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Geschrieben von Arno am 06.09.2007 um 21:44:
RE: Wetter-Thread
| Zitat: |
Sonnenenergie (Wikipedia)
Technischen und wirtschaftlichen Unzulänglichkeiten stehen allerdings breite Entwicklungsmöglichkeiten gegenüber. Sollte Solarenergie zunehmende Verbreitung finden, werden sich die von der Herstellungsmenge unabhängigen Kosten auf größere Stückzahlen verteilen und bereits dadurch die Kosten pro Kilowattstunde sinken (Fixkostendegression). Darüber hinaus wird im Bereich solartechnischer Energieerzeugung noch ein bedeutsames Entwicklungspotential bei der Steigerung des Wirkungsgrads gesehen. |
Wusstet ihr eigentlich, daß Spanien hinter Deutschland der weltweit größte Nutzer von Windenergie ist? Ich war sehr erstaunt, das zu hören, aber die Spanier sind aufgrund Fehlens eigener Rohstoffe an die Sache gekommen und legen sich da jetzt ziemlich ins Zeug. [
Link]
Auch was die Sonnenenergie anbelangt, gibt es dort starke Bemühungen, z.B. fast marktreife Spiegelanlagen, die Wassertürme zum Antrieb von Generatoren beheizen.
...
Neben dem hohen Einsparpotenzial, das von jedem einzelnen Menschen nach Überwindung verschiedener einfacher geistiger Hürden ausgeht, sehe ich allerdings das Hauptproblem darin, eine (globale) Energiewirtschaft zu einem Schwenk auf z.B. regenerative Energien oder andere neue Möglichkeiten zu bringen, solange die alten
amortisierten Anlagen, Raffinierien, KKW, allgemein Technologien usw. noch existieren und es keinen zusätzlichen Anreiz gibt, diese nicht mehr zu verwenden.
Geschrieben von teufelsberg am 07.09.2007 um 00:16:
RE: Wetter-Thread
| Zitat: |
Original von Arno
Neben dem hohen Einsparpotenzial, das von jedem einzelnen Menschen nach Überwindung verschiedener einfacher geistiger Hürden ausgeht, sehe ich allerdings das Hauptproblem darin, eine (globale) Energiewirtschaft zu einem Schwenk auf z.B. regenerative Energien oder andere neue Möglichkeiten zu bringen, solange die alten amortisierten Anlagen, Raffinierien, KKW, allgemein Technologien usw. noch existieren und es keinen zusätzlichen Anreiz gibt, diese nicht mehr zu verwenden. |
das ist recht einfach: zertifikatpreise erhöhen (zertifikate verknappen), ausnahmen abbauen, ausweiten auf weitere bereiche.
man muss nur die politiker dazu bringen, dass die wiederwahlangst (wegen mangelnden öko-engagements) größer wird als der lobby-einfluß.
in anderen bereichen gibt es die gute alte möglichkeit des gesetzes. natürlich nicht solchen dummfug, wie geräte ohne ausschalter zu verbieten; das könnte als "kompromiss" doch tatsächlich kommen
stattdessen könnte man eine obergrenze für stand-by betrieb festschreiben, oder gleich eine top-runner regelung schaffen, wie sie bspw. in japan zu beachtlichen erfolgen geführt hat (allein dadurch 16% der kyoto-verpflichtungen).
Geschrieben von teufelsberg am 07.09.2007 um 00:47:
RE: Wetter-Thread
| Zitat: |
Original von Kalmit
ah, jetzt muss ich doch nochmal... mal ne kurze Zwischenfrage - nur am Rande: Gestern hab ich wieder Bilder vom Ätna gesehen. Und mich dann wieder gefragt, ob der sich Mensch auch irgendwann anmaßt, davon zu reden, er könne Vulkanausbrüche oder Erdbeben verhindern... |
wenn du dich in vulkannähe niederlässt (wegen der tollen böden bspw.), ist das deine entscheidung (wenn du aus armut nicht wegziehen kannst, dein bedauernswertes pech).
