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Geschrieben von teufelsberg am 17.12.2008 um 13:25:

 

interessant, wie der OGH begründet hat, dass Fußballer Arbeiter und keine ANgestellten sind.
Zitat:

Für ihn verlangen die Abgrenzungskriterien zwischen Arbeiter und Angestelltem eine größere Selbständigkeit und Denkfähigkeit sowie höhere Intelligenz.



immer diese Fußballer-Vorurteile. Augen rollen



Geschrieben von Verrückter am 17.12.2008 um 13:57:

 

Die Diskussion gab es doch früher schon. Pt-Teams haben normal Angestellte, hat Holczer ja auch so gesagt. Allerdings haben Profis auch andere Sponsoren und bekommen bei Sechstagestarts oder Kriterien o.ä. Startgeld vom Veranstalter also evtl. doch nicht Scheinselbständig



Geschrieben von ThunderBlaze am 17.12.2008 um 14:01:

 

Zitat:
Original von teufelsberg
interessant, wie der OGH begründet hat, dass Fußballer Arbeiter und keine ANgestellten sind.


Ein anderes Gericht würde den Mist in der Luft zerreißen. Aber wo kein Kläger...



Geschrieben von brauser am 21.12.2008 um 15:06:

  I bins net, na, na,na, i bins net

Ich nehme nicht den Hut und gehe"
21. DEZEMBER 2008

Erschienen in: Sonntag Aktuell

Nach seinem positiven Dopingtest auf das Epo- Präparat Cera Anfang Oktober hat Stefan Schumacher geschwiegen. Im Interview mit Sonntag Aktuell schildert der Nürtinger Radprofi jetzt seine Sicht der Dinge und zeigt sich enttäuscht über seinen ehemaligen Chef Hans Holczer und BDR- Präsident Rudolf Scharping.

Herr Schumacher, seit am 6. Oktober zwei positive A-Proben veröffentlicht wurden, haben Sie zu den Vorwürfen geschwiegen. Warum gehen Sie jetzt bei einem schwebenden Verfahren in die Öffentlichkeit?Ganz einfach, es gibt nicht mal ein schwebendes Verfahren. Ich wurde von zwei angeblich positiven Blutproben in Kenntnis gesetzt, und das war es. Ich höre nichts. Aus Frankreich kamen tatsächlich kürzlich die Befunde, das war es aber auch schon. Vom Bund Deutscher Radfahrer habe ich nichts gehört, auch nicht von der Staatsanwaltschaft, die bei mir eine Hausdurchsuchung durchführen ließ. Jetzt habe ich in der Zeitung gelesen, dass ich irgendwann im Frühjahr in Frankreich angehört werden soll. Offiziell weiß ich davon aber nichts und eine Anhörung ist doch eigentlich der erste Schritt. Der soll jetzt Monate nach der Veröffentlichung der Tests am 6. Oktober kommen. Das ist doch ein Witz.

Sie behaupten also, dass sich seit 6. Oktober niemand mit Ihnen in Verbindung gesetzt hat?
Ja, von meinen angeblich positiven Befunden habe ich aus der Presse erfahren. Ich hatte den ersten Schock noch nicht richtig verdaut, da hat schon BDR-Präsident Rudolf Scharping mich öffentlich rasiert. Nie wieder Nationalmannschaft, Doping-Höchststrafe und so weiter. Kurz danach geht mein Teamchef Hans Holczer an die Öffentlichkeit und erklärt, dass er mich bis auf den letzten Euro auf Schadenersatz verklagen will. Keiner der beiden hat es für nötig befunden, vorher wenigstens einmal bei mir anzurufen und zu fragen: Schumacher, was ist da los?

Nun ja, es gibt aus der Zeit der Tour de France zwei positive A-Proben von Ihnen auf das Epo-Präparat Cera.
Das habe ich auch gehört, viel mehr aber bisher nicht. Und so geht das nicht.

Haben Sie sich nun mit Cera gedopt?
Nein, definitiv nicht.

