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Zum Ende der Seite springen Confederations Cup 2005 - Die Kolumne
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 Confederations Cup 2005 - Die Kolumne Niki2000 16.06.2005 17:47
 RE: Confederations Cup 2005 - Die Kolumne Niki2000 16.06.2005 17:48
 RE: Confederations Cup 2005 - Die Kolumne PeterPils 16.06.2005 17:55
 RE: Confederations Cup 2005 - Die Kolumne Niki2000 17.06.2005 16:02
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 Der weitere Weg der deutschen Mannschaft keizersosze 26.06.2005 10:51
 Brasilien beim Conferderations Cup: oleradsport 26.06.2005 14:45
 RE: Confederations Cup 2005 - Die Kolumne podest-putzer 26.06.2005 17:00
 RE: Confederations Cup 2005 - Die Kolumne podest-putzer 26.06.2005 17:42
 RE: Confederations Cup 2005 - Die Kolumne podest-putzer 28.06.2005 20:01

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16.06.2005 17:47

Niki2000
Fortunafan

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Confederations Cup 2005 - Die Kolumne

Wir beginnen mit Patreses Vorbericht zu seinen Mexikanern

Mexico, Mexico – Ra, Ra, Ra!


Stolz sind sie, die Mexikaner! Auf ihr Land und auf alles, was es groß und berühmt scheinen lässt. Und so eben auch auf “Los Tricolores”, die mexikanische Fussballnationalmannschaft. Zwölf Mal schon waren sie bei einer WM, zweimal schafften sie es bis ins Viertelfinale (´70 & ´86 jeweils im eigenen Land) und 2006 in Deutschland soll Teilnahme Nummer 13 folgen. Wenn man sich die Tabelle der CONCACAF-Gruppe für die WM-Quali so ansieht, dürfte das auch kein Problem darstellen.

Und sehr merkwürdig sind sie auch, die Mexikaner. Es gibt wohl nichts Schlimmeres als den sprichwörtlichen Machismo dieser halbhohen Möchtegernamerikaner! Nur um irgendwie männlich rüberzukommen, werden bei brütender Hitze Jeansjacken übergeworfen, blonde Europäerinnen angebaggert, welche mindestens einen Kopf größer sind oder wild gestikulierend und/oder permanent hupend Autos jeden Fabrikats zu Schrott gefahren. Und weil sie so sind, hat´s der Nationaltrainer auch nicht leicht. An die ständige Nörgelei von Millionen kleinen Nationaltrainern, welche bei jedem Spiel ihres Teams vor den Fernsehern in den Cantinas (Kneipen, in denen Frauen unerwünscht sind) abhängen hat sich Ricardo La Volpe wohl inzwischen gewöhnt. Seit sich jedoch mit Superstar & -macho Hugo Sanchez, dem einstigen Wunderstürmer von Real Madrid, ein mexikanischer Volksheld als Edelkritiker des Trainers hervortut, ist es wohl vorbei mit der Gemütlichkeit. Aber da Senor La Volpe vermutlich ein ebenso großer Gockel ist, wird er wohl damit klarkommen. Ich gehe fest davon aus, dass er am Donnerstag eine Sonnenbrille trägt! Das tun Mexikaner immer, wenn ein schwieriger Gang ansteht – da sind sie noch viel prinzipientreuer als die Italiener…

Was sie aber auch sind, die Mexikaner, ist loyal! Und das macht (neben ihrer hervorragenden Technik) auch den Erfolg der Mannschaft aus. Der Teamgeist der Mexikaner ist sprichwörtlich und sollte beispielgebend für den deutschen Haufen Individualisten sein. Gegen Japan werden sie davon auch ne Menge brauchen, da mit Rafael Marquez der aktuelle und einzige Star der Mannschaft verletzt ausfällt. Der Abwehrspieler vom FC Barcelona (im Übrigen der einzige Legionär) wird der Mannschaft an allen Ecken und Enden fehlen; gilt zu hoffen, dass er wenigstens bis Sonntag fit ist wenn es gegen Brasilien geht.

Ich tippe aber mal vorab, dass die Mexikaner ins Halbfinale kommen, wenn sie
a) ab Sonntag Marquez auf dem Platz haben
b) wenigstens jede dritte hundertprozentige Chance nutzen
c) so mutig und druckvoll auftreten, wie wir das gewöhnt sind ;o)

Und mit ganz viel Glück schiessen sie das Ding zum zweiten Mal nach 1999 ab. Dann hätte ich wenigstens noch schön viel zu schreiben.

Buenas Tardes




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Wenn ihr Macro hört, euch aber noch so Micro fühlt, dann seid ihr hier genau richtig! (Philipp Braun)
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16.06.2005 17:48

Niki2000
Fortunafan

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Zabelfan hat seine Australier vor dem Turnier auch näher beleuchtet


Down Under will nach oben


Tja da ich mal wieder so verrückt war so etwas mitzumachen werde ich mal vor Turnierbegin mal ein par Gedanken über meine Tätigkeit und meine Mannschaft, der aus Down Under niederschreiben.
Zuerst hab ich gedacht, als Fußballniete suchst du dir mal eine Mannschaft aus, die keine Chancen hat und höchstens die Vorrunde übersteht. Und was machen die Aussies? Sprechen vom Titel! Ok, nicht offiziell aber der ehemalige Bundesligaspieler David Zdrilic (Ulm, Unterhachingen, Trier) meint, dass sie auf jeden Fall die deutsche Elf schlagen und danach den Confed-Cup gewinnen können. Relativ nah dran waren sie ja schon mal, als sie 1997 im Finale standen, damals wurden sie aber mit 6:0 deutlich von Brasilien geschlagen. Trainer Frank Farina ist aber trotzdem der Meinung, dass sie nicht über die Vorrunde hinauskommen, da er nur von den Spielen gegen Argentinien, Deutschland und Tunesien spricht- sehr nett von ihm. Ich würde es den Australiern zwar sehr gönnen, aber ob ich solange meine kreative Ader aufrechterhalten kann? Bitte den letzten Satz nicht falsch verstehen, ich freue mich darauf mir mal ein par Gedanken über das ganze hier zu machen…
So was gibt’s zum Kader noch zu sagen? Vielleicht das ich keinen kenne, außer Craig Moore, der mal beim besten Verein der Welt (M`Gladbach) gespielt hat. Neben ihm und Zdrilic stehen mit Agostino (1860 München) und Schwarzer (Kaiserslautern) insgesamt vier Bundesligabekannte im Kader. Leider nicht am Start ist der Champions-Leauge Sieger Harry Kewell, der sich eben im Finale um diesen Titel verletzt hat.
Abschließend möchte ich noch der FIFA und sport1 (beim Fußball immer gut ) für ihre Informationsseiten über die Aussies bedanken, was hätte ich nur ohne sie machen sollen. Außerdem wünsche ich mir Sarah Connor als Sängerin der Hymne, die haben nämlich insgesamt 3, viel Spaß beim üben




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16.06.2005 17:55

PeterPils
Indiesnob

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Daumen hoch!

klasse, danke




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Gebt mir einen Balkon und das Land ist mein
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17.06.2005 16:02

Niki2000
Fortunafan

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Deutschland-Australien 4:3

Aus deutscher Sicht...