wenn jedoch jemand eine giftspuckende chemiebude in dein dorf baut, wodurch du krank wirst, sollte er das nicht dürfen. oder nicht?
laut
coase-theorem ist es ja angeblich egal, ob verschmutzungsrechte oder rechte auf ungestörtheit vorliegen.
dies ist jedoch falsch, wie man an einfachen beispielen selbst errechnen kann (auch eine gruppe von anwohnern kann nicht annähernd soviel zahlen, um eine richtige giftbude sauber zu kriegen; die behauptung: "dann ist ihnen ihre gesundheit eben nicht so viel wert" ist dann nur noch zynisch.
| Zitat: |
| Jedenfalls wohnen Abermillionen von Menschen (wie z. B. in San Francisco) auf hochtektonisch aktiven Kontinentalverwerfungen, wo es nur eine Frage der Zeit ist, bis es wieder eine Katastrophe gibt. Oder an Hängen von Vulkanen. Oder hausen teils auf oder unter dem Meeresspiegel. Oder wohnen direkt an Flüssen, die nunmal Hochwasser führen... Sind nun mehr Menschen durch Klimawandel bedroht - oder durch "natürliche" Katastrophen? War am Tsunami auch der Mensch Schuld? |
das leben ist gefährlich, schon wenn man früh aufsteht, auf die strasse geht und seinen kopf in einen ventilator hält, zweifelsfrei.
allerdings ist es doch konsens, dass menschlicher freiheit da eine grenze gesetzt ist, wo andere menschen geschädigt werden.
man könnte argumentieren, dass doch maßnahmen für die betroffenen billiger sind als heutige vorsorge.
allerdings ist bei ungebremsten treibhausgasausstoß mit gewaltigen wirkungen zu rechnen. grönland wird nicht übermorgen eisfrei sein, aber bei erheblicher erwärmung wird es passieren. ob dann weiterhinmehr schnee in der antarktis fällt, oder der meeresspiegel einfach um schnuffige 70 meter steigt (wahrscheinlich etwas in der mitte), kann man nicht exakt vorhersagen.
jedenfalls sind die dann anfallenden kosten so enorm, dass sich die eingangsüberlegungen sofort ad absurdum führen müssen.
zumal heutige klimaschutzanstrenungen keineswegs das BSP senken müssen.
| Zitat: |
| Der Hurrikan Katharina mag zwar für viele als ein Sinnblid des Klimawandels dienen und als Aufhänger für das allseits beliebte Ami-Bashing dienen (ein "das geschieht denen grade recht" kann man ja fast überall zwischen den Zeilen lesen) - eine wirklich deutliche Zunahme von Hurrikanes in den letzten 100 Jahren konnte die Wissenschaft auch nicht wirklich eindeutig belegen. Weder was die Stärke noch die Zahl angeht. |
kathrina ist vor allem ein beleg, dass man keine großstadt am meer zum großen teil unter NN bauen sollte, v.a. so dilettantisch gesichert.
aber wenns hilft.
| Zitat: |
| Im übrigen: Grade für den "Biosprit" werden vermehrt landwirtschaftlich nutzbare Böden in der dritten Welt missbraucht, um eine "umwelfreundliche" Alternative zum herkömmlichen Öl zu etablieren. Die unzähligen Wälder, die dafür gerodet werden und die Nachteile für die Menschen dort interessieren zur Zeit ja auch nur am Rande. Hauptsache Bio... |
oder urwälder brandgerodet, so dass die klimabilanz drastisch ins minus rutscht.
nur die berechtigte kritik an falschen wegen bzw. fehlenden koordinierten gesetzen und regelungen belegt doch nicht die falschheit des klimaschutzes.
