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Geschrieben von MrsFlax am 21.07.2004 um 18:28:
| Zitat: |
Original von steffi
Boßdorf wird ja hier gerade in 3 Threads erschossen
|
... und die gesamte deutsche medienwelt (außer eurosport natürlich) wegen verstößen gegen das grundgesetz angeklagt
Geschrieben von Schtine am 21.07.2004 um 18:29:
Na ja, Eurosport-Zuschauer haben zwar keine Ahnung, worum es geht, hatten dafür aber einen vergnüglichen Nachmittag mit Jörg Ludewig
Geschrieben von steffi am 21.07.2004 um 18:35:
ich schalte in den Werbepausen von Eurosport um und nach der Etapppe hin und her um alle Interviews mitzukriegen
heute hab ich allerdings auch vor dem Ende der Etappe umgeschaltet, weil Migels zum Schluss jeden, der ins Ziel kam, mit der Inbrunst besprochen hat, die er an jeder Zielankunft an den Tag legt
Geschrieben von yeti am 21.07.2004 um 18:35:
warum machen sich hier so viele über meine Beiträge lustig?
Ich finde sowas echt bedenklich, wenn ein öffentlich-rechtlicher Sender Kritik abwürgt....vor Jahren wurde mal der Bayrische Rundfunk öffentlich angeprangert, weil er eine CSU-kritische Sendung nicht ausgestrahlt hat.
Geschrieben von René Vietto am 21.07.2004 um 18:46:
| Zitat: |
Original von yeti
warum machen sich hier so viele über meine Beiträge lustig?
Ich finde sowas echt bedenklich, wenn ein öffentlich-rechtlicher Sender Kritik abwürgt....vor Jahren wurde mal der Bayrische Rundfunk öffentlich angeprangert, weil er eine CSU-kritische Sendung nicht ausgestrahlt hat. |
Artikel 5 GG beinhaltet eben nicht dass man seine Meinung überall wo es
einem passt äußern kann. Wenn das ZDF keine Kritik über Boßdorf senden
will, dann ist das halt so.
René
Geschrieben von Steamboat am 21.07.2004 um 18:58:
Ohne jetz dem ZDF das Wort zu reden, aber alleine um Schadensbegrenzung zwischen Voigt und Bossdorf zu betreiben, war es sicherlich richtig, dass das Interview ausgeblendet wurde. Wie man hier im Thread sieht, weiß niemand, was Jens meint. und ich kann mir nicht vorstellen, dass Bossdorf ernsthaft Anstoss am sportlichen Verhalten von Voigt wegen der Fahrweise nimmt. (Eher kotzt mich der Ami an, aber das ist ein anderes Thema...)
Die Judas-Rufe allerdings erschrecken mich auch. Es zeigt sich mir, dass viele eben keine Ahung vom Radsport haben. Mir ging es schon gestern so, als Voigt selbst vom "Vaterlandsverräter" sprach, dass jeder halbswegs vernünftige Fan erkennt, dass er seinen Dienst für Basso und CSC tut. Außerdem habe ich auch an Olympia 2000 gedacht, als Jens für Ulle und den Olympiasieg gefahren ist. Die Judas-Rufe sind fehl am Platze.
Geschrieben von MrsFlax am 21.07.2004 um 19:02:
| Zitat: |
Original von Steamboat
Ohne jetz dem ZDF das Wort zu reden, aber alleine um Schadensbegrenzung zwischen Voigt und Bossdorf zu betreiben, war es sicherlich richtig, dass das Interview ausgeblendet wurde. |
genau das dachte ich auch.
Geschrieben von Brian am 21.07.2004 um 19:05:
| Zitat: |
Original von MrsFlax
| Zitat: |
Original von Steamboat
Ohne jetz dem ZDF das Wort zu reden, aber alleine um Schadensbegrenzung zwischen Voigt und Bossdorf zu betreiben, war es sicherlich richtig, dass das Interview ausgeblendet wurde. |
genau das dachte ich auch. |
Das sehe ich nicht so. Es wäre die Aufgabe des Interviewers anschliessend mit weiteren Fragen die Sache zu klären. Auch die Nachmoderation ist schließlich dazu da. So ist das einfach nur feige und unfair einem Sportler gegenüber. An Voigts Stelle würde ich so schnell dem ZDF kein Interview mehr geben oder zumindest im nächsten direkt fragen was ich antworten darf.