Die WM 2006 im Visier wäre der erste grosse Test beinahe in die Hose gegangen.

Aber obwohl z.B. Frings und Huth spielten wie Stehgeiger (F.) oder Holzhacker (H.) und die Mehrzahl der Nebenleute leider auch nicht ihren besten Tag erwischte, rettete Klinsmann die Nationalmannschaft indem er in der zweiten Halbzeit "das Phantom" Ballack ins defensive Mittelfeld zurückzog.

Und damit das Spiel hinten vermeintlich stabilisierte. Glaubt er. Könnte sogar stimmen, denn was nach "Schwein gehabt" aussah, war ein mit Mühe gewonnener Stabilitätsgewinn in der Defensive: Die Aussies waren lange nicht mehr so gefählich wie im ersten Durchgang, denn da gabs sieben Bälle auf Ollis Tor, in Halbzeit zwo nur noch vier.

Ebenso wie im ersten Durchgang spielte Deutschland 20,25 Minuten gut und war dann, eine Führung im Rücken, platt.

Ballack schien die Aufgabe zu haben sich unsichtbar zu machen um mal zu testen wie denn das Spiel ohne ihn liefe. Als er ahnte dass das schief gehen könnte raffte er sich kurz vor Schluss auf und bereitete das 4:2 vor.

Denn die anderen entwickelten selten Durchschlagskraft. Auf rechts ab und zu schon, dort bereite Friedrich das 1:0, Schneider das 2:1 und erneut Friedrich das 3:2 per Elfmeter vor. Aber auf Links war Schweinsteiger heute nicht besonders, von Hitzlsperger weitestgehend alleine gelassen. Nur wenn Ballack oder Podolski ihm zu Hilfe kamen ging etwas.

Schon desillusionierend wenn man von Australien so dermaßen seine Grenzen aufgezeigt bekommt.

Das Gute daran ist, dass jetzt niemand mehr ein Feuerwerk gegen Tunesien erwartet. Und einen Sieg über Argentinien schon gar nicht. Würde ja reichen wenn sich die Mannschaft ins Halbfinale rettet und dort in Ehren gegen Brasilien untergeht.

Ausserdem lohnt es sich in der Defensive und im Mittelfeld nochmal ein paar andere Leute hineinrotieren zu lassen. Einen Huth brauchts vermutlich nur gegen sehr kopfballstarke Mannschaften, und auch der Keeper... drei Buden gegen Australien! Das hatte sich Olli auch anders vorgestellt. Er flog ja formvollendet an der einen oder anderen Flanke vorbei.

Lichtblicke: Poldi macht Spass, Deisler Hoffnung, und wenn Ballack wieder komplett mitspielen darf wird alles gut werden... vor allem wenn die Defensive wieder dichter "am Mann" steht.

Gruss

keizersosze


Aus australischer Sicht...


Tierkämpfe in Frankfurt

Gestern ging es für die Australier gegen die, die den Adler tragen, kurz Deutschland. Aber was setzt man Adlern entgegen, schnelle Emus (bis zu 50 km/h) die die lahme deutsche Abwehr (David Zdrilic) überlaufen oder doch die robusten, und auch schnellen, boxenden Kängurus. Da viele australische Spieler vom Rugby kommen eine nahe liegende Variante. Nach einigen Nachforschungen musste ich feststellen, dass die Kängurus mit 70 km/h sogar noch schneller sind als die Emus. Der perfekte Gegner also .
Mit eben so einem Känguru sah man dann auch „Crazy Krüger“, ein deutscher Fan der Socceroos, auf der Tribüne sitzen. 1974, beim ersten und bis jetzt einzigen Spiel dieser beiden Mannschaften entflammte seine Liebe zu der Mannschaft aus Down Under, und wieder musste er eine Niederlage mit ansehen. Aber der Reihe nach:
Gleich in der ersten Minute musste Schlussmann Schwarzer das erste Mal klären, die Deutschen wollten schon früh klar stellen wer der Favorit war. Doch nur 20-30sec später zeigte auch die Känguru-Elf was in ihnen steckt, ganz schnell ging es mit großen Sprüngen nach vorne und sie zwangen Kahn dazu, zur Ecke zu klären. Bei den Ecken fiel die große taktische Finesse der Kängurus auf, statt den typischen Standartsituationen, wie sie im alten Europa gespielt werden, entwickeln sie eigene Taktiken. So gab es keine Ecke, die hoch in den 16er geflankt wurde! Alle Ecken wurden zu einem Mitspieler der nah bei der Eckfahne stand gepasst und von dort aus weiter gespielt. Später sollten sie von ihrer eigenen Art der Standards noch einmal profitieren. In der Folgezeit schaffte es keine Mannschaft sich einen großen Vorteil zu erspielen, Chancen gab es auf beiden Seiten. In der 17. Minute war es dann geschehen, 1:0 für die Adler, fast aus dem nichts- Torschütze Kevin Kuranyi. Aber noch ließ die Mannschaft aus Down Under nicht locker und schon in der 19.Minute bot sich die Möglichkeit zum Ausgleich, allerdings klärte Kahn, doch Huth beging noch ein Foul und so gab es Freistoß für die Kängurus aus ca. 17m Entfernung direkt vorm Tor. Und hier gab es wieder eine interessante Art den Freistoß auszuführen. Skodo schoss flach auf die Mauer und die sprang, wie ein australisches Känguru, brav hoch- 1:1. Die Freude über den Ausgleich hielt aber nur 3 Minuten an, dann schoss Per Mertesacker nämlich das 2:1 nach einer Ecke. Dennoch übernahmen die Kängurus so langsam das Spiel und erspielten sich immer mehr Chancen und hatten deutlich mehr Spielanteile, folglich fiel in der 38. Minute der erneute Ausgleich. Kurz zuvor gab es die einzige gelbe Karte für die Mannschaft, also von wegen boxende Kängurus, eher Fairplay, von einigen etwas rüderen, nicht geahndeten, Fouls mal abgesehen. Nach der Halbzeit übernahmen die Adler dann das Zepter. In der 58. Minute half dann nur noch ein Foul im 16er und es gab Elfmeter. Ballack verwandelt und die Kängurus liegen wieder zurück. Die Adler hatten das Spiel weiter im Griff und erspielten sich immer mehr Chancen, die aber nicht zum Erfolg führen.
Ab der 80.Minute merkten die Kängurus dann, dass sie sich von den Adlern nicht unterbuttern lassen müssen und so begannen sie wieder verstärkt mit Fußballspielen und rissen das Spiel an sich. Trotzdem legte der Adler Poldi überraschend das Ei noch einmal ins Tor- 4:2 das Spiel scheint entschieden. Doch noch geben sich die Kängurus nicht auf und werfen alles nach vorne. In der 91. Minute gelingt dann noch der Anschlusstreffer durch Aloisi, aber das Anlaufen bzw. bei Kängurus springen am Schluss brachte nicht den erhofften Ausgleich.
Was nehmen wir als aus dem Spiel mit? Australien hat mit der Wahl der Kängurus schon mal bewiesen, dass sie die Gegner fordern können, vielleicht klappts beim nächsten Mal. Positiv sollte man auch noch erwähnen, dass sie in den Punkten gelbe Karten (1:4) und Ecken (6:5) den Deutschen überlegen waren, weiter so
In diesem Sinne:

In joyful strains then let us sing:
Advance Australia fair.
(was das für das Spiel bedeutet lernen wir beim nächsten Mal)




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17.06.2005 16:03

Niki2000
Fortunafan

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Hannover / 16.Juni 2005
Japan – Mexiko 1:2

Aus mexikanischer Sicht...

La suerte tenía, Mexico!

Zunächstmal gilt festzuhalten: Ricardo La Volpe trug keine Sonnenbrille! Das überraschte sehr bis mich Wolf-Dieter Poschmann auf einen schlimmen Fauxpas aufmerksam machte; Senor La Volpe ist ARGENTINIER! Damit entfällt für ihn das Klischee des Macho-Mexikaners. Aber sind wir doch mal ehrlich; zu diesem lockig-flockig angedeuteten Vokuhila und dem schokoriegelbreiten Oberlippenbart hätte doch nichts besser gepasst als eine John-Holmes-Gedächtnis-Ray-Ban. Goldberändert bittesehr! Den Durchblick hatte er trotzdem, indem er vor allem in der zweiten Hälfte verstärkt auf hohe Flanken in den Strafraum setzte.
Aber der Reihe nach.
Von Anfang an war zu sehen, dass sich zwei technisch versierte Mannschaften gegenüberstanden. Aber das technische Können am Ball reicht eben nicht immer. Insgesamt ließ auf beiden Seiten das berühmte „Spiel ohne Ball“ zu wünschen übrig. Daraus resultierten jede Menge Fehlpässe und andere Mißverständisse. Folgerichtig entsprang einem solchen Fehler ein Konter der Japaner und das 1:0 durch Yangisawa (12. Minute). Torwart Sanchez war hier leider chancenlos, den Rest des Spieles jedoch sehr souverän, was ihn von früheren mexikanischen Keepern unterscheidet. Jorge Campos zum Beispiel lief stets wie ein aufgescheuchter Kanarienvogel über den Platz (zumindest war er so gekleidet) und machte bei einigen seiner zahlreichen Ausflüge Richtung Mittellinie den Eindruck, als hätte er gerade mehrere PeterPils … So´n Quatsch; was schreib ich denn hier!? Ich meine natürlich … als hätte er gerade mehrere Meter Kölsch getrunken!
Die Mexikaner versuchten in der Folge einiges, mussten jedoch bis zum Sonntagsschuß von Zinha (39.) auf den verdienten Ausgleich warten.
Schon zehn Minuten vorher hatte Borgetti angedeutet, was das wohl probateste Mittel gegen die japanische Mannschaft wäre: hohe Flanken und Kopfbälle. Da muss man aber als Mexikaner auch erstmal drauf kommen. Wenn der längste Spieler im Team (ebenjener Borgetti) gerade mal 1,82 m misst, liegt eine Kopfballhoheit nun mal nicht wirklich nahe. Es sei denn, es geht gegen eine asiatische Mannschaft! Aber um dem üblichen linken Alltagsrassismus hier nicht zuviel Raum zu geben, zurück zum Spiel.
Die zweite Halbzeit zeigte dann eine überlegene mexikanische Mannschaft, die allerdings aufgrund ihrer katastrophalen Chancenauswertung (obwohl das in diesem Falle wohl eher „-auslassung“ heißen sollte) bis zum Abpfiff zittern mussten. Nach dem Führungstreffer durch Fonseca durch einen Kopfball (!!!) in der 64. Minute verstärkten die Japaner ihre Bemühungen, was Mexiko zu Kontern verhalf. Aber alle Versuche verpufften im Strafraum. Da half auch die Einwechslung des ansonsten Schwung bringenden Luis Perez nichts. Und NEIN, das ist weder der von Cofidis noch von Relax-Bodysol.
Am Ende stehen drei wichtige Punkte für Mexiko und die Erkenntnis, dass so eine Leistung gegen Brasilien auf keinen Fall und gegen Griechenland auch nur bedingt reichen wird. Obwohl Rafael Marquez wohl nicht zum Einsatz kommen kann, bleibt der Halbfinaleinzug trotzdem realistisch. Auch und vor allem weil vier Spieler von Chivas Guadalajara nach ihrem Einsatz bei der Copa Libertadores gegen Boca Juniors Buenos Aires am Donnerstag verspätet in der niedersächsischen Landeshauptstadt eintrafen! Und mit diesen Jungs, welche nach einem 0:0 (nach 4:0 im Hinspiel) im Halbfinale der südamerikanische Champions League Variante stehen, kommt noch mal ne Menge positiver Schwung ins Team.
Vamos a la Victoria!


Aus japanischer Sicht...