Geschrieben von Michelin-Männchen am 07.09.2007 um 09:08:
RE: Wetter-Thread
| Zitat: |
Original von teufelsberg
nur die berechtigte kritik an falschen wegen bzw. fehlenden koordinierten gesetzen und regelungen belegt doch nicht die falschheit des klimaschutzes. |
Das erinnert mich irgendwie an eine Argumentationslinie in einem anderen Thread
Ansonsten wollte ich noch darauf hinweisen, dass von Menschen üblicherweise unmittelbare Gefahren als solche wahrgenommen werden. Z.B. haben Deutsche inzwischen eine gesteigerte Angst vor Terroranschlägen, während die Angst vor Arbeitslosigkeit rückläufig ist. Man sieht daran, wie kurz das kollektive Gedächtnis Dinge memoriert, 12% und mehr Arbeitslosenquote ist noch nicht so lange her.
Vor dem Hintergrund ist es kein Wunder, dass viele Leute gerne in San Fran leben (eine der schönsten Städte der USA).
Geschrieben von diamant am 07.09.2007 um 20:37:
RE: Wetter-Thread
Weil's irgendwie zum Klima-Thema paßt (und alle hier immer so gern mit Links um sich schmeißen

):
Auf
dieser NASA-Seite (oder ist der Link schon gekommen?) kann man sich die Temperaturänderungen für bestimmte Zeiträume und Gebiete anschauen; anscheinend bereits beginnend ab 1951 (leider gab's 1880 noch keine Aufzeichnungen der NASA

).
Werde mir irgendwann mal in Ruhe zu Gemüte führen, wie die Temperaturveränderung z.B. in
- Deutschland
-
Antarktis (da soll es sogar kühler geworden sein/werden

)
- Skandinavien (dort soll es wachsende Gletscher geben

)
- Arktis (dort wo es wohl mit die stärkste Erwärmung gab

)
ausgefallen ist, vielleicht auch nur selektiv in bestimmten Monaten.
Was ist eigentlich von den Argumenten (nicht den diversen Polemisierungen) auf Seiten wie z.B.
dieser hier (und folgende) zu halten

?
Geschrieben von Arno am 07.09.2007 um 21:36:
RE: Wetter-Thread
| Zitat: |
Original von diamant
Vor dem Hintergrund ist es kein Wunder, dass viele Leute gerne in San Fran leben (eine der schönsten Städte der USA). |
Solange die Menschen nicht konkrete Nachteile spüren werden, werden sie auch nicht ihr Umweltverhalten ändern - der Hinweis auf die Kinder zählt da wohl bei den meisten nicht in aller Konsequenz.
Wie gesagt, ob meine Tochter noch so Radfahren kann wie wir?
| Zitat: |
Original von diamant
Was ist eigentlich von den Argumenten (nicht den diversen Polemisierungen) auf Seiten wie z.B. dieser hier (und folgende) zu halten
? |
Das wär doch was für Kalmit. Tja,
Argumente sehe ich da viele - nur wo sind die Belege für die Aussagen?
Geschrieben von diamant am 07.09.2007 um 22:05:
RE: Wetter-Thread
| Zitat: |
Original von Arno
| Zitat: |
Original von diamant
Was ist eigentlich von den Argumenten (nicht den diversen Polemisierungen) auf Seiten wie z.B. dieser hier (und folgende) zu halten
? |
Das wär doch was für Kalmit. Tja, Argumente sehe ich da viele - nur wo sind die Belege für die Aussagen? |
Naja, ich nehme mal an, daß der Urheber nicht alles erfunden hat
Z.B. kann ich mir nicht vorstellen, daß die Sache mit der Wetterstation in Punta Arenas (Seite 2), das CO²-Diagramm (Seite 2, in der Mitte), das das NASA-Temperatur-Diagramm (Seite 2, unten) das Hurrikan-Diagramm (Seite 3), die Sache mit den im Inland Grönlands wachsenden(?!) Eisplatten (Seite 4) gefaked sind

. Bei anderen Diagrammen wiederum hat er einfach eine gedachte Linie hineingemalt (Seite 4, unten), d.h. lineare{s,n} Wachstum oder Abnahme
angenommen (auch nicht gerade professionell).
