und ich finde es sehr schade, mir wird etwas fehlen die nächsten Tage.
Irgendwie ist es eigenartig, mich fasziniert die Tour immer, mehr als die Vuelta und wesentlich mehr als der Giro. Warun ist das so ?? Ich kann es nicht erklären, irgendwie war es immer die Tour, die mich am Radsport am meisten gefesselt hat, dann noch die Frühjahrsklassiker, seit vielelicht 5 Jahren auch die Vuelta, der Giro lief nur nebenher, bin halt auch kein Radsportfreak wie manche hier und sicher kein Experte.
Viele hier sprechen von einer langweiligen Tour, doch gibt es die wirklich ?? In meinen Augen nicht, mich fasziniert jede Etappe immer wieder, auch wenn ich weiß, daß Armstrong nicht zu schlagen ist, was sich bestätigt hat und mich gefreut hat. Aber ich finde es trotzdem spannend, wie sich einzelne Etappen entwickeln, wie Fahrer plötzlich an ihre Grenzen gehen und besondere Leistungen bringen, ich denke da an Jalabert, an Boogerd, an Virenque am Ventoux, aber auch an Leute wie Sastre, Aerts, Hushovd, ja auch Renier, sogar Botero im ersten Zeitfahren, aber auch in den Alpen, wo er der einzige Spitzenfahrer war, der wirklich aggressiv angegriffen hat.

für alle diese drei.
Mich fasziniert auch die Tatsache, daß Lance es wieder geschafft hat, keinerlei echte Schwäche zu zeigen, wie er wieder das Feld kontrolliert hat und mit ihm seine Mannschaft, welche hervorragende Arbeit alle Posties geleistet haben. Auch dafür von mir ein
Ich finde es spannend, wie neue Leute auftauchen und eine glanzvolle Tour fahren, die ich vorher nicht so kannte und denen ich das nicht zugetraut hätte. Ich denke da u.a. an Leute wie Rumsas, Azevedo, Moncoutié, auch Bodrogi im Zeitfahren, aber auch den alten Haudegen Lelli, auch hierfür sage ich
Ich mag auch Sprintankünfte, habe ein Faible für Zabel und bin aber auch begeistert, wie McEwen ihn diesmal im Griff hatte, genau wie das gesamte Feld, weil er absolut überlegen in Sachen Endgeschwindigkeit war. Ich finde es klasse, was sich in Sachen Radsport in Australien entwickelt hat mit Leuten wie McEwen, O'Grady, Cooke und McGee, auf den ich gespannt bin, wie er sich weiterentwickelt. Auch für diese Leute sage ich
Ich finde es klasse wie es in jeder Mannschaft Leute gibt, die sich voll in den Dienst der Mannschaft stellen und sich für ihren Chef aufopfern, damit dieser erfolgreich ist. Ich denke da natürlich an die Postals wie Rubiera, Heras, die beide, wenn sie auf eigene Rechnung fahren in die Top10 oder bei Heras in die Top3 fahren könnten. Aber auch an die Helfer in anderen Teams, die den Sprint mitanziehen, die Wasserträgerdienste leisten unterwegs oder an Leute wie Gutierrez, die immer einen Chef den Berg hochschleppen müssen. Auch Leute wie Bölts, Aldag von TT verdienen hier meinen respekt
Und ich denke an die Pechvögel wie CA, aber auch andere, die durch Stürze, gesundheitliche Probleme oder sonstiges gehandicapt waren, die sich durchquälten oder aufgeben mussten. Auch solche Tragödien gehören immer dazu, gute Beserung an alle gestürzten, besonders an den CSC-Schweden, Sandstöd oder so ähnlich, sorry, daß mir der Neme nicht einfällt. Ihnen allen wünsche ich mehr Glück im nächsten Jahr.
Und ich denke an die Enttäuschungen, natürlich allen voran TT, die weder das grüne Trikot holten noch am Berg wirklich Leistung zeigten außer einmal Guerini. Aber auch ONCE ist gescheitert, mit dem Eigenanspruch Lance zu gefährden, ja, sie sind bestes Team, aber das muss man mit dem Kader auch werden, trotzdem für ich enttäuschende Taktik und gemessen an den eigenen Worten zu großer Abstand zu Lance. Ich denke an andere Teams, die ohne Etappensieg blieben und sehr unauffällig waren, Euskatel fällt mir ein, auch bei Bonjour fällt mir nichts positives ein. Für sie gilt

und nächstes Mal die Hausaufgaben machen.
Fazit: Wer diese Tour nur daran festmacht, daß Lance sie locker gewonnen hat und sie deshalb langweilig war, der übersieht doch einiges, großen Sport auf vielen Etappen, großen Sport, den auch der Sieger zeigte, eine große Leistung, die jeder vollbrachte, der durchkam, große, spannende Sprintankünfte, mutige Ausreißer, klasse Alleinfahrten, auch erfolgreiche und Leute, die einen begeistern und mitfiebern lassen.
Insofern war diese Tour, wie alle die ich bewußt erlebt habe, eine richtig schöne Tour.
Ach ja, noch etwas am Rande, ich bin ein Reisefreak und ich finde auch gerade die Randbemerkungen vor allem in der ARD über Land und Leute und Lebensart immer sehr interessant, mich reizt es dann oft, Orte und Landschaften, die ich da sehe, selbst zu erleben, so bin ich Frankreich-Fan geworden und liebe dieses Land und die Menschen und habe schon sehr viel gesehen. Ich genieße es, wenn auch bei so einer Tour darüber gesprochen wird und es gehört für mich auch dazu.
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Aus rechtlichen Gründen stelle ich hiermit klar:
Meine Beiträge sind grundsätzlich meine persönliche Meinung und spiegeln nur meine persönliche Einschätzung und Überzeugung wider.