Die Könige unter den Kleinen

Im Spiel der Gnome gegen die Zwerge haben die Gnome mit 1:0 gewonnen. Die Gnome entpuppten sich schon bei der Nationalhymne als Favorit, als der Kameramann beim Durchwandern der Spielerreihe immer weiter knie gehen musste und sich am Ende hinhockte, um das Gesicht des letzten Gnomes vor die Linse zu bekommen. Die Zwerge hingegen hielten ihren rechten Arm waagerecht vor ihren Brustkorb und stellten damit die Größe ihrer Gegenspieler dar.
Die Zwerge, auch „die Heuschrecken von Guadalajara“ genannt, mussten auf ihren großen Anführer Marquez verzichten, die Gnome, geläufiger Name auch „die Blaukröten von Hokkaido“, mussten in der hinteren Verteidigungslinie ebenfalls ihren König ersetzen und somit waren alle Spieler jenseits der 1,80 aus dem Spiel verbannt.
Bei den Gnomen spielte der eingebürgerte Quotenbrasilianer Alex mit, der aber ob seiner geringen Große aber nicht als Fremdkörper auffiel. Die Durchschnittsgröße seiner elf verhielt sich annähernd kongruent zur kleinen Zuschauerzahl auf den Rängen.

Während des Spieles legten die Mittelamerikaner einen gemeinen Spielstil an den Tag. Zunächst schossen sie die Ecken so hoch, dass der japanische Torwart mehrere Male unter dem Ball hersegelte und die Gnome in Angst und Schrecken versetzte. Diese Gemeinheit wurde den Zwergen schnell heimgezahlt, als sie durch Grasnaben adäquates Flachpassspiel die Abwehr der Zwerge ausflachte und durch ein Tor von Riesenzwerg Yanagisawa in Führung gingen.

Im weiteren Spielverlauf greifen die Zwerge immer weiter zu unlauteren Mitteln. Der kleinste der Zwerge Zina flankt auf den Kopf von Borgetti (der mit 1,82m fast aus dem Stadion gucken kann), der zielt auf die Beine des Gnomentorwarts, doch wo ein normaler Mensch seine Beine hat, hat dieser seine Hände und kann den Ball abwehren.

Der kleinste Zwerg will nicht aufgeben und schießt in der 39. Minute auf das Tor der Gnome. Der Ball senkt sich in die Maschen, doch das Tor wird nicht gegeben, denn der Torwart ist nur 1,79m groß und der Ball flog in einer Höhe von 1,92m über ihn weg. Folglich weiter 1:0.

Die Zwerge halten sich weiterhin nicht an die Regeln und während der Goliath Borgetti in Halbzeit zwei per Kopf wieder nur den Pfosten trifft, macht es sein Sturmkollege Fonseca vermeintlich besser, doch erstens zählen Kopfballtore beim Microfußball nicht und zweitens überquerte auch dieser Ball die Linie in zu hohen Sphären.

Als Borgetti dann endlich mal flach das Tor trifft und der Ball sogar im Netz zappelt, zählt das Tor ebenfalls nicht, denn auch im Microfußball ist Abseits ein Regelverstoß. Deswegen gewinnen die Gnome verdient und der Sieg wird auch am grünen Tisch abgesegnet, da die Gnome in 90 Minuten durchschnittlich öfter auf dem Boden standen, als die Zwerge. Die Zwerge werden es mit dieser Spielweise sehr schwer haben und müssen sich nun auf die Regeln des Macrofußballs umstellen. Das wird meinen Gnomen natürlich kaum schwer fallen.

Sayonara!




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17.06.2005 16:53

Niki2000
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Spielbericht Tunesien – Argentinien 1:2 (0:1)

Aus tunesischer Sicht von Podest-Putzer

25.000 Zuschauer wohnten dem Eröffnungsspiel des siebten Konföderationen-Pokals zwischen Tunesien und Argentinien bei. Eine einigermaßen ordentliche Kulisse, die man vor allem den zahlreichen tunesischen Fans zu verdanken hatte.

Gut für die Stimmung auf den Rängen war eine starke Anfangsphase der Afrikaner. Diese wurde durch den Elfmeterpfiff nach einem Foul an den im Punkt Schwalbe berühmt berüchtigten Haykel Guemamdia gekrönt. Doch scheinbar wollte Imet Mhadhebi nicht treffen. Er nahm drei Meter Anlauf, doch dieser Anlauf glich dem wenig schnellen Gang einer Wandergruppe beim Ausüben ihres Hobbys. Dementsprechend schlecht auch der folgende Schuss, den Mhadhebi links am Tor vorbei schoss, als wollte er einen der Fotografen treffen, welche er aber in der Höhe verfehlte.

Besser machte es Riquelme auf der Gegenseite 20 Minuten später. Nach einem unnötigen Foul von Kapitän Hatem Trabelsi versuchte Torhüter Khaled Fadhel wie einst Jerzy Dudek, den Schützen zu verunsichern. Doch das war das falsche Mittel gegen Argentiniens Mittelfeld – Ass.

Doch auch Tunesien zeigte noch, dass man aus elf Metern Entfernung vor dem Tor treffen kann. Allerdings erst, als Javier Saviola nach einer geschickten Kombination in der 56. Spielminute zum 2:0 getroffen hatte. 16 Minuten später dann erneut ein Foul von Argentiniens Schlussmann German Lux an Guemamdia. Dieses Schauspiel durfte man, wie erwähnt, schon in der ersten Halbzeit bewundern, als es ebenfalls zum Elfmeter kam.

Guemamdia zeigte, dass in dem Gerücht, der Gefoulte würde nicht treffen, wenig wahres steckt. Eiskalt verwandelte die flinke Nummer neun mit rechts nach rechts und stellte den Anschluss her. Als Belohnung wurde er direkt im Anschluss ausgewechselt. Das gleiche Schicksal ereilte Mhadhebi, den Mann mit dem Schuss ins Publikum. Neu im Spiel die Stürmer Jaziri und der gebürtige Brasilianer Santos. Beide konnten keine Akzente mehr setzen.

Insgesamt lässt sich sagen, dass das tunesische Team zwar die Chance hatte, durch einen Elfmeter in Führung zu gehen, doch dann hätte Argentinien das Spiel wohl noch stärker gestalten können. Denn die Südamerikaner taten nur das nötigste, um den Afrika-Meister zu besiegen. Ein starker Beginn reichte für die junge, neu formierte Mannschaft nur, um am Ende in der Ecken-Statistik mit 6:5 zu gewinnen.


Aus argentinischer Sicht von niki2000...