Von der Sache mit den in Skandinavien und in der Antarktis wachsenden Gletschern/Eismassen habe ich auch anderswo schon gelesen.
Das soll jetzt nicht so klingen, als würde ich die 0,74° globale Temperaturerhöhung und den Anstieg des CO²-Gehalts abstreiten, aber etwas irritieren tun solche Fakten (wenn ich davon ausgehe, daß ungefaked) schon

.
Z.B. ganz naive Frage: Führen wachsende Eismassen am Südpol dazu, daß der Anstieg des Meeresspiegels abgeschwächt wird

?
Geschrieben von Arno am 07.09.2007 um 23:16:
RE: Wetter-Thread
Es gibt sicherlich professioneller gemachte Seiten, es gibt ja sogar Wissenschaftler unter den Klimawandelskeptikern. Was ich aber von so Aussagen aus christians-seiten.de wie ...
| Zitat: |
| Um große Städte bilden sich Wärmeinseln. Viele Messstationen sind in der Nähe großer Städte. Die waren zu Beginn der Temperaturaufzeichnungen noch nicht so groß. Logischerweise steigt die Temperatur mit der Urbanisierung und trägt zur Erwärmung bei. |
halten soll, weiß ich allerdings auch nicht. Wie viele Messstationen sind denn nun genau wie nahe an großen Städten und wie stark ist die angebliche Beeinflussung der Messungen denn genau? Also, daß bei uns hier in Köln immer etwas höhere Temperaturen gemessen werden, ist klar, aber unter allen täglichen Daten nur eine Ausnahme. In diesem Stil geht es bei christians-seiten.de ja munter weiter, aber sollten solche grundlegenden Informationen nicht auch den am IPCC Report beteiligten Wissenschaftlern vorliegen?
Welches Interesse sollten diese dann daran gehabt haben, ihre letzte Temperatur-Prognose von 2001 im vorliegenden Report 2007 (Erderwärmung um 1,1 bis 6,4 °C) nach oben zu korrigieren ?
| Zitat: |
Artikel Magazin des Wissenschaftszentrum Nordrhein-Westfalen
Das Magazin: Wie kommt es, dass unter den Forschern Uneinigkeit darüber herrscht, ob der Temperaturanstieg außergewöhnlich, zumindest ob er menschengemacht ist?
Latif: Sehr viel Uneinigkeit herrscht nicht. Die meisten Klimaforscher sind sich einig, dass man heute den menschlichen Einfluss auf das Klima nachweisen kann. Die Ergebnisse unserer Arbeit werden alle fünf Jahre in dem IPCC-Bericht dokumentiert, an dem etwa tausend der weltweit führenden Klimaforscher mitarbeiten. Es gibt also einen großen Konsens in der Wissenschaft. Aber es gibt immer Leute, die andere Ansichten vertreten, das ist sicherlich in jedem Fach so. |
Geschrieben von peso am 07.09.2007 um 23:20:
RE: Wetter-Thread
| Zitat: |
an dem etwa tausend der weltweit führenden Klimaforscher mitarbeiten. |
Es gibt Klimaforscher.
Es gibt führende Klimaforscher.
Von den führenden Klimaforschern sind
1000 an dem Projekt beteiligt.
Klimaforscherschwemme?
Geschrieben von Arno am 07.09.2007 um 23:25:
RE: Wetter-Thread
Vielleicht Bedarf gegeben?
Edit: Das IPCC ist übrigens kein Projekt. "
Die Zwischenstaatliche Sachverständigengruppe über Klimaänderungen, englisch Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), auch als Weltklimarat bezeichnet" ist auch sicher nicht irgendeine Pommesbude:
| Zitat: |
Die Ziele des IPCC:
Das Intergovernmental Panel on Climate Change, zu Deutsch der zwischenstaatliche Ausschuss für Klimaveränderungen mit Sitz in Genf, wurde 1988 vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (Unep) und der World Meteorological Organization (WMO) gegründet, die ebenfalls zur Uno gehört.
