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Die Kombi ist am Sterben, das ist kaum zu leugnen.
Da würde ich Riiber aber weniger die Schuld geben als Ottesen und Co., die es über Jahrzehnte nicht geschafft haben, sinnvolle Formate zu bauen.
Der Massenstart ist ein Skispringen mit Aufwärmen, das Kompaktrennen eine Willkürmaßnahme für das Fernsehen - und der mittlerweile etablierte 10-km-Lauf schafft eben nur selten die Verschiebungen, die der 15er früher konnte.
Der Staffel fehlen die Länder, dem Teamsprint, wenn man ehrlich ist, auch.
Da man kaum Austragungsorte findet, kommen zu oft große, viel zu streuende Schanzen ins Spiel (Ruka als Musterbeispiel).
Was der Entwicklung folgt, ist die Angleichung der Sportlertypen.
Ich sehe weder Spezialisten für bestimmte Schanzen, noch Kurz- und Langstreckler in der Loipe.
Wenn meine Informationen stimmen, werden die Franzosen 2030 die Kombi als "nationale Sportart" nochmal zu den Olympischen Spielen bringen, aber ob das IOC darüberhinaus noch Lust hat, ist fraglich.
Wäre natürlich jammerschade um diese traditionsreiche Wintersportart, aber man kann eine Sportart auch zu Tode attraktivieren, wenn es zu wenige Sportler gibt.
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