Von Klobürsten und kleinen weißen Punkten

„Das da vorne, was aussieht wie eine Klobürste, ist Valderama.“ Dieser glorreiche Spruch von ZDF-Reporter Béla Rethy kam mir heute spontan in den Kopf als ich die wandelnde Löwenmähne von Fabricio Collocini von Deportivo la Coruna gesehen habe. Da ist man doch sehr froh, dass es immer noch Südamerikaner gibt, die der guten alten Haare-im-Gesicht-Fokuhila fröhnen und trotzdem brillant Fußball spielen. Besonders brillant war, wie Collocini den Traumpass seines Torwarts Lux weiterleitete und der Tunesier Benachour den Elfmeter ohne Torwart aus 16 Metern am Tor vorbei schob. Apropos Elfmeter: Erst durften die Tunesier berechtigterweise ran und der afrikanische Ballkünstler hatte dabei großes Pech, als ein Hurrikane durchs Stadion fegte und seinen Ball am linken Pfosten vorbei drehte, obwohl der Lux schon in die andere Ecke unterwegs war. Selbiger Hurrikane erfasste auch Riquelmes Elfmeter. Argentiniens neuer Maradona zielte auf die linke Ecke doch der Ball flog in die Mitte und somit vorbei an Tunesien Gehäusewächter. Der weiße Punkt als zentrales Kameraobjekt dieses Vor-Eröffnungsspiel (die Bezeichnung erinnert an die Eröffnung der Allianzarena, die Sitzplatzbesetzung und die Stimmung in der Rhein-Energie-Arena erinnern eher an ein Spiel der VFL Wolfsburg Amateure). Während der vollen 90 Minuten sind die Spieler nur zu erahnen und kicken einen kleinen weißen Punkt durch die Gegend, da der Kameramann sein Arbeitsgerät wohl auf dem Kölner Fernsehturm montiert hat. Die Übersicht scheint groß, doch die Detaildarstellung gleicht eher der Pucksuche beim Eishockey. Rangezoomt wird nur beim dritten Elfmeter des Spieles.
Ein tunesischer Fallsuchtskranker luchst Lux einen zweiten Elfmeter aus der Tasche und versenkt bei abflauendem Wind souverän zum ersten Tor von Großmacht Tunesien. Da zwischendurch aber Hasenzahn Saviola die vierundzwanzigste seiner einhundertzweiundsiebzig Hundertprozentigen reinmacht, gewinnen meine Gauchos in italienischer Lethargie das Vor-Eröffnungsspiel und die Klobürste hält die Kiste annähernd sauber. Der Harakiriaktivist Lux heißt übrigens German mit Vornamen, ein gutes oder ein schlechtes Omen für seinen Auftritt in Deutschland




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26.06.2005 10:51

keizersosze
Tour-Sieger

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Dabei seit: 20.02.2002
Herkunft: Berlin
Fan von: Arminia, Hertha, Mesut Özil

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Text Der weitere Weg der deutschen Mannschaft

Deutschland - Tunesien 3:0

Hurraaaa!

Alle sind wieder ein Herz und eine Seele, die ganze Nation steht hinter der Mannschaft (bis Dienstag wenigstens). Und der Mantel der Gechichte weht, die Frage steht im Raum: Wird Deutschland wieder eine Monarchie?

Aber der Reihe nach.

Vor dem Spiel hiess es noch die Tunesier seien sicher stärker als Australien, allein vom Weltranglistenplatz (37 statt 57). Spätestens seit Nigerias Auftritt 1994, als die Mannschaft beinahe den späteren Vize Italien rausgekegelt hätte, wird bei jedem WM-Turnier die erste Truppe vom schwarzen Kontinent im Endspiel erwartet. Aber irgendwas fehlt dann doch immer. Auch den Tunesiern hat vorne der Knipser gefehlt, so gefällig sie lange Zeit (mit-)gespielt haben.

Lange Zeit sah es in dem Spiel der deutschen Mannschaft gestern nach einem déja vu aus. Gute Phasen zu Beginn jeder Halbzeit versandeten meist nach einer Weile, der Gegner kam besser ins Spiel, so auch die Tunesier um die 60. Minute wieder.

Aber dann machten die Deutschen ab der 70. Minute nochmal richtig Druck, griffen extrem früh an, und hatten damit Erfolg. Zuvor war nach vorne zwar auch nicht allzuviel gegangen, aber wenigtsens hatte man hinten gut gestanden. Klinsmann hatte gegen alle Erwartungen an Huth festgehalten und konnte hinterher sagen damit richtig gehandelt zu haben. Der Schlaks war diesmal nicht das Sicherheitsrisiko des Australienspiels. Auch Frings war klar verbessert.

In der ersten Halbzeit passierte noch nicht allzuviel: Asamoah machte bei vielversprechenden Angiffen keine gute Figur, und Jens Lehmann sprang ins eigene Netz.

Im zweiten Durchgang war Podolskis Schuß in der 50. ein echter Hingucker und Beweis der wie üblich druckvollen Anfangsphase der Deutschen. Die starke Phase der Tunesier um die 60. Minute wurde überstanden (auch mit einer guten Parade Lehmanns) ehe Schweinsteiger in der 66. Minute nach einem typischen Kuranyi Ball-dem-Abwehspieler-Wegschnippler Prinz Poldi die Chance raubte. Letzterer hätte mit links das Ding garantiert versenkt, aber Schweini musste erst den Ball auf den rechten Schlappen legen, und dann wars nix mehr.

Gottseidank musste man sich darüber nicht allzulange ärgern, dann nahm der Chef die Sache wieder selbst in die Hand und stürmte nach tunesischem Rückpaß zum Tor auf den Torwächter zu, der den Ball einfach ins Mittelfeld wegschoß. Mertesacker per Kopf auf Kuranyi, der ebenfalls per Kopf auf den Prinzen weiterleitet, welcher die Kugel so pflückt dass zwei Tunesier ins Leere laufen und der Chef, der immer noch vor dem Keeper steht, frei ist. Da kommt der Ball auch gleich hin, Ballack macht dann noch eine Extra-Kurve und bekommt den Elfmeter. 1:0 in der 74.

Bei den beiden anderen Toren war dann gut zu sehen, wer noch für ein besseres Angiffsspiel sorgte: Deisler. Von ihm kam der gut Paß auf Poldi, der genial Schweinsteiger schickte (2:0 in der 80.), und eine typische Super-Deisler-Flanke in der 88. Minute, von Hanke im Nachfassen verwertet, machte den Sack zu.

Aber der Gewinner des Spiels war für mich der Prinz, der mit Sonderapplaus in der 85. ausgewechselt wurde. An beiden Toren die fielen, solange er auf dem Platz war, war er entscheidend beteiligt. In dieser Form ist er aus der Mannschaft nicht wegzudenken. Und der zweite Stürmer ist der raffinierte Verteidigerschreck Kuranyi.

Deutschland steht damit sicher im Halbfinale. Im Spiel am Dienstag gegen Argentinien (auf das man sich schonmal freuen darf!) geht es um Platz 1 oder 2. Wer kann Brasilien aus dem Weg gehen?



Deutschland - Argentinien 2:2

Ernstfall mit der B-Elf bestanden, bravo!

Einem sehr munteren Spielchen durfte das Publikum gestern in Nürnberg beiwohnen, in dem die Deutschen mit hoher Lauf- und Kampfbereitschaft den Argentiniern über weite Strecken den Schneid abkauften, ihnen zum Ende der Partie hin aber die Kräfte ausgingen und die individuelle Klasse der Südamerikaner ein verdientes Unentschieden hervorbrachte. Deutschland ist damit Gruppenerster und trifft am Samstag, 18.00 Uhr, in Hannover auf den zweiten der Gruppe B, vorraussichtlich Brasilien.

Insgesamt hat die Mannschaft in der Vorrunde des Confed-Cups schon einen weitaus besseren Eindruck hinterlassen als bei den Katastrophenturnieren 2000 und 2004, als in der Vorrunde jeweils nur ein oder zwei Tore gelangen. Diesmal waren es neun, schon fast soviele wie 2002 (11).

Gegen Argentinien waren einige Ausfälle und Umstellungen zu verkraften:

Ohne Kapitän Ballack (Päuschen), Prinz Poldi (verletzt), Arne Friedrich (2 gelbe Karten) und mit Torwart No. 3 Hildebrand spielte so eine Art zweiter Anzug, der seine Sache aber ganz gut machte.

Unter Käptn Schneider machten die Deutschen in den ersten zwanzig Minuten erneut ordentlich Druck und gewährten Argentinien kaum Freiräume. Vor allem über die rechte Angriffseite (Deisler) erspielten sie sich ein klares Übergewicht, allerdings fiel Kuranyi in dieser Phase unangenehm als Chancentod auf.

Anschließend verlor das Spiel an Fahrt, aber überraschenderweise fielen dann kurz hintereinander die ersten Tore, beide im Zusammenhang mit Freistößen: Zuerst landete in der 29. Minute ein Abpraller auf halbrechts bei Ernst, dessen Schuss-Hereingabe von Kuranyi zum 1:0 ins Tor "gelogen" wurde - so ähnlich hatte der Neu-Schalker schon gegen Australien abgestaubt. Postwendend aber konnte Deutschlands Defensive einen Zanetti-Sololauf nur per Foul an der Strafraumecke bremsen - den fälligen Freistoß versenkte Spezialist Riquelme souverän zum Ausgleich (34.), wobei Schweinsteigers Spurt von der Mauer ins eigene Tor für gewisse Verwirrung sorgte.

Danach übernahmen die Südamerikaner das Kommando, doch die Deutschen konnten das Unentschieden in die Halbzeitpause retten.

Zur zweiten Halbzeit ersetzte Frings Schneider. Argentinien begann stark mit einem Riquelme-Schuss in der 49., doch urplötzlich setzte im Mittelfeld Deisler Kuranyi in Szene, der wiederum direkt in den Lauf Asamoahs weiterleitete. Der behielt zur allgemeinen Überraschung auf halbrechts die Nerven und verwandelte wunderbar mit einem Schuss ins lange Eck (50.).

Anschließend zog sich Deutschland zurück. Es begann, so ähnlich wie beim 2:2 im Februar in Düsseldorf, eine Abwehrschlacht, ausser zwei Szenen mit Deisler - nun mehr über links - brachten die deutschen Offensiv nicht mehr viel zustande.

Argentinien wiederum erhöhte den Druck, brachte mit Aimar einen weiteren Spielmacher, und wurde für seine Bemühungen in der 74. Minute belohnt, als Cambiossa aus 18m abzog und Deisler den Schuss noch unhaltbar abfälschte.

Insgesamt ein sehenswertes Spiel, und wenn Deutschland mit Podolski und Ballack noch seine gefährlichsten Angreifer bringt braucht es in dieser Verfassung keine Mannschaft der Welt zu fürchten.

Die Defensive hat sich insgesamt stabilisiert, und die Offensive mit Kuranyi, Podolski, Deisler und Ballack halte ich für vielversprechend.

Einziger Wermutstropfen: Im Halbfinale wird wegen der zweiten Gelben Karte Schweinsteiger fehlen.



Brasilien - Deutschland 3:2

Dumm jeloofen.

An sich haben sich die Klinsmänner ganz gut angestellt in diesem Halbfinale. Es war kein Niveauunterschied zu erkennen, das heisst an guten Tagen wird man die Brasilianer auch schlagen können.

Aber in der Kategorie "individuelle Klasse" war Adriano gestern Matchwinner.

Direkt gegen Robert Huth, der ihn einmal zum Elfmeter wegschob (42., -> Elfmeter Ronaldinho zum 2:1), und ihn in der 76. beim 3:2 nicht stoppen konnte.

Und indirekt gegen Michael Ballack, der sich vorgenommen zu haben schien den Weltmeister und sein Brasilien-Trauma (nach dem von ihm verpaßten Finale von 2002) alleine zu schlagen. Er bekam zwar einen mysteriösen Elfmeter zugesprochen den er verwandelte (45.), in der Schlussphase allerdings versuchte Deutschland immer wieder über Ballack vorne zum Erfolg zu kommen und wurde damit zu berechenbar. Und Ballack hatte leider nicht so einen guten Tag erwischt wie Adriano.

Schade fand ich dass auch von Deisler und Podolski im zweiten Durchgang wenig zu sehen war. Hing das mit der Ausrichtung auf Ballack zusammen oder waren die beiden einfach nicht so stark gestern?

Ach so, die Tore zu Anfang: 1:0 für Brasilien (21.) war auch Adriano, mit einem von der Mauer (Deisler) abgefälschten Freistoß aus 30 Meter Entfernung. Hier fiel das Ausgleichstor quasi mit dem direkt folgenden gegenangriff in Anschluss an eine Ecke durch Podolski. (23.)

Vielleicht geht im Spiel um Platz 3 am Mittwoch noch was...