Sie können aber verstehen, dass Ihnen das keiner glauben will? Ihr Zimmerkollege Bernhard Kohl fährt eine überraschend starke Tour, wird Dritter und positiv auf Cera getestet. Kohl gesteht sofort. Sie fahren ebenfalls überragend, gewinnen beide Zeitfahren und schlüpfen sogar kurzzeitig ins Gelbe Trikot. Auch Sie werden positiv auf Cera getestet, wollen es aber nicht gewesen sein?
Ich war es auch nicht. Es gab während der Tour von mir zwölf Urintests und fünf Bluttests, wobei drei der fünf Bluttests Dopingtests waren. Die und die Urintests waren alle negativ. Die anderen zwei Bluttests waren für den Gesundheitspass des Rad-Weltverbandes UCI.

Ja und?
Diese Tests werden sofort auf den Hämatokrit-Wert und die Anzahl der jungen roten Blutkörperchen (Retikulozyten - die Redaktion) hin untersucht - beides Indikatoren für mögliches Epo-Doping. Ich hatte die Ergebnisse immer sofort am nächsten Tag. Bei all diesen Tests lag ich unter den erlaubten Grenzwerten. Und zwar deutlich, ich habe komplett unauffällige Befunde in der Hand, die kann man nachlesen. Beim mitentscheidenden Off-Score-Wert, der aus Hämoglobin- und Retikulozytenwert besteht, sind 132 erlaubt, ich hatte 98 und 102. Beim Hämatokrit ist der Grenzwert 50, ich lag bei 43 und 45. Und in diesem Blut soll Cera sein? Wenn es so wäre, dann wäre das höchstens der Beweis dafür, dass das Zeug nichts bringt. Aber das ist nicht das Problem.

Sondern?
Die Proben waren bereits entsiegelt und monatelang geöffnet, bevor sie nachuntersucht wurden. Sie sind teilweise bei plus 18 Grad gelagert worden, was nicht erlaubt ist. Das geht aus den wenigen Protokollen hervor, die ich mittlerweile habe. Das Blut war mehrmals zwischen Lausanne und Paris unterwegs. Ich könnte jetzt tausend Theorien aufstellen, was da alles passiert sein könnte. Und dann steht in dem Protokoll auch noch drin, dass die Probe einmal positiv und einmal negativ war. Und das Komischste - nach meinem ersten Zeitfahrsieg hat man mir auch Blut abgenommen, und da war ich negativ . . .

. . . negativ auf was? Auf Cera?
Ja, und jetzt heißt es, dass ich zu Beginn der Tour Cera-positiv gewesen sein soll, beim Zeitfahren nicht und am Ruhetag dann wieder doch. Und das auf ein Mittel, das lange nachweisbar sein soll. Das gibt doch alles keinen Sinn.

Wenn Sie sich so sicher sind, dass Ihr Blut rein ist, warum beantragen Sie nicht einfach die Öffnung der B-Probe? Dann hätte der Spuk so oder so ganz schnell ein Ende.
Weil ich kein Vertrauen in diese Tests mehr habe. Nach all dem was mir passiert ist, nach all den Ungereimtheiten bei der A-Probe, nach all den Fragen, die mir bis heute keiner beantwortet hat, traue ich denen einfach nicht mehr.

Was Ihre Glaubwürdigkeit in der Öffentlichkeit sicher nicht stärkt.
Auf den ersten Blick vielleicht. Aber jeder, der über lange Zeit so behandelt worden ist, würde so handeln.

Sie haben also den Verdacht, dass Ihre Proben manipuliert worden sind?
Das würde ich so nicht sagen, zumal es auch durch falsche Lagerung, Vertauschen oder Verunreinigung zu falschen Ergebnissen kommen kann. Und auch die Validität der Tests ist höchst fragwürdig. Für mich ist klar, dass bei der Sache etwas nicht stimmt, was, kann ich allerdings nicht sagen.