Geschrieben von Inga am 21.07.2004 um 19:07:
voigt wird auch nicht genau gewußt haben, was bosdorf gesagt hat - von daher war das schon okay
Ich bin gespannt, ob bosdorf da morgen was zu sagt.
Geschrieben von MrsFlax am 21.07.2004 um 19:09:
ich weiss nicht, wie fair es gewesen wäre, jemanden im aufruhr der emotionen - und voigt war wirklich (und das natürlich völlig zu recht!) sehr, sehr sauer - seiner wut öffentlich ausdruck verleihen zu lassen. was gesendet ist, ist gesendet - und vielleicht hätte voigt selbst das hinterher nicht mehr so gut gefallen.
Geschrieben von Steamboat am 21.07.2004 um 19:11:
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Original von Brian
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Original von MrsFlax
[quote]Original von Steamboat
genau das dachte ich auch. |
Das sehe ich nicht so. Es wäre die Aufgabe des Interviewers anschliessend mit weiteren Fragen die Sache zu klären. Auch die Nachmoderation ist schließlich dazu da. So ist das einfach nur feige und unfair einem Sportler gegenüber. An Voigts Stelle würde ich so schnell dem ZDF kein Interview mehr geben oder zumindest im nächsten direkt fragen was ich antworten darf.
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Das sind die BigBrother-Methoden. Möglichst noch einen Nebenkriegsschauplatz zu erzeugen, um Quote zu machen.
Ich befürchte fast, dass Voigt über Hagen B. nicht gerade Nettigkeiten gesagt haben wird. Man muss nur sehen, dass er auch für den eine Wort gebraucht haben könnte wie für Rasmussen ("ekeltreter"). Bei Rasmussen haben wir das morgen vergessen. Bossdorf könnte sich mit so einer Bezeichnung (man kann zu ihm stehen, wie man will) das Problem bekommen, dass er dann überall und in einigen Jahren noch bezeichnet wird. Das nennt man dann auch Rufschädigung. Ich glaube nicht, dass Voigt das dann gewollt haben wird. So, wie es jetzt ist, haben beide eine Chance aufeinander zuzugehen und die Sache aus der Welt zu schaffen. Wenn erst mal ein böses Wort öffentlich gesprochen ist, sieht das dann schon anders aus...
Geschrieben von Brian am 21.07.2004 um 19:13:
Dann darf man direkt nach der Ankunft aber generell keine Interviews mehr machen, sondern erst nachdem sich die Gemüter wieder abgekühlt haben. Emotionen gehören nunmal zum Sport. Ausblenden ist inkompetent und Zensur a la DDR. Man könnte ja nur noch zeitversetzt senden, dann kann alles vorher auf Sendefähigkeit geprüft werden.
Sorry, das kann es nicht sein. Und ich glaube Voigt ist einer, der auch danach zu dem gesagten steht oder sich dann entschuldigt, wenn er einen Fehler gemacht haben sollte.
Geschrieben von Inga am 21.07.2004 um 19:15:
ist "ekeltreter" ein richtiges schimpfwort ? leute aus der radsport-szene, meldet euch
Ich hatte das eher als umschreibung für einen zähen fahrer verstanden, der immer schwer einzuholen ist.
Geschrieben von René Vietto am 21.07.2004 um 19:17:
Ekeltreter :)
| Zitat: |
Original von Steamboat
Das sind die BigBrother-Methoden. Möglichst noch einen Nebenkriegsschauplatz zu erzeugen, um Quote zu machen.
Ich befürchte fast, dass Voigt über Hagen B. nicht gerade Nettigkeiten gesagt haben wird. Man muss nur sehen, dass er auch für den eine Wort gebraucht haben könnte wie für Rasmussen ("ekeltreter"). Bei Rasmussen haben wir das morgen vergessen. Bossdorf könnte sich mit so einer Bezeichnung (man kann zu ihm stehen, wie man will) das Problem bekommen, dass er dann überall und in einigen Jahren noch bezeichnet wird. Das nennt man dann auch Rufschädigung. Ich glaube nicht, dass Voigt das dann gewollt haben wird. So, wie es jetzt ist, haben beide eine Chance aufeinander zuzugehen und die Sache aus der Welt zu schaffen. Wenn erst mal ein böses Wort öffentlich gesprochen ist, sieht das dann schon anders aus... |
Also der "Ekeltreter" war imho durchaus als Anerkennung an Rasmussen gemeint
und nicht beleidigend.
Mit dem Rest stimme ich aber absolut überein
René
Geschrieben von MrsFlax am 21.07.2004 um 19:17:
| Zitat: |
Original von Brian
Ausblenden ist inkompetent und Zensur a la DDR. |
draufhalten ist rtl-2-niveau à la "frauentausch" - und mit dem wort "zensur" würde ich persönlich auch etwas vorsichtiger umgehen...
ich denke, es ist gut, wenn fahrer (oder leute) wie voigt auch mal den mund aufmachen und ich war auch bisher immer sehr begeistert von seinen offenen interviews. aber in einem fall wie heute sehe ich das anders - auch im sinne von voigt.
Geschrieben von Brian am 21.07.2004 um 19:20:
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Original von MrsFlax
ich denke, es ist gut, wenn fahrer (oder leute) wie voigt auch mal den mund aufmachen und ich war auch bisher immer sehr begeistert von seinen offenen interviews. aber in einem fall wie heute sehe ich das anders - auch im sinne von voigt. |
Akzeptiert, ich sehe es halt anders. An Voigts Stelle würde ich mir ver... hochgenommen vorkommen, wenn mitten im Interview ausgeblendet würde.
Geschrieben von badorties am 21.07.2004 um 19:25:
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Original von Brian
Ausblenden ist inkompetent und Zensur a la DDR. |
Hey Brian,
glaubst Du denn im Ernst, daß war bei uns im Westen jemals anders?
Geschrieben von crn am 21.07.2004 um 19:25:
Ausblenden ist immer Blödsinn! Denn jetzt hackt ja jeder auf dem ZDF rum! Voigt hat ihnen die Chance gegeben, er hat nur allgemein die Berichterstattung der ö-r Sender kritisiert. Wenn sie das nicht senden wollen, sollen sie halt nicht nachfragen. Wenn Voigt sich die Finger verbrennt, meine Güte, da ist das ZDF dafür nicht verantwortlich, sondern Voigt, muss er sich nachher eben bei Boßdorf entschuldigen.
Geschrieben von René Vietto am 21.07.2004 um 19:28:
| Zitat: |
Original von Brian
Dann darf man direkt nach der Ankunft aber generell keine Interviews mehr machen, sondern erst nachdem sich die Gemüter wieder abgekühlt haben. Emotionen gehören nunmal zum Sport. Ausblenden ist inkompetent und Zensur a la DDR. Man könnte ja nur noch zeitversetzt senden, dann kann alles vorher auf Sendefähigkeit geprüft werden. |
Das wäre generell das Beste. Was sollen Interviews direkt nach einem Wettkampf, wenn der
Sportler noch voller Adrenalin ist?
So etwas führt auf längere Sicht nur dazu das nur noch belanglose Phrasen gedroschen werden,
nur nicht anecken.
Zur Zensur habe ich schon weiter oben was geschrieben.
René
Geschrieben von Brian am 21.07.2004 um 19:35:
| Zitat: |
Original von badorties
Hey Brian,
glaubst Du denn im Ernst, daß war bei uns im Westen jemals anders? |
Beispiel aus der jüngeren Vergangenheit? Rudi Völler in der ARD, Interview mit Waldemar Hartmann. Der Weizenbier-Spruch war von der härteren Sorte, für mich ganz grosse Klasse, weil er genau DAS in diesem Moment gesagt hat, was er schon lange Zeit gedacht hat. Natürlich gab es danach Kritik, aber es war wenigstens nicht weich gespült, wie vieles in der heutigen Zeit.
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