Der Inder Rajendra Kumar Pachauri ist seit Mai 2002 Vorsitzender des IPCC. Das auch als Weltklimarat bezeichnete IPCC soll umfassend, objektiv und ergebnisoffen die wissenschaftlichen, technischen und sozioökonomischen Informationen über den von Menschen verursachten Klimawandel bewerten.
Das Gremium, dem Hunderte von Wissenschaftlern in aller Welt zuarbeiten, soll die Folgen und Risiken der Klimaveränderung abschätzen und ausloten, wie man sie abschwächen oder sich an sie anpassen kann. Der IPCC führt keine eigenen Forschungsprojekte durch, analysiert die Ergebnisse wissenschaftlicher Veröffentlichungen, die dem Peer-Review-Verfahren - der Prüfung von Fachartikeln durch unabhängige Gutachter - gefolgt sind.
...
Der IPCC-Report von 2007: Er basiert auf Hunderten Modellrechnungen, ausgefeilten Computermodellen, zahllosen Studien und Messreihen. 450 Hauptautoren liefern die bisher genaueste Beschreibung dessen, was die Temperatur der Atmosphäre etwa seit dem Jahr 1800 in die Höhe treibt. An dieser vierten Studie des IPCC haben 2500 Experten sechs Jahre gearbeitet.
In der Zusammenfassung des Reports ist von einem Anstieg der Temperaturen in den nächsten 30 Jahren um rund 0,7 Grad Celsius die Rede. Bis 2100 könnte die Temperatur gar um bis zu 6,4 Grad steigen - abhängig von der Menge der freigesetzten Treibhausgase. [Quelle] |
Geschrieben von teufelsberg am 07.09.2007 um 23:32:
RE: Wetter-Thread
| Zitat: |
Original von diamant
Was ist eigentlich von den Argumenten (nicht den diversen Polemisierungen) auf Seiten wie z.B. dieser hier (und folgende) zu halten
? |
fast nichts.
sehr interressant gemacht ist dagegen
diese hier.
die weltumseglung der chinesen samt grönlandumrundung und nordostpassage 1421 ist geradezu faszinierend.
der papst berichtet 1492, dass seit 80 jahren keine bischöfe mehr nach grönland fahren konnten wegen eisgangs. (hätten mal bei den chinesen anfragen sollen

)
es gab klimaschwankungen in der vergangenheit, das ist unbestreitbar; auch ohne dazugehörige CO2-schwankungen.
es gibt einen zusammenhang zwischen CO2 und globaltemperatur. bestreitet wohl auch keiner, nur sprechen die kritiker von 1000-jähriger verzögerung des co2-anstiegs zum temperaturanstieg.
wieso diese fakten die ipcc-thesen widerlegen, erschließt sich jedoch nicht.
auch einzelne wachsende gletscher sind kein beweis dagegen.
natürlich sond prognosen schwierig, vor allem, wenn sie die zukunft betreffen.
so ist ein wachsender grönlandeispanzer im norden/westen in großen höhen in erster linie vom niederschlag abhängig, kalt genug ist es da noch sehr lange.
dass der gletsche jedoch an wärmeren stellen schrumpft, ist natürlich mit der erwärmung zu erklären.
die gesamtwirkung auf den meeresspiegel ist natürlich auch abhängig, wieviel niederschlag über der antarkits fällt, sicher nicht korrekt vorherzusagen.
nur sind (teilweise sehr geschickte) zweifel, von ölkonzernen gesponsort, kein grund, die gesamten fossilen brennstoffe in kürzester zeit niederzumachen, weil es ja gutgehen könnte.
Geschrieben von peso am 08.09.2007 um 00:06:
RE: Wetter-Thread
Ich will die Kompetenz des Gremiums (und der Bericht desselben ist genanntes Projekt) nicht in Frage stellen. Dazu fehlte mir auch das entsprechende Wissen.
Ich finde es lediglich interessant, wie in Texten (gerade solchen, die kontroverse Themen betreffen) Autorität konstruiert wird, was das Vorhandensein derselben natürlich keineswegs ausschließt.
Entschuldigt bitte das Abweichen vom Thema...
Geschrieben von Arno am 08.09.2007 um 00:20:
RE: Wetter-Thread
In dem genanten Artikel bei Wikipedia über die Kontroverse zur Klimaerwärmung finde ich hierzu den Abschnitt "Öffentliche und mediale Rezeption der Debatte" sehr interessant:
| Zitat: |
Im starken Kontrast zur Fachdebatte, in der sie kaum eine Rolle spielen, steht die Präsenz von Kritikern der IPCC-Berichte in der öffentlichen und politischen, über Medien verbreiteten Diskussion.
Dort sind ihre Stimmen sehr viel öfter zu vernehmen, was die Wissenschaftler Boykoff und Boykoff zum Begriff der „Balance as bias“ (Wortspiel, auf deutsch etwa: „Balance als Unausgewogenheit“) anregte.
In der Mehrzahl der untersuchten Artikel werde von den verantwortlichen Journalisten versucht, beide „Seiten“ der Klimaforschung darzustellen und daher den Argumenten von Klimaforschung und Klimaskepsis gleich viel Platz einzuräumen.
Diese vermeintliche Ausgewogenheit führe dazu, dass in den Medien der falsche Eindruck grundlegender Dispute in der Klimaforschung erweckt werde, während in der wissenschaftlichen Gemeinschaft mitunter kaum mehr begründete Zweifel bestünden. |
In diesem Zusammenhang muss man das sehen, wenn Mojib Latif in dem Interview auf die Frage von Das Magazin: "
Wie kommt es, dass unter den Forschern Uneinigkeit darüber herrscht, ob der Temperaturanstieg außergewöhnlich, zumindest ob er menschengemacht ist?" antwortet, daß nicht sehr viel Uneinigkeit herrscht und daran erninert, daß es sich um eine Arbeit handelt an der etwa tausend der weltweit führenden Klimaforscher mitarbeiten.
Insofern wird hier Autorität nicht konstruiert, sondern lediglich benannt.
Geschrieben von peso am 08.09.2007 um 00:51:
RE: Wetter-Thread
| Zitat: |
Original von Arno
Insofern wird hier Autorität nicht konstruiert, sondern lediglich benannt. |
Konstruktion bedeutet im textlinguistischen Zusammenhang nicht das "Erfinden" bzw. Behaupten realweltlicher Unwahrheiten. Die mehrstufige Attributierung von "Wissenschaftler" ist ein auffälliges Textmerkmal, das Ergebnis bewußt verfolgter Kommunikationsstrategie.
Davon abgesehen hatte ich in der Tat überlesen, daß es sich um einen Gesprächsbeitrag und nicht um einen kohärent produzierten (schriftlichen) Text handelt.
Also bitte weiter im "Text".
Geschrieben von teufelsberg am 08.09.2007 um 01:02:
RE: Wetter-Thread
na dann noch was nettes von
christian's seite.
[QUOTE]
Sturmfluten sind an der Nordseeküste ein natürliches Phänomen und haben eine lange Klimakatastrophenfreie Geschichte.
bis dahin volle zustimmung.
07.02.1164
16.01.1219
14.12.1287
16.01.1362
18.11.1421
02.11.1532
01.11.1570
26.02.1625
11.10.1634
24.12.1717
03.02.1825
01.02.1953
16.02.1962
03.01.1970
03.01.1976
Dezember 2004
01.11.2006
Sturmtiefs funktionieren ohne Klimakatastrophe.
[klar]
Es gibt auch keine signifikante Häufung.
da interessiert mich aber nun wirklich die aufbereitung der daten hinter dieser aussage. die nachfolgende erklärung, dass die sturmfluten im winter auftreten und deshalb eine häufung nicht menschengemacht sein kann, überzeugt, nun, nur unzureichend.
.
Geschrieben von Arno am 08.09.2007 um 23:37:
RE: Wetter-Thread
Vielleicht gibt es nächste Woche doch noch ein paar wärmere Tage - das wird sich so Montag/Dienstag herausstellen.
"In der zweiten Wochenhälfte sind nach neustem Stand durchaus zwei bis drei aufeinanderfolgende, trockene und zunehmend sonnige Tage möglich. Der Grund dafür ist das sich dann von den Britischen Inseln bis nach Mitteleuropa vorschiebende Hochdruckgebiet."
Das Hoch scheint aber nicht ganz hier rüberzukommen, sondern sich dann leider wieder zu verziehen.
http://www.wetteronline.de/feature/trend.htm
Geschrieben von Michelin-Männchen am 09.09.2007 um 14:39:
Anderes Thema
hätte ich wohl auch im Auto-Thread posten können. In den USA ist kürzlich eine Umfrage unter Autofahrern gemacht worden, was der Hauptgrund war, sich ein Hybridfahrzeug anzuschaffen. Um die Umwelt zu schonen nannten weniger als 10%, um Steuern zu sparen knapp 20%, der Rest nannte als Grund, es wäre gut fürs' Image. Aus diesem Grund verkauft sich in den USA auch nahezu ausschliesslich der als Hybrid erkennbare Toyota Prius.
Das Argument könnte man mal in der Helmdiskussion anbringen: Mit Helm auf dem Rad gesehen zu werden ist gut fürs' Image, haha.
Geschrieben von teufelsberg am 09.09.2007 um 21:35:
RE: Anderes Thema
interessant.
die antwort der skeptiker ist sehr vielsagend. ich habe mal
ihre ausführlichen antworten gesucht, einen direkten link wollten sie wohl nicht setzen?
maxeiners antwort macht eines sofort klar: rahmstorf hat recht, der mann will sand in die augen streuen, kurven in sein licht rücken, suggerieren. und zwar mit ziemlich einfachen methoden.
horx dagegen geht nicht auf die ihm vorgeworfenen fehler (die er auch nach aufforderung in seinen publikationen nicht verändert), also kann man wohl davon ausgehen, dass es so ist.
seine these: wir brauchen nichts gegen den klimawandel zu tun (z.B. intelligente technologien entwickeln), da es einerseits schon immer erdbewohnergemachten klimawandel gab und zum anderen der forcierte klimawandel uns dann zwingen wird, intelligente technologien zu entwickeln (co2-freie fortbewegung bspw.)
(dass er wie wie als gebraucht, fand ich recht seltsam, aber egal.)
der nur einmal kurz angesprochene lotter antwortet mit einem gigantischem aufsatz. seine hauptposition ist eine durchaus vertretbare, wobei er nebenbei auch kräftig suggeriert, dass doch alles weit übertrieben wird aus politischem kalkül.
die these, die wissenschaftlichen "extrempositionen" der wissenschaftler(mehrheit) sind zwar vertretbar, werden aber von den politikern aus eigeninteresse ausgeschlachtet, zeigt jedoch ein großes maß an idelogische färbung.
meines erachtens hat ein politiker deutlich mehr interesse an der wiederwahl als am knechten der untertanen, und popularität bei der mehrheit hat das verkünden von klimaschutzprogrammen in der vergangenheit wohl kaum gebracht.
interessant die welt, sie hat sich wohl geweigert, ein pamphllet der gescholtenen abzudrucken. die welt, das sollte doch zu denken geben.
fazit: natürlich sind bildschlagzeilen "12 jahre bis zum weltuntergang" blödsinn; die gefährlichen verdummer sitzen aber in dieser debatte woanders.
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