Ihr Teamkollege Sebastian Lang hat gesagt, als bei der Tour de France im Juli bekannt wurde, dass Cera nachweisbar ist, hätten alle Gerolsteiner-Profis im Teambus gejubelt - nur Sie nicht?
Klingt gut, was? Im Ernst. Ich kann mich genau an diese Situation erinnern. Wir standen mit dem Bus neben dem Team von Saunier Duval und haben durch die Fenster gesehen, wie sie Ricardo Ricco in Handschellen abgeführt haben. Das ist kein Spaß, Ricco war nie mein Freund, aber wenn ein Kollege derart öffentlich vorgeführt wird, da juble ich nicht, das ist respektlos. Das habe ich den anderen damals auch gesagt. Und mit Sebastian Lang bin ich fast zehn Jahre Rennen gefahren. Da finde ich es eine Frage des Umgangs, dass er sich erst in der Presse äußert, wenn er mit mir persönlich gesprochen hat.

Sie sind enttäuscht?
Von manchen schon. Bei der Tour hat sich mein Chef Hans Holczer nach meinen Siegen mit mir feiern lassen und nach dem 6. Oktober sich nicht ein einziges Mal bei mir gemeldet. Das ist schon bitter. Aber ich habe auch Unterstützung bekommen. Meine Freundin, meine Freunde und meine Familie stehen hinter mir, und ich habe auch Post von Fans bekommen, die mich wieder im Sattel sehen wollen. Und ich habe auch in meiner Heimatstadt Nürtingen gespürt, dass man hinter mir steht.

Für die meisten im Land sind Sie aber jetzt so etwas der Totengräber des deutschen Radsports.
Das wäre zum Lachen, wenn es nicht so traurig wäre. Bin ich jetzt schuld, dass das Stuttgarter Sechstagerennen seit Jahren Probleme hat und jetzt abgeschafft werden soll? Ich bin da nie gefahren. Oder die Deutschland-Tour nicht mehr rollt, weil ein Labor behauptet, ich hätte gedopt. So wichtig bin ich sicher nicht. Ich lasse jedem seine Meinung - aber man sollte sich auch an die Fakten halten.

Wie stellen Sie sich Ihre Zukunft vor, für den Fall, dass Sie nicht gesperrt werden?
Ich habe in der vergangenen Woche beim BDR eine Lizenz für 2009 beantragt, weil es ja noch nicht einmal ein Verfahren gegen mich gibt. Es gibt keinen Grund, warum mir die Lizenz verweigert werden sollte. Aber für meinen neuen Arbeitgeber Quickstep ist das natürlich auch keine leichte Situation.

Quickstep-Manager Patrick Lefevere hat schon vor Wochen erklärt, dass er Sie nicht in seinem Team haben will.
Wenn ich eine Lizenz bekomme, werden wir uns sicher noch einmal an einen Tisch setzen. Und klar ist: Ich werde die Lizenz bekommen, habe einen gültigen Vertrag und ganz klar das Ziel, mit Quickstep erfolgreich zu sein.

Stellen Sie mal vor, Sie bekämen tatsächlich eine neue Lizenz und auch Ihren Job bei Quickstep. Glauben Sie, dass den Rennfahrer Stefan Schumacher in Deutschland einer sehen will?
Warum nicht? Ich bin unschuldig, ich liebe diesen Beruf, und ich bin erst 27 Jahre alt und heiß. Ich war noch nie in einem Dezember so gut in Form wie jetzt, und ich will wieder Rennen gewinnen. So kann meine Karriere nicht zu Ende gehen. Ich nehme jetzt nicht einfach meinen Hut und gehe. Das darf nicht sein.



Geschrieben von Novalis am 21.12.2008 um 15:21:

  RE: I bins net, na, na,na, i bins net

Könnte man Schuhmacher bitte endlich aus dem Verkehr ziehen. Wenn die Sache nicht so traurig wäre, wäre sie sowas von lächerlich und armselig. Es gibt 2 positive A- Proben die 3 Monate alt sind! Es gibt kein Verfahren, keine Sperre .. mit dem Kopf an die Wand will der Radsport seine onehin schwer angeschlagene Glaubwürdigkeit entgültig zu Grabe trage?



Geschrieben von Kette rechts am 21.12.2008 um 17:15:

  RE: I bins net, na, na,na, i bins net

Zitat:
Original von brauser
wie sie Ricardo Ricco in Handschellen abgeführt haben. Das ist kein Spaß, Ricco war nie mein Freund, aber wenn ein Kollege derart öffentlich vorgeführt wird, da juble ich nicht, das ist respektlos.


Und was ist Bescheißen und Lügen ? Respekt vor dem sportlichen Gegner und den Fans ?

Wie Novalis bereits sagte: Der Typ ist sowas von armselig...



Geschrieben von denkbär am 21.12.2008 um 17:51:

  Der "Wasn't me"-Profi

Zitat:
Original von Kette rechts
Und was ist Bescheißen und Lügen ?

Der Alltag von Rad"sport"profis.

Zitat:
Original von Kette rechts
Respekt vor dem sportlichen Gegner und den Fans ?

Eine Illusion der Letzgenannten

Zitat:
Original von Kette rechts
Wie Novalis bereits sagte: Der Typ ist sowas von armselig...

Ach was, eher armstrong! Er ist eben ein wirklich professioneller Profi, nicht so einer der wie Kohl gleich die Nerven verliert und gesteht, blos weil man ihm schwer beweisbare Vorwürfe macht. Eigentlich gehört er aber auch in ein richtig professionelles Team, wie zum Beispiel Astana. Dort würde man ihn bestimmt besser verstehen.



Geschrieben von Kette rechts am 21.12.2008 um 18:51:

  RE: Der "Wasn't me"-Profi

Du reißt meine Ausführungen zwar etwas aus dem Kontext (ich bezog mich auf die Kritik von Stefan Schumacher über die martialische Festnahme von Ricco); trotzdem gebe ich Dir natürlich Recht.
Inwiefern ich als Fan (ich bezeichne mich noch als diesen) mich aber noch gewissen Illusionen hingeben kann weiß ich allerdings nicht.Mein Interesse am Radsport bezieht sich momentan nur auf´s Selberfahren (wenn auch mit extremem Übergewicht); keine Ahnung wie´s aussieht wenn die Profi-Saison beginnt.Kann mir vorstellen das dann wieder die Teil-Verdrängungs-Phase bei mir beginnt.



Geschrieben von teufelsberg am 21.12.2008 um 22:53:

  RE: I bins net, na, na,na, i bins net

Zitat:
Original von brauser
Diese Tests werden sofort auf den Hämatokrit-Wert und die Anzahl der jungen roten Blutkörperchen (Retikulozyten - die Redaktion) hin untersucht - beides Indikatoren für mögliches Epo-Doping. Ich hatte die Ergebnisse immer sofort am nächsten Tag. Bei all diesen Tests lag ich unter den erlaubten Grenzwerten. Und zwar deutlich, ich habe komplett unauffällige Befunde in der Hand, die kann man nachlesen. Beim mitentscheidenden Off-Score-Wert, der aus Hämoglobin- und Retikulozytenwert besteht, sind 132 erlaubt, ich hatte 98 und 102. Beim Hämatokrit ist der Grenzwert 50, ich lag bei 43 und 45. Und in diesem Blut soll Cera sein? Wenn es so wäre, dann wäre das höchstens der Beweis dafür, dass das Zeug nichts bringt. Aber das ist nicht das Problem.


offenbar gibt es also sichere Wege der Wertretuschierung; damit werden teaminterne Kontrollen und der offizielle Blutpass zum Witz, wenn man nicht herausfindet, wie manipuliert wird.


die UCI hat natürlich ein gewisses Interesse der Verschleppung; allerdings sollten sie langsam genau abwägen, das Interesse, sich nicht wieder mal der Lächerlichkeit preizugeben, sollte wachsen, die Finanzkrise ist doch ein Superargument für den Absprung auch für die weitgehend schmerzolsen Sponsoren.



Geschrieben von MrsFlax am 21.12.2008 um 23:28:

  RE: I bins net, na, na,na, i bins net

Zitat:
Original von Stefan Schumacher
Für mich ist klar, dass bei der Sache etwas nicht stimmt, was, kann ich allerdings nicht sagen.


ich... ich... ich... Hier ich.. melde mich freiwillig!
... weiß, was da "nicht stimmt".
schumacher will uns für dumm verkaufen - blöd nur, dass beim x-ten Versuch halt irgendwann auch dem letzten zweifel kommen. wenn er wenigstens keine interviews geben und einfach von der bildfläche verschwinden würde... Augen rollen



Geschrieben von panni am 22.12.2008 um 09:26:

  RE: I bins net, na, na,na, i bins net

Zitat:
Original von teufelsberg
Zitat:
Original von brauser
Diese Tests werden sofort auf den Hämatokrit-Wert und die Anzahl der jungen roten Blutkörperchen (Retikulozyten - die Redaktion) hin untersucht - beides Indikatoren für mögliches Epo-Doping. Ich hatte die Ergebnisse immer sofort am nächsten Tag. Bei all diesen Tests lag ich unter den erlaubten Grenzwerten. Und zwar deutlich, ich habe komplett unauffällige Befunde in der Hand, die kann man nachlesen. Beim mitentscheidenden Off-Score-Wert, der aus Hämoglobin- und Retikulozytenwert besteht, sind 132 erlaubt, ich hatte 98 und 102. Beim Hämatokrit ist der Grenzwert 50, ich lag bei 43 und 45. Und in diesem Blut soll Cera sein? Wenn es so wäre, dann wäre das höchstens der Beweis dafür, dass das Zeug nichts bringt. Aber das ist nicht das Problem.


offenbar gibt es also sichere Wege der Wertretuschierung; damit werden teaminterne Kontrollen und der offizielle Blutpass zum Witz, wenn man nicht herausfindet, wie manipuliert wird.


die UCI hat natürlich ein gewisses Interesse der Verschleppung; allerdings sollten sie langsam genau abwägen, das Interesse, sich nicht wieder mal der Lächerlichkeit preizugeben, sollte wachsen, die Finanzkrise ist doch ein Superargument für den Absprung auch für die weitgehend schmerzolsen Sponsoren.


Was der Herr Schumacher so schwätzt ist die eine Sache, was ein Mediziner dazu sagen würde wenn er alle seine Werte vorliegen hätte und diese bewerten sollte.............

Anfänglich wurde auch von der Schumi-Front dahingehend argumentiert, dass Probenreste nicht mehrfach für Dopingtests sondern nur für wissenschaftliche Untersuchungen genutzt werden dürften. Inzwischen hat man sich von dieser Verteidigungslinie zurückgezogen. Es wäre ja auch ziemlich seltsam, wenn das bei den Dopingproben der OS erlaubt sein soll und bei der TdF nicht. Übrigens hatte auch Kohl dieses Argument in einem Interview kurz vor seinem Geständnis angeführt. Die Vermutung, dass die Fälle Schumacher und Kohl auf irgendeine Art zusammenhängen könnten, ist für mich daher naheliegend.



Geschrieben von teufelsberg am 22.12.2008 um 10:06:

  RE: I bins net, na, na,na, i bins net

Zitat:
Original von panni
Was der Herr Schumacher so schwätzt ist die eine Sache, was ein Mediziner dazu sagen würde wenn er alle seine Werte vorliegen hätte und diese bewerten sollte.............


was ein Mediziner annehmen kann und muss, wenn er die Werte auswertet, ist das Eine; wann Sanktionen folgen können etwas anderes.

in der Vergangenheit hätte man einige der dreistesten über den off-score rausschmeißen können; jetzt, wo es Bestrebungen gibt, dies wirklich zu tun, kann man ihn offenbar schon aushebeln. ojojojoj



Geschrieben von fassa am 22.12.2008 um 10:17:

  RE: I bins net, na, na,na, i bins net

für Schumi spricht:

mehrere negative Urin- und Blutproben

gegen Schumi spricht:

zwei positive Proben

gegen die UCI und die AFLD spricht:

ein beschissenes Management der ganzen Sache und die Frage, warum die vorrangehenden negativen Proben nicht nochmal unesucht werden.

gegen HMH und Scharping spricht:

daß sie nicht mal mit ihm gesprochen haben. das ist ganz unterste Schublade!