Gruss

keizersosze




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26.06.2005 14:45

oleradsport
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Brasilien beim Conferderations Cup:

Spiel 1:
Brasilien- Die Sambatänzer vom Zuckerhut

Adriano, Kaka, Lucio und Ronaldinho. Eine Mannschaft voller Weltstars, die Selecao wie sie genannt wird, die brasilianische Nationalmannschaft. Doch haben all diese Stars richtig Lust auf Fußball oder machen sie sich ein Sommerspäßchen aus ihrem Deutschland-Ausflug? Das war die Frage, bis gestern, doch sie haben alle Befürchtungen auf Unlust widerlegt: 3:0 gegen Griechenland!
Es war ein schönes und ansehnliches Spiel gestern Abend in Leipzig, besonders von der Selecao, die mit Adriano/Robinho stürmten und mit den genialen Ronaldinho und Kaka dahinter spielten. Und diese vier waren auch die Hauptprotagonisten der ersten Halbzeit! Zweimal war es Robinho der den griechischen Torwart prüfte und in der 41 Minute wurde dann das hellenische Abwehrbollwerk geknackt: Der „Bulle aus Mailand“, Adriano, schoss aus gut und gerne 30m einfach mal drauf und traf! Ein Tor für die Galerie, ohne Anlauf einfach mal drauf! Genial!
In der Halbzeit schien sich die Elf von Trainer Parreira was vorgenommen zu haben, nämlich ein schnelles 2:0 und das passierte auch so! In der 46 Minute war es der designierte Pele-Nachfolger Robinho der nach einem sehenswerten Spielzug eingeleitet von dem „Weltfußballer mit Hasenkiefer“ Ronaldinho erhöhte. Es war jetzt schon ein gelungener Abend für die Zuckerhütler und auch ihre Fans machten sich jetzt bemerkbar (was zur Folge hatte, dass ich von ihren Trommelrhytmen ein Ohrwurm bekam).
Es war schließlich Juninho, der per Freistoß auf 3:0 erhöhte und das Spiel endgültig entschied.
Es war für die Brasilianer ein gelungener Abend, an dem sie ihre Ambitionen und auch ihre Klasse zeigten. Einzig die Abwehr stand bei einigen langen Bälle und bei Ecken auf Vryzas nicht ganz so gut. Im Spiel nach vor jedoch überzeugten die Aussenverteidiger Cicinho und Gilberto.
Alles in allem ein feines Spiel und wir können uns auf vier weitere Auftritte der Selecao freuen, denn so sind sie der Topfavorit!

Spiel 2:
Brasilien- Mexiko oder die Unendliche Geschichte des Elfmeters

Aus brasilianische Sicht:

Es war in der 30. Minute als der Kapitän der Selecao den Mexikaner Borgetti foulte und das Drama vom Punkt begann. Doch dazu gleich noch mehr.
Die Ballkünstler vom Zuckerhut starteten mit den gleichen Elf wie gegen Griechenland, d.h. vorne mit dem magischen Viereck um Ronaldinho. Und die machten in den ersten Minuten auch ordentlich Dampf auf das gegnerische Tor, doch Mexiko rührte Beton an und stellte somit Brasilien vor eine schwere Aufgabe. Schließlich wurde es dem „Stürmigsten aller Abwehrspieler“ (O-Ton Hitzfeld), Lucio, zu bunt und er rannte wie von Kahn gebissen nach vorn. Doch Oliver Kahn ist ja bekanntlich kein Brasilianer und so traute sich Lucio wieder zurück in die Viererkette und musste mit ansehen wie der Mexikaner Borgetti von Roque Junior gefoult wurde. Und so kam es zu einem Novum bei einem großen Turnier, der Elfmeter wurde dreimal ausgeführt weil der italienische Unparteiische mit den gegelten Haaren gesehen hatte dass Spieler zu früh in den Strafraum gelaufen waren. Und hatte er auch Recht, doch ist so eine strenge Regelauslegung angemessen???
In der 39 Minute sah man dann erstmalig die Klasse Adrianos als er sich frei vor das Tor der Mexikaner stahl aber dort versagten ihm dann die Nerven.
Nach der Pause hielten die Brasilianer zwar den Druck aufrecht, doch man hatte den Eindruck als ob die Spieler alle gerade aus dem Kindergarten kämen, denn so verspielt waren sie. Die Bestrafung das 0:1 durch Borgetti in der 59. Minute.
Überzeugend war bei den Zuckerhütlern eigentlich keiner, auch nicht der hochgelobte Wunderknabe Robinho, der nur einige sehenswerte Übersteiger zeigte. Und so bleibt jetzt nur abschließend zu sagen, dass Brasilien zwar einen Wert von über 350 Millionen Euro und in ARD-Kommentator Steffen Simon einen großen Fan hat, sich aber am Mittwoch gegen die Gnome aus Japan deutlich steigern muss!

Spiel 3:
Den Brasilianier, wie sie liebevoll vom Vergewaltiger der deutschen Sprache, Poschmann, genannt wurden, war das Glück mal wieder hold!
Denn beinahe wäre das Turnier verpatzt worden. Nach vier Minuten führte Japan schon 1:0, doch der designierte Nachfolger Pierluigi Collinas (Vorsicht! Ironie!) Mourad Dami aus Tunesien hatte was dagegen und glaubt seinem Assistenten, der auf Abseits entschied!
Doch die Selecao war keineswegs geschockt und startete durch. Das magische Viereck um Ronaldinho sollte heute seine Klasse zeigen. Die "Ballzauberer vom Zuckerhut" nutzten die unverhofften Freiräume und schalteten und walteten über weite Strecken beinahe nach Belieben. Und so war es nach 10 Minuten der „Neue Pele“ Robinho, der das 1:0 erzielte! Und das ganze nach Vorarbeit des Weltfußballers, der an diesem Abend den Beinamen Weltrumsteher ablegen konnte. Er trieb seine Mannschaft an und ihm war es auch vorbehalten sein Team nach zwischenzeitlichen Ausgleich wieder in Front zu schiessen: 2:1 in der 32. Minute! Brasilien war jeder Zeit Herr der Lage und zeigte dank japanischer Inaktivität nett anzuschauenden Fußball! Allerdings offenbarte Brasiliens Abwehr zuweilen auch Schwächen. Der für den etatmäßigen Keeper Dida zwischen die Pfosten der "Kanarienvögel" gerückte Marcos so auch nach einer Ecke bei einem Kopfball von Atsushi Yanagiswa an die Lattenunterkante Glück. Auch die Innenverteidigung, die sich laut Kommentator Poschmann aus Leverkusen kennt (klar wo doch der eine für den anderen gekommen ist, schon wieder Ironie) Lucio und Juan stand nicht richtig sicher.
Die Brasilianier müssen sich auf jeden Fall weiter steigern um die deutsche Elf zu besiegen und das Finale zu erreichen.
Ebenfalls steigern muss sich der Kollege Poschmann. Vielleicht sollte man ihn mal darüber in Kenntnis setzen, dass 2000 keine WM war und Marcos da nicht im Tor stehen konnte. Es heisst auch Brasilien und nicht Brasilianien!!!


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26.06.2005 17:00

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Spielbericht Tunesien - Deutschland

aus tunesischer Sicht

Noch nie wurde eine afrikanische Mannschaft Sieger des Confederation-Cups. Das bleibt auch so, denn nach der 0:3- Niederlage gegen die Nationalmannschaft Deutschlands ist das Ausscheiden Tunesiens Gewissheit.

Tunesien beweist allerdings Konstanz. Wie beim Spiel gegen Argentinien gab es eine starke erste Halbzeit und eine schwächere zweite zu sehen. Außerdem gewann Tunesien das Eckenverhältnis erneut mit 6:5. Zudem bleibt es dabei, dass die Afrikaner gegen Deutschland ohne Sieg bleiben. Dass es nach zwei Unentschieden 1974 und 1993 diesmal sogar eine Niederlage gab, konnte man an der Abwehr fest machen, der am Ende die Spritzigkeit fehlte. In der 75. Spielminute wäre der deutsche Kapitän Michael Ballack alleine vor Torhüter Ali Boumnijel aufgetaucht, wäre er nicht im Strafraum regelwidrig gestoppt worden. Der folgenden Strafstoß landete im Netz.

Tunesien wirkte fünf Minuten später ebenfalls müde, als Bastian Schweinsteiger angespielt wurde. Die Verteidiger rührten sich erst, als Boumnjiel das Leder erneut aus dem Tor holen musste. Zuvor sahen sie zu, wie der deutsche Mittelfeldspieler ihren Torwart umkurvte und aus spitzem Winkel die Vorentscheidung besorgte.

Alleine vor dem Tor tauchte dann auch noch ein Dritter auf, der ebenfalls erfolgreich war. Wieder staunte die Abwehr, weil diesmal Mike Hanke traf, auf den man sich nach dessen Einwechslung wohl noch nicht richtig eingestellt hatte.

0:3 – das klang am Ende hart für Tunesien. So hart, wie es eigentlich gar nicht kommen musste. Denn was Tunesien zu Beginn fehlte, war das Glück. Als Beispiel wäre da José Clayton zu nennen. Er harmonierte mit Mehdi Nafti ganz gut auf der linken Seite. Stets gut zu erkennen, da die beiden die einzigen Tunesier waren, die mit weißen Schuhen spielten. Bei Ecken deckten die Tunesier beide Pfosten ab. Was ihnen auch half, weil jener Clayton nach Ballacks Kopfball auf der Linie rettete. Genau das sollte auch Thomas Hitzlsperger auf der anderen Seite tun, doch erst Lehmann konnte auf der Linie klären, als wiederum Clayton einen Eckball direkt auf das Tor der Deutschen schoss.

Pech hatte Ziad Jaziri schon in der neunten Minute, als sich Robert Huth verschätzte, der Ball aber erst hinter dem Tor zu Fall kam. Keine Geschenke also für Trainer Roger Lemerre, der seinen 64. Geburtstag im Stadion feiern durfte. Immer wieder wurde in den Medien betont, dass Tunesien durch ihn eine französische Spielweise bekommen habe. Der aufmerksame Zuschauer bemerkte allerdings auch zwei Fallrückzieher am sonnigen Samstagnachmittag, die den Tunesiern womöglich von den beiden gebürtigen Brasilianern im Team beigebracht wurden. Doch halfen auch diese Einlagen, die zum Teil nur dazu verwendet wurden, um den Ball im Spiel zu halten, nicht, ein nicht unverdientes Unentschieden zu erreichen.

Nun darf Lemerre`s Mannschaft die Koffer packen und versuchen, am Dienstag gegen Australien nicht Gruppenletzter zu werden. Beim bisher einzigen Duell mit dem aktuellen Ozeanien-Meister gewann Letzterer mit 3:0. Die Revanche muss jedoch ohne Radhi Jaidi stattfinden. Tunesiens Nummer 15 sah nach einem Foul seine zweite gelbe Karte.


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26.06.2005 17:42

podest-putzer
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Tunesien - Australien

aus tunesischer Sicht

Tunesiens Nationalmannschaft verlässt den Confederations-Cup mit drei Punkten. Für den 2:0- Sieg vor 23.952 Zuschauern im Leipziger Zentralstadion war vor allem der doppelte Torschütze Santos verantwortlich. Er zeigte, dass er der beste tunesische Angreifer ist, denn von den aufgebotenen vier Stürmern traf nur er und der Abwehrspieler und künftige Nürnberger Adel Chadli, dessen Freistoßtor in der 23. Spielminute nicht gewertet wurde, da er den indirekten Freistoß direkt ins Tor zielte.

Drei Minuten später traf Santos regulär. Nach einer Flanke von Nafti hatte Australiens Schlussmann Petkovic den Ball zwar schon in der Hand, doch er ließ ihn direkt vor Santos wieder fallen. Dieser schob den Ball ins Tor.

Sein zweites Tor erzielte Santos nach einem abgefälschten Steilpass in der 70. Minute. Zwar trafen die Australier noch einmal die Querlatte, doch Chancen gab es auch beim Afrika-Meister. Ben Saada vergab die beste kurz vor dem 2:0. In der 87. Minute erzielte Guemamdia noch das 3:0, doch er stand angeblich im Abseits.

Tunesien hatte insgesamt gesehen mehr Torschüsse (5:3), mehr Ecken (7:3) und mehr Ballbesitz (51:49 %) Außerdem lief Tunesien weniger ins Abseits und begang weniger Fouls. Dementsprechend weniger gelbe Karten gab es. Abschließend also eine gute Leistungim Gegensatz zu den schwachen Australiern. Beide Teams hatten zum letzten Gruppenspiel fünf bzw. sechs Wechsel vorgenommen.


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28.06.2005 20:01

podest-putzer
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da fehlen aber noch ein paar fiesgrins


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