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--- Hängt bei TT der Haussegen schief? (http://forum.cycling4fans.de/thread.php?threadid=4039)
Geschrieben von panni am 05.08.2002 um 21:25:
Hängt bei TT der Haussegen schief?
Von den rosaroten Seiten:
Zabels Kronprinz" mit viel Selbstvertrauen
Danilo Hondo auf dem Sprung
Am Ende der HEW-Cyclassics war nicht nur Erik Zabel geknickt. Auch sein Teamgefährte Danilo Hondo, der den Sprint des Hauptfeldes souverän gewann, konnte seine Enttäuschung über das Pech des Mannschaftskollegen nicht verbergen.
"So richtig freuen kann ich mich über die gute Platzierung aber nicht", erklärte Hondo am Montag. Der Cottbuser hätte es natürlich lieber gesehen, wenn Kapitän Erik Zabel seinen Vorjahreserfolg mit seiner Hilfe hätte wiederholen können.
Hondo auf sich alleine gestellt
"Als ich von Eriks Defekt gehört habe, war mir eigentlich klar, dass das Ding für ihn gelaufen ist, denn bei einem so schnellen Finale, ist es auf den engen Straßen in Hamburg unmöglich, noch einmal vorne ran zufahren", schilderte der 28-Jähirge die bitteren Sekunden am Waseberg.
Hondo wusste in diesem Moment, dass er nun auf sich alleine gestellt war. Lediglich Andreas Klöden stand ihm noch zur Seite. "Plötzlich ging alles verdammt schnell. Ein Fahrer hat die Strecke blockiert und die Gruppe mit Museeuw ist weggefahren", sagte Hondo. Danach versuchte er alles, um die "Flüchtlinge" noch einzuholen - vergeblich.
Mehr erhofft
"Keiner von den anderen Mannschaften hat richtig mitgearbeitet. Entweder die wollten nicht oder waren nach 250 km einfach ausgebrannt", erklärt der 28 Jahre alte Cottbuser, der am Ende Elfter wurde.
Nicht genug, wie Hondo meint: "Ich bin mit einer topfit aus der Tour gekommen und habe mich auch gestern gut gefühlt. Leider ist anders gekommen als wir uns gedacht haben."
Lob von Pevenage
Lob erhielt Hondo für seine gute Leistung von seinem Sport-Direktor Rudy Pevenage. "Danilo hat sich viel Selbstvertrauen in Frankreich geholt und ist in den letzten Monaten sehr gereift. Von ihm können wir noch viel erwarten."
In diesem Jahr will der Deutsche Meister auf heimischem Boden angreifen - Hessen- und Rheinland-Pfalz-Rundfahrt stehen auf dem Programm. Aber erst einmal geht es nach Dänermark, wo er den Post Danmark Rundt bestreitet. "Ich will die gute Form nutzen und noch einige Siege einfahren", bekundet er und richtet den Blick in die Zukunft. "Bei der WM und Paris-Tours rechne ich mir schon einiges aus."
Ich hatte mich ja schon mehrfach zu Danilo Hondo und
seinen Möglichkeiten auf eigene Kappe zu fahren geäußert. Hondo scheint nun mächtig verschnupft zu sein. Das kam auch schon mal im Interview so rüber. Für mich ist das auch völlig verständlich. Der Mann wird bei TT schon seit Jahren als Eriks "Nachfolger" verkauft. Aber mal ehrlich, wann soll er denn Eriks "Erbe" antreten? Danilo ist jetzt 28 und ein Topsprinter. Wann soll er denn mal selbst Siege einfahren. Bei einem superehrgeizigen Zabel, der ja inzwischen seinen Start bei der Vuelta angekündigt und auch für die Tour 2003 bereits Revanche angekündigt hat, kommt Hondo nie zu eigenen Möglichkeiten. Man kann ja Erik nun nicht in Rente schicken denn dafür ist er ein noch viel zu guter Rennfahrer. Aber an Hondos Stelle würde ich mir einen neuen Rennstall suchen und gegen Zabel bei den großen Rennen fahren.
Wie er aussieht, verzichtet Hondo auf die Vuelta, denn sowohl die Hessen- als auch die Rheinland-Pfalz-Rundfahrt finden ja während der Vuelta statt.
Geschrieben von ogkempf am 06.08.2002 um 09:50:
Wo liest du denn da raus
dass der Haussegen schief haengt? Da gab es doch schon ganz andere Stellungnahmen...
Und die "Alle fuer Erik und Erik fuer alle" Taktik ist ja auch nichts Neues mehr
Geschrieben von ploner am 06.08.2002 um 13:56:
Hondo
Bei Hondo habe ich einfach das Gefühl, ihm mangelt es am nötigen Selbstvertrauen. Wenn er es hätte, wäre er doch schon weg von TT und hätte versucht sich in einer anderen Mannschaft als Topsprinter zu etablieren. Aber das traut er sich anscheinend nicht zu und bleibt lieber bei Telekom, mit sicherem Einkommen und relativ wenig Verantwortung.
Geschrieben von trampi-fan am 06.08.2002 um 14:00:
ja irgendwas...
... hängt da wohl schief ...
Geschrieben von Glgnfz am 06.08.2002 um 14:04:
@ploner:
meinste nicht, dass die beiden giro-etappensiege genügend selbstvertrauen gegeben haben sollten?!? wahrscheinlich hofft er eher drauf, dass ete bald den adler macht und er der tt-sprintboss wird!! und in der restlichen ete-ära kann er wenigstens immer einige rennen auf eigene faust fahren!
Geschrieben von ploner am 06.08.2002 um 16:30:
@glgnfz
Anscheinend haben sie das nicht. Spätestens mit den Giro-Etappensiegen ist er doch auch für andere Teams interessant geworden. Würde mich doch sehr wundern, wenn Coast und Gerolsteiner da nicht letztes Jahr schon mal die Fühler ausgestreckt hätten.
Zabels Rücktritt kann noch lange dauern und Hondo ist ja nicht mehr der Jüngste.
Und die Aussicht dass er "wenigstens immer einige rennen auf eigene faust fahren" sollte für einen wirklich ambitionierten Fahrer eigentlich zuwenig sein.
Geschrieben von panni am 06.08.2002 um 16:31:
ogkempf
Über die Situation, dass TT über 2 Topsprinter verfügt die sich inzw. anscheinend gegenseitig auf den Füßen stehen, denke ich schon längere Zeit (seit kurz vor der Vuelta 2001) nach. Vielleicht verfolge ich sämtliche Interviews und Berichterstattungen deshalb auch besonders aufmerksam.
Hondo durfte nach Klödens Absage zur Tour mit als Zabels Helfer. Sicher war er zunächst damit zufrieden und wollte seine Aufgabe dort auch zur Zufriedenheit aller erfüllen. Ich hatte allerdings das Gefühl, dass er mit fortschreitender Dauer der Tour mit der Art und Weise nicht zufrieden sei. So z. B. antwortete er auf die kritische Frage eines Reporters die Taktik betreffend "Das müssen sie schon unseren sportl. Leiter fragen ." Sein Gesicht dabei sprach Bände.
Sicher scheint obiger Artikel oberflächlich gelesen nicht die Brisanz zu enthalten die ich ihm entnehme. Ich lese da auch etwas zwischen den Zeilen und betrachte das Thema etwas koplexer. Das ist doch kein Zufall, dass, nachdem Hondos 11. Platz bei TT zunächst kaum Erwähnung fand, plötzlich dieser Artikel mit ´ner Menge Lobhudelei nachgereicht wird. Es ist auch kein Zufall, dass Hondo plötzlich keine Vuelta mehr fährt, obwohl das ursprünglich einer seiner Saisonhöhepunkte war. Der Artikel ist in meinen Augen auch eine Produkt der Schönfärberei wie man das von TT gewöhnt ist. Aber man kann deutlich heraus lesen, dass er sich z. B. das Finale des WC Rennens anders vorgestellt hatte. Nach Zabels Defekt hätte man ihm (Hondo) jegliche Unterstützung geben müssen und das sehe ich auch so.
Schon bei den von Hondo gegebenen kurzen Interviews während der Tour hatte ich das Gefühl, wenn er nur könnte würde er was ganz anderes sagen. Es schien ihm schwer zu fallen die Fassung zu bewahren und sowohl an seinem Gesicht als auch an seinen Worten war das zu erkennen aber die Interviewer wollten oder konnten es nicht begreifen.
ploner
Was mir bekannt ist, waren die Gründe für seine Vertragsverlängerung bei TT
- Freunde im Team
- mehr Möglichkeiten, Job und Familie in Einklang zu
bringen (Coast war damals noch nicht DIE Adresse)
Die Übernahme des Staffelstabes von Zabel hat er sich bestimmt auch etwas einfacher vorgestellt. Zabel kann einfach nicht genug bekommen und nimmt Hondo nun auch noch die Möglichkeit sich bei der Vuelta zu beweisen.
Geschrieben von ploner am 06.08.2002 um 16:56:
Hondo's Situation
| Zitat: |
Original von panni
Was mir bekannt ist, waren die Gründe für seine Vertragsverlängerung bei TT
- Freunde im Team
- mehr Möglichkeiten, Job und Familie in Einklang zu
bringen (Coast war damals noch nicht DIE Adresse)
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Wenn er seinen Arbeitsplatz danach aussucht, dass er Freunde im Team hat und Job und Familie in Einklang bringen kann, dann respektiere ich das. Nur braucht er dann auch jetzt kein langes Gesicht machen wenn er hinter Zabel die zweite Geige spielt.
Geschrieben von Windkante am 06.08.2002 um 17:37:
Hondo
hatte Hondo letztes Jahr nicht auch Angebote von ausländischen Teams? CSC- Tiscali hat doch auch verzweifelt einen Sprinter gesucht.
Normalerweise hat Hondo ja auch ein völlig anderes Rennprogramm als Zabel, das ist dieses Jahr etwas ungünstig für Hondo verlaufen, da er den Giro abbrechen mußte. Mit der Verlängerung bei Telekom hat er allerdings akzeptiert, daß er nur Sprinter Nummer 2 ist. Einen Stabswechsel sehe ich zwischen den beiden überhaupt nicht - auch nicht in Zukunft, dafür ist Zabel noch zu jung oder Hondo dann schon zu alt. Wieso sollte Zabel jetzt auch aufhören - dazu gibt es überhaupt keinen Grund. Und daß es schwierig sein würde, an Zabel vorbeizukommen, muß Hondo auch gewußt haben. 2 Giroetappensiege sind schön, reichen dazu aber nicht aus.
Geschrieben von panni am 06.08.2002 um 17:47:
RE: Hondo's Situation
| Zitat: |
Original von ploner
| Zitat: |
Original von panni
Was mir bekannt ist, waren die Gründe für seine Vertragsverlängerung bei TT
- Freunde im Team
- mehr Möglichkeiten, Job und Familie in Einklang zu
bringen (Coast war damals noch nicht DIE Adresse)
|
Wenn er seinen Arbeitsplatz danach aussucht, dass er Freunde im Team hat und Job und Familie in Einklang bringen kann, dann respektiere ich das. Nur braucht er dann auch jetzt kein langes Gesicht machen wenn er hinter Zabel die zweite Geige spielt. |
Grundsätzlich stimme ich dir zu, vielleicht sieht er das alles aber jetzt ein wenig anders als zum Zeitpunkt der Vertragsverlängerung. Inzwischen hat sich ja einiges geändert.
1. Private Situation (seine schwer kranke Mutter ist
gestorben)
2. Die heile (Team)welt ist scheinbar nicht mehