dies war das erste Mal, daß ein amtierender Präsident zugunsten seiner Wiederwahl die dritte Ableitung ins Feld führte. (Hugo Rossi)

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Checker: 26.06.2006 19:43.

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26.06.2006 20:06

Trecker
Co-Kapitän

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Hast Du dem Typen hinter Dir gerade ein Messer in den Rücken gesteckt? Der sieht so leidend aus! laut lachen




__________________
Die Fliege, die nicht geklatscht werden will, setzt sich auf die Klatsche.
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26.06.2006 20:30

hawkeye_76
Giro-Sieger

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Dabei seit: 20.07.2004

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Daumen hoch!

Glückwunsch zur guten Leistung, dabei siehst du noch richtig entspannt aus.


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26.06.2006 21:06

Niggel
Möchtegern-Bergziege

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Zitat:
Original von Checker
Platz 5!!! - Naja, in meiner Altersklasse "1982 und jünger" Augenzwinkern . Gesamt wohl 89. , wenn ich richtig kopfgerechnet habe. Und ohne die alljährlichen Krämpfe Webmistress Keule wäre wohl noch etwas mehr drin gewesen. Ich muss wirklich mal herausfinden, woran das liegt. Ist ja nicht normal...

Ein paar Bilder gibt es hier (Startnummer 1171). Die rechte Trikottasche ist so hässlich ausgebeult... großes Grinsen


Checker, du Tier!!!!! Das glaub ich ja nicht! Respektja großer meister...

Startnummer 564 bin ich. (Mit weisser Windweste / roter Reissverschluss oder weiss-schwarzen Trikot)

Ich bin für meine allerersten Alpenpässe-Tour mit einer Zeit von 6:52 mehr als zufrieden. Bin ja auch nicht mehr der allerjüngste.
Bericht folgt.




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Joseph von Westfalen in: Das Leben ist hart

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27.06.2006 08:19

Fraenki
Saisonende - kein Nerv mehr zum radeln ( 2008 )

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Dabei seit: 12.07.2002
Herkunft: aus dem Soonwald
Fan von: Italien, Lago di Caldonazzo

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Zitat:
Original von Niggel
Zitat:
Original von Checker
Platz 5!!! - Naja, in meiner Altersklasse "1982 und jünger" Augenzwinkern . Gesamt wohl 89. , wenn ich richtig kopfgerechnet habe. Und ohne die alljährlichen Krämpfe Webmistress Keule wäre wohl noch etwas mehr drin gewesen. Ich muss wirklich mal herausfinden, woran das liegt. Ist ja nicht normal...

Ein paar Bilder gibt es hier (Startnummer 1171). Die rechte Trikottasche ist so hässlich ausgebeult... großes Grinsen


Checker, du Tier!!!!! Das glaub ich ja nicht! Respektja großer meister...

Startnummer 564 bin ich. (Mit weisser Windweste / roter Reissverschluss oder weiss-schwarzen Trikot)

Ich bin für meine allerersten Alpenpässe-Tour mit einer Zeit von 6:52 mehr als zufrieden. Bin ja auch nicht mehr der allerjüngste.
Bericht folgt.


ach nee, aber ich hätte noch länger gebraucht... oder vorher abgestiegen.

Respekt Euch beiden.




__________________
Wer sich keine Zeit nimmt
wird nie welche haben.
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27.06.2006 11:09

Checker
Bart

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Zitat:
Original von Niggel
Bericht folgt.


Dito. Fragt sich nur, wann... Augen rollen




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28.06.2006 22:51

Niggel
Möchtegern-Bergziege

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Mein erster Alpentrip

Die Anfahrt:

Es war Freitagmorgen. Ich machte mich auf den Weg nach Nauders/Österreich.
Nach 8,5 Std. Fahrt bei schönstem Wetter kam ich an, und nachdem das Quartier bezogen war und das Rad zusammengebaut war, rief ich einen Bekannten an, der eigentlich schon vor Ort sein sollte, aber erst eine Stunde später eintraf.
Bein Treffen am Abend lernte ich auch eine Gruppe aus Koblenz kennen. (Freunde meiner Bekannten)
Für den Samstag wurde dabei mal eine gemütliche Runde geplant.

Der Samstag:

Wir fuhren dann am Samstag wirklich locker zum Reschenpass, der nur wenige Km und ca. 100 Hm über Nauders liegt. Nach einer Runde um den Reschensee genossen wir einige Kaffee und das herrliche Sommerwetter.
Auf der Rückfahrt bekamen wir dann tatsächlich ein paar Tropfen ab, die sich später am Abend zu einem heftigen Gewitter zusammen rauften.
Zunächst fuhr ich aber noch zur Norberthöhe, dem Schlussanstieg des Marathons.
Hoppla, da geht’s aber auf der anderen Seite doch noch gewaltig nach unten, dachte ich nur. Auf dem Profil sah das aus wie eine Schippe Sand.
Ich rollte ein Stück nach unten, aber aus Zeitgründen fuhr ich wieder hoch und ins Hotel.
Die Nudelparty war schliesslich angesagt.
Na ja, gut dass es im Hotel ein gutes Abendessen gab. Wenigstens satt war ich.ulle (duckundwech)
Aber ich frage mich sowieso, wozu es diese Nudelpartys gibt. Die Portion wäre schon beim Warmfahren am Morgen verbrannt gewesen.

Jetzt kam das Gewitter runter, was uns einige Zeit im Festzelt verweilen liess. ojojojoj
Fast die ganze Nacht durch regnete es, wobei der Wetterbericht im Hotel für den Sonntag schönstes Wetter voraussagte, mit Gewittern erst am Abend.
Ich zweifelte wirklich am Verstand des Hoteliers. Du spinnst ja!

Vor dem Start:

Nun, der Chef des Hauses sollte Recht behalten, obwohl es noch um 4:30 Uhr beim Aufstehen leicht tröpfelte.
Pünktlich zum Start um 6:30 Uhr riss der Himmel auf und ein schöner Sommertag bahnte sich an.
Zunächst fing der Tag aber schon mal schlecht an. Kurz vor dem Losfahren fiel mir der HAC zu Boden und wollte anschliessend nur noch wirre Zeichen anzeigen. Zum Aufschrauben zwecks Reset hatte ich weder die Zeit noch das nötige Werkzeug dabei. mit dem Kopf an die Wand
Mist, ausgerechnet heute muss mir das passieren. Aber was soll’s, fahren kann man schliesslich auch ohne das Ding. Ich hätte aber unterwegs schon ganz gerne gewusst, wo ich dran bin. Das betrifft Puls, Hm, Fahrzeit und Streckenlänge.


Der Start:

Dann gings endlich los. Recht gemütlich fuhren die ersten los, was im noch stehenden Feld für Verwirrung sorgte. Man hatte damit gerechnet, dass sofort ein Rennen gestartet wird.
In noch gemütlichem Tempo ging’s hinauf zum Reschenpass, wie schon gesagt, ein kurzes Stück aufwärts, dann am Rechensee vorbei. Nach ca. 10 km wurde dann das Tempo angezogen und jetzt bildeten sich einige schnelle Gruppen. So ging’s in die Abfahrt Richtung Prad.

Der lange Anstieg:

Waren die ersten Körner jetzt bereits verbraten, gings in den Anstieg. Ich fühlte mich nicht richtig wohl. Es war noch kühl und meine Beine waren noch nicht richtig wach. Erst kurz vor der ersten Labestation in Trafoi hielt ich an und zog endlich meine Windweste aus. Ich war durch und durch geschwitzt. Endlich in Kurz/Kurz fuhr ich weiter und jetzt fühlte ich mich gleich viel besser. An der Labestation fasste ich einen gelben Öko-Riegel und fuhr gleich weiter.
Schön gleichmässig kurbelte ich nach oben. Es lief aber immer besser, je höher wir kamen. Durch die Nummerierung der Kurven, wusste man in Etwa, wo man war. Oder besser gesagt, man wusste, dass man noch lange nicht oben war. Noch nie bin ich auch nicht annähernd so lange bergauf gefahren, aber die Beine spielten mit. Beim Verlassen der Baumgrenze bekam ich ein seltsames Gefühl. Leider war in dieser Höhe eine dichte Wolkenwand, so konnte man nicht richtig ins Tal sehen. Aber der Ausblick war jetzt schon toll. Unaufhörlich ging’s weiter nach oben. Dabei war die berühmte Wand mit den letzten 20 Kehren noch nicht in Sicht. Ab diesem Zeitpunkt überholte ich öfter Radfahrer.
Mir unbegreiflich war, dass fast jeder die Kurven ganz aussen fuhr. Ich hatte jedenfalls schnell den Dreh raus und zog innen in die Kurven und Zack, Lenker rum und weiter. Die Kurven sind richtig eng und dadurch nicht so steil. Jedenfalls überholte ich in den Kurven so etliche Radler, was bei Manchem zu seltsamen Blicken führte.
Hatte ich den meisten Bammel vor der dünnen Luft bei über 2000 m Höhe, fühlte ich mich immer besser, je höher wir kamen.
Entweder bauten die meisten dort stark ab, oder ich wurde immer schneller. Jedenfalls zog ich jetzt kraftvoll nach oben und in der Steilwand überholte ich einen nach dem Anderen. Der Anblick dieser Wand mit dem Gebäude auf dem Pass ist schon ein Hammer. Und da rauf zu fahren ist schlicht ein Traum. Wie in Trance fährt man rechts rum, links rum und so weiter. Oben auf dem Pass warteten schon Zuschauer, meist Chicks, die einen anfeuerten. Ich sah verschwommen einen „Niggel“ und „Checker“ auf dem Asphalt, was aber sicher nur an der dünnen Luft gelegen hatte.
Kurz vor dem Pass war wieder eine Labestation, wo ich wieder eine Banane ergriff und einen Powerbar-Riegel. Ich hätte es wissen müssen. Diese Riegel bei 6 Grad Aussentemmperatur sind mit Hammer und Meissel nicht klein zu kriegen. Den ersten Bissen kaute ich noch klein, dann flog der Riegel an die Felswand, wobei ich schwören könnte, ein Stück Felsen wegfliegen gesehen zu haben.


Die Abfahrt:

Auf dem Pass hielt ich kurz an, zog mir die Windweste für die Abfahrt an, und genoss einen Moment die gigantische Aussicht. Dabei verspeise ich einen der eigenen Xenofit-Riegel. Die sind wenigstens auch Pässetauglich.
Dabei hörte ich einem Gespräch zweier Radfahrer zu. Einer meinte, auf dem Anstieg alle seine Riegel, es sollen fünf gewesen sein, bereits aufgebracht zu haben und bei den Labestationen kräftig zugelangt zu haben. Wozu soll es gut sein, so viel am Anstieg zu essen?
Jedenfalls gings jetzt erstmal bergab. Ich habe mir gedacht, beim Abfahren sei ein Kompromiss aus Savoldelli und Frau Flax vielleicht das Richtige.
Ich beschloss aber zunächst, den Savoldelli zu mimen, was auch einige Kurven gut ging. Schliesslich fahre ich, wie auch er, ein Rad des amerikanischen Herstellers, mit dem auch Falken zielsicher ins Tal schiessen.
Den Umbrailpass merkt man eigentlich gar nicht, es geht ganz kurz bergauf, was aber mit der Scheibe locker geht.
Dann geht’s weiter bergab. Inzwischen hatte ich einmal beim Anbremsen die komplette Fahrbahnbreite einer Kurve gebraucht, was den Adrenalinspiegel kräftig ansteigen liess.
Beim zweiten Mal in dieser Situation, beschloss ich dann, für den Rest der Abfahrt doch etwas früher zu bremsen.
Jetzt kam die Naturpiste, die sich für meine Begriffe in einem fürchterlichen Zustand befand. Jedenfalls würde ich normalerweise so einen Weg nicht mit dem Renner fahren.
Aber ich musste da durch. Auf diesem Stück machte ich schliesslich den Abfahrkünsten von Frau Flax alle Ehre. (Noch nie gesehen, aber inzwischen legendär)
Prompt wurde ich von ein paar unerschütterlichen überholt.
Mir egal, ich wollte ohne Panne und Sturz ankommen. Endlich wieder Asphalt unter den Rädern kamen dann noch ein paar Baustellen, wo es auch wieder durch Schotter ging.
Dann war es endlich geschafft. In St. Maria fuhr man links ab, wo es leicht bergauf in Richtung Ofenpass ging. Hier war die Fahrweise eigentlich erstmal ruhig. Alle waren noch geschafft vom Stelvio.

Der Ofenpass:

Als es schliesslich in die Steigung ging, taten sich einige doch ziemlich schwer. Ich war durch Bekannte gewarnt, der Ofenpass soll ziemlich hart zu fahren sein.
Laut Profil ist er flacher als der Stelvio, aber er ist unrytmisch, mal steiler, mal flacher, und tatsächlich kommt einem dieser Anstieg richtig schwer vor.
Eine Stelle bleibt einem dabei im Kopf. Man fährt eine sehr lang gezogene Linkskurve und schaut flüchtig über die linke Schulter nach oben, um sofort zu erschrecken. Da soll man hoch. Das sieht ja mächtig steil aus. Letztendlich ist das aber auch nur Eines von etlichen steileren Stücken an diesem Anstieg.
Aber schliesslich sind auch diese knapp 1000 Hm geschafft. Auch hier warteten einige Zuschauer, die einen begeistert anfeuerten.
Für die Abfahrt zog ich mir unnötigerweise wieder meine Windweste an. Nur recht kurz gings schnell bergab und die Temperatur war angenehm und im Tal im Bereich von 25 Grad. Zu zweit fuhren wir den steilen Teil runter, wo ich wieder einen eigenen Riegel verspeiste.
Dann kam noch ein kurzer Gegenanstieg, wo sich langsam eine Gruppe sammelte. Jetzt wurde es öfter flach, wobei aber ein leichter Abwärtstrend vorhanden war.
Als schliesslich zwei Vereinsfahrer auftauchten, zog die Geschwindigkeit beachtlich an.
Jetzt ging die Post ab. Und ich hatte mal wieder meine Windweste an, in der ich vor mich hin garte. Es half nix, ich hielt an und verstaute das Ding in der Trikotasche. Die Gruppe war natürlich ein paar hundert Meter voraus. Ich dachte mir, wenn ich es nicht schaffe, da wieder ran zu kommen, wird’s hart.
Ich gab Gas und kam langsam wieder näher. Als ich nach etlichen Kilometern wieder dran war, klopfte Einer auf meine Schulter und meinte: gut gefahren und bedankte sich noch fürs Mitziehen. Mir hing die Zunge überm Umwerfer.
Kurz fragte ich bei dieser Gelegenheit, wie schnell wir fahren, als wir wieder in der Gruppe waren und etwas Luft bekamen, und bekam als Antwort „45“ Na toll! Und wie schnell waren wir bei der Aufholjagd? Das konnte er mir nicht beantworten. Er musste schauen, dass er dranblieb.
Jedenfalls lag das Tempo ab jetzt, fast immer im Bereich von 45 und 50 auf dem Flachen und entsprechend höher in den Bergab-Passagen.

Nun kamen uns ein paar Baustellen in die Quere, wo wir wieder Schotterpassagen zu überwinden hatten. Die Ampeln machten uns dabei den Schnitt kaputt.
Wir schluckten vorne immer wieder kleinere Gruppen auf, die wir meist hinten wieder ausspuckten.
Aber ein paar Radler blieben immer wieder hängen. Zeitweise waren wir schätzungsweise eine Gruppe von 50 Mann. Jedenfalls bis zu dem Zeitpunkt, als die vorne wieder kräftig anzogen. Sofort flog die ganze Gruppe auseinander und nach einer halben Stunde waren gerade mal 15 Mann übrig. Ich war inzwischen am Verdursten, weil wir eine Labestation überfuhren. Ich hetzte lieber mit der Gruppe Richtung Ziel als wieder so eine Aufholjagd starten zu müssen.
Schliesslich fragte ich einen kundigen Mitfahrer, wie weit es noch bis zum Schlussanstieg sei. Mein Tacho zeigte ja nichts an. Ich wusste nicht, wo ich dran war, und das andauernde Fragen bei den Mitfahrern nach Fahrstrecke, Tempo u.s.w. nervte Einige sichtbar.
Jedenfalls bekam ich als Antwort, dass es nur noch ein paar Km bis zum Schlussanstieg zur Norbertshöhe sei. Zum Glück war unten noch eine Labestation. Ich wollte durchfahren, aber der Durst war stärker. Ich schüttete ein paar Becher eines rötlichen Getränks in den Hals, das entfernt nach Redbull schmeckte. Schien auch so was zu sein. Jedenfalls verlieh es mir am Anstieg Flügel. Ich hatte noch richtig Reserven und fuhr zügig den Berg hinauf. Dabei fuhr ich unter anderem an fast allen der ehemaligen Gruppe vorbei, die natürlich am Berg komplett zerlegt wurde.
Nur zwei Fahrer schaffte ich nicht mehr, aber ich kam dicht ran. Das waren die beiden Lokomotiven, die im Wesentlichen das mörderische Tempo auf der Ebene fuhren.
Das waren Vereinsfahrer, junge Burschen, die richtig Power hatten.
Im oberen Viertel des Anstiegs war ich aber auch platt, und die letzten Kurven fuhr ich nur noch so hoch.
Ich wusste ja, da kommt noch eine kurze Abfahrt und wir sind im Ziel.

Fazit:

Eine tolle Sache. Das hatte richtig Spass gemacht. Der Stelvio ist, um es mit einem Wort zu sagen, sensationell, Wahnsinn, Geil u.s.w.
Die Veranstaltung war, für meine Begriffe gut gemacht. Die Verpflegung an den Labestationen war in Ordnung. Ich weiss nicht, ob manch Einer dort ein Rumpsteak oder sogar ein Mehr-Gänge-Menü erwartete.
Es waren an allen Stationen, an denen ich anhielt, ich glaube es waren deren zwei, Riegel versch. Sorten und Bananen vorhanden. Versch. Getränke wurden angereicht. An einer Labestation hatte ich Kuchen gesehen. Was braucht man mehr? Das Personal war freundlich und sehr fleissig.
Die Polizei-Präsenz an den Kreuzungen war sehr gut. Praktisch immer wurden die Radler mit Vorrang behandelt.

Ich werde wieder kommen!!!!


Nebenbei:

Meine Übersetzung war 52/39 und 12/27
vom 27er Ritzel machte ich an den langen Anstiegen Gebrauch um eine möglichst hohe Trittfrequenz halten zu können. 39-25 wäre aber auch gegangen.

Kurz/Kurz war auf der gesamten Strecke angesagt. Die Windweste benötigte ich nur auf der langen Abfahrt und direkt beim Start auf den ersten 20 km. Oft hatte ich Sie unnötig an.
Selbst Armlinge hatte ich nicht benötigt.
Es war mittags ca. 27 Grad warm und richtig schwül.
Auf dem Stelvio waren es 6Grad. Schneereste waren noch zu Hauf zu sehen.

Pannensichere Reifen waren auf der Naturstrecke und im Bereich der Baustellen empfohlen. Ansonsten waren die Strassen in gutem Zustand.

Meine Zeit lag bei 6:52 Std. Der schnellste fuhr in 5:20 und das Gro lag bei gut 8 Std.

Für meine ersten Hochgebirgs-Pässe-Fahrt war ich schneller, als ich je gedacht hätte. Speziell am langen Anstieg wäre etwas mehr dringewesen, aber dass konnte ich da noch nicht abschätzen.




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Noch ist nicht geklärt, wie das Fahrradfahren derart zur Mode werden konnte, denn es ist vernünftig, und es ist weder geil noch sexy noch erotisch.

Joseph von Westfalen in: Das Leben ist hart

Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zum letzten Mal von Niggel: 29.06.2006 21:05.

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29.06.2006 12:24

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RE: Mein erster Alpentrip

Starke Leistung, starker Bericht!! Ich bin tief beeindruckt. Bislang bin ich in der Gegend "nur" gewandert und mit dem Auto gefahren. Von daher kann ich mir ungefähr vorstellen, was Ihr da geleistet haben müsst. Wahnsinn.




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Die Fliege, die nicht geklatscht werden will, setzt sich auf die Klatsche.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Trecker: 29.06.2006 12:25.

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29.06.2006 13:42

hawkeye_76
Giro-Sieger

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Dabei seit: 20.07.2004

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RE: Mein erster Alpentrip

Das wäre doch auch was für die Gazzetta, oder?


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29.06.2006 16:33

Kalmit
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just4chicks RE: Mein erster Alpentrip

Schließ mich an, tolle Leistungen und ein wirklich toller Bericht von Niggel!!! Kam Po Wong

Das Stilfserjoch muss ich dieses Jahr auch unbedingt nochmal fahren...

Zitat:
Eine tolle Sache. Das hatte richtig Spass gemacht. Der Stelvio ist, um es mit einem Wort zusagen, sensationell, Wahnsinn, Geil u.s.w.


Nur ein Wort... großes Grinsen


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Cycling4Fans - Forum » Radsport » Nur für Selberfahrer » Dreiländergiro 25.06.2006

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