ALLES IN ALLEM EINE SCHÖNE SAUEREI, EGAL OB ER GEDOPT WAR ODER NICHT!



Geschrieben von teufelsberg am 22.12.2008 um 10:36:

  RE: I bins net, na, na,na, i bins net

Zitat:
Original von fassa
für Schumi spricht:

mehrere negative Urin- und Blutproben


nein; das spricht nur dafür, dass die Tests noch nicht i der Lage sind, jeden Cera-Doper sicher zu überführen. Dass ein Test nicht alle positiven sicher ermittelt, ist durchaus nicht einzigartig; wichtig ist, ob denn falsch positive möglich sind.

Zitat:
gegen die UCI und die AFLD spricht:

ein beschissenes Management der ganzen Sache und die Frage, warum die vorrangehenden negativen Proben nicht nochmal unesucht werden.


Kohl ist ja schon gesperrt; vielleicht liegt der schwarze Peter auch beim so sauberen deutschen Verband? keine ahnung

dass die UCI gegen die AFLD arbeitet, ist klar.

ob jetzt Holczer und Scharping mit Schumacher hätten reden sollen, nun gut; Fakt ist, dass er nach menschlichem Ermessen gedopt hat und vorher gelogen und betrogen; und, dass dieser Fall ein riesiger Tropfen auf dem Fass ist.

Ich halte es weiterhin für gut möglich, dass Holczer vorher etwas wusste und keinen Vertrag schließen wollte, in dem steht, dass bei Dopingfällen (auch ALtfällen) das Sponsoring beendet ist, womöglichmit Strafen.
Oder er hat auf die offene Frage, ob da noch etwas von der Tour kommt, offen geantwortet, dass er es wohl erwarten muss.



Geschrieben von panni am 22.12.2008 um 10:58:

  RE: I bins net, na, na,na, i bins net

Zitat:
Original von teufelsberg
Zitat:
Original von panni
Was der Herr Schumacher so schwätzt ist die eine Sache, was ein Mediziner dazu sagen würde wenn er alle seine Werte vorliegen hätte und diese bewerten sollte.............


was ein Mediziner annehmen kann und muss, wenn er die Werte auswertet, ist das Eine; wann Sanktionen folgen können etwas anderes.

in der Vergangenheit hätte man einige der dreistesten über den off-score rausschmeißen können; jetzt, wo es Bestrebungen gibt, dies wirklich zu tun, kann man ihn offenbar schon aushebeln. ojojojoj


Der Unterschied bei Schumacher ist allerdings, dass ihm eine verbotene Substanz nachgewiesen wurde. Ob man bei anderen Sportlern (auch bei den 5 Nordischen) etwas aushebeln kann muss man abwarten. Ursprünglich sollten ja noch in diesem Jahr erste Sperren verkündet werden. Dass es noch nicht passierte, könnte auf Schwierigkeiten mit der rechtlichen Absicherung hindeuten.



Geschrieben von ThunderBlaze am 22.12.2008 um 11:22:

  RE: I bins net, na, na,na, i bins net

Also ich hab lange über das Interview nachgedacht, und wenn man mehrmals noch mal drüber fliegt kommt man zu keiner anderen Erkenntnis. Für mich scheint es sich so anzuhören das es gar kein Dopingfall Schumacher geben wird, weder ein Verfahren noch eine Anhörung. Eigentlich bin ich ja gerne jemand der beide Seiten sich anhört, aber leider kommt von der AFLD und der WADA nix rüber. Die detailiertesten Infos kamen bis jetzt von Herrn Lehner und Schumi. Demnach schien man in Frankreich ziemlich viel verbockt zu haben. Ich glaub, die Chance das wir nächstes Jahr Schumi im Frühjahr wieder sehen sind enorm. Wenn der BDR keine Lizenz rausrückt kanner och woanders eene lösen. Verbände gibts genug.

Und das man sich über Schumi aufregt ist gar nicht nachvollziehbar. Die Kritik müsste sich an WADA und AFLD richten. Auch die UCI hat nur bedingt was damit zu tun.

PS.: Ich bitte auch die PM von Herrn Lehner vom 18.12.08 zu beachten, danach hege auch ich Zweifel ob es überhaupt positive Befunde gab: http://www.stefan-schumacher.com/aktuelle_news_ansicht.php?c_news_id=188

Und dieser Kommentar der Zeitung Sonntag Aktuell spiegelt eigentlich auch meine Meinung wieder: http://www.stefan-schumacher.com/presse_ansicht.php?c_news_id=190



Geschrieben von boomer am 22.12.2008 um 12:18:

 

Ich hätte ein paar Fragen zu den hier auftauchenden Blutwerten: wie beurteilt ihr die Werte, die von Schumacher veröffentlicht werden?
Entscheidend ist ja der Hämoglobinanteil im Blut. Weiß jemand, wie hoch der war? Falls der auch normal sein sollte, stellt sich für mich die Frage, WIE (nicht ob; denn das hat man ja zweimal eindrucksvoll gesehen..) denn CERA wirkt.
Mir ist einmal was im Doping Buch von Meutgens über den weg gelaufen: dort behauptet ein Arzt, dass die Wirkung von Epo nicht auf die Erhöhung des Hämoglobins zurückzuführen ist, sondern darauf, dass durch Epo Stoffe im Körper gebildet werden, die viel mehr Laktat binden können.
Könnte so eine Theorie die Frage nach der Wirkweise von CERA beantworten? was meint ihr?



Geschrieben von DjHans am 22.12.2008 um 13:02:

 

Einige sollten sich hier mal einen anderen Schuldigen suchen. Klar ist es einfach sich Schumacher auszusuchen, der keine Unterstützung von niemanden kommt, das Problem bei der Geschichte hat aber nicht er, sondern die ALFD verursacht. Es ist schon immer wieder bemerkenswert zu sehen, wie sich die angeblich so vertrauenswürdigen Anti Doping Agenturen und Verbände verhalten. Dort werden sich die Regeln so geschaffen, wie man sie gerne hätte. Und da der geringe Schutz der B Probe, der dem Sportler zusteht, ja nur stört, kann man den auch gleich abschaffen. Irgendwelche Verfahren einhalten? Fehlanzeige. Das brauchen sie nicht. Sie sind eben fehlerfrei, sie können mit dem Finger auf andere zeigen und richten. Sie sind nicht besser als die Doper.

Wenn sich die ALFD und Co nämlich an ihre eigenen Regeln halten würden, dann würde man Schumacher gar keine Angriffsfläche bieten. Wenn es einem also um einen seriösen Anti Doping Kampf geht, dann muss man eben in erster Linie jene angreifen. Wenn es einem dagegen nur um "Sperrt doch einfach die bösen Doper weg" geht und jenes um jeden Preis ohne auf bestimmte Abläufe zu pochen, dann kann man wirklich auf Schumacher eintreten.

Und die Geschichte wiederholt sich immer wieder, kaum ein Fall, wo man nicht auf Verfahrensfehler oder auf zweifelhaftem Verhalten gegenüber des Beschuldigten trifft. Und die Verbände sind nicht besser. In der Schweiz macht sich Welten seit über 2 Jahren zur Lachnummer, in Deutschland haben wir einen Präsidenten, der gegen seine Sportler agiert und irgendwelche Ermittler wissen auch immer besonders viel. Die Medien nehmen ohnehin jede Meldung mit Doping ins Programm, oft wissen die Zitierten gar nichts davon. Langsam sollte man doch mal aus Fehlern lernen?

Ich finde gut, was Schumi macht und wünsche ihm viel Erfolg dabei. Diese Willkür muss eine Ende haben. Viele Sportler überschreiten das Regelwerk, doch sie dürfen auch kein Freiwild sein. Auch sie benötigen einen gewissen Schutz. Das Gegenteil ist der Fall, von Knebelverträgen und "Ehrenerklärungen" müssen wir erst gar nicht reden.



Geschrieben von ThunderBlaze am 22.12.2008 um 13:07:

 

Gut geschrieben Hans, kann man nur unterschreiben. Ob nun Schumi gedopt hat oder nicht sei mal dahingestellt. Nur sollte man auch die andere Seite beleuchten. Dies geschieht aber kaum oder gar nicht.



Geschrieben von teufelsberg am 22.12.2008 um 13:28:

 

Zitat:
Original von DjHans
Einige sollten sich hier mal einen anderen Schuldigen suchen. Klar ist es einfach sich Schumacher auszusuchen, der keine Unterstützung von niemanden kommt, das Problem bei der Geschichte hat aber nicht er, sondern die ALFD verursacht. Es ist schon immer wieder bemerkenswert zu sehen, wie sich die angeblich so vertrauenswürdigen Anti Doping Agenturen und Verbände verhalten. Dort werden sich die Regeln so geschaffen, wie man sie gerne hätte. Und da der geringe Schutz der B Probe, der dem Sportler zusteht, ja nur stört, kann man den auch gleich abschaffen. Irgendwelche Verfahren einhalten? Fehlanzeige. Das brauchen sie nicht. Sie sind eben fehlerfrei, sie können mit dem Finger auf andere zeigen und richten. Sie sind nicht besser als die Doper.

Wenn sich die ALFD und Co nämlich an ihre eigenen Regeln halten würden, dann würde man Schumacher gar keine Angriffsfläche bieten. Wenn es einem also um einen seriösen Anti Doping Kampf geht, dann muss man eben in erster Linie jene angreifen. Wenn es einem dagegen nur um "Sperrt doch einfach die bösen Doper weg" geht und jenes um jeden Preis ohne auf bestimmte Abläufe zu pochen, dann kann man wirklich auf Schumacher eintreten.

Und die Geschichte wiederholt sich immer wieder, kaum ein Fall, wo man nicht auf Verfahrensfehler oder auf zweifelhaften Verhalten gegenüber des Beschuldigten trifft. Und die Verbände sind nicht besser. In der Schweiz macht sich Welten macht sich seit über 2 Jahren zur Lachnummer, in Deutschland haben wir einen Präsidenten, der gegen seiner Sportler agiert und irgendwelche Ermittler wissen auch immer besonders viel. Die Medien nehmen ohnehin jede Meldung mit Doping ins Programm, oft wissen die Zitierten gar nichts davon. Langsam sollte man doch mal aus Fehlern lernen?

Ich finde gut, was Schumi macht und wünsche ihm viel Erfolg dabei. Diese Willkür muss eine Ende haben. Viele Sportler überschreiten das Regelwerk, doch sie dürfen auch kein Freiwild sein. Auch sie benötigen einen gewissen Schutz. Das Gegenteil ist der Fall, von Knebelverträgen und "Ehrenerklärungen" müssen wir erst gar nicht reden.



:muhaha:

und einzelne sollten sich vielleicht ein neues Betätigungsfeld suchen, es wird doch sehr skurril mit der Zeit. Augen rollen

die AFLD hat also gedopt, wenn ich das recht interpretiere? oder das Cera in Schumachers Proben geschüttet?
oder verhindertt, dass die B-Probe geöffnet wird?

dass UCI und wahrscheinlich BDR und Nada (wahrscheinlich beeinflusst vom BDR) sich hätten anders verhalten sollen (allerdings wohl nicht ganz in deinem Sinne), ist klar.


beschreib doch mal ganz konkret, welche eigenen Regeln die AFLD nicht eingehalten hat.

natürlich außer den ungeschriebenen Regeln, z.B. dass vorher weitgehend bekannt ist, worauf getestet wird, und dass man sich auf Aussagen einschlägiger Ärzte verlassen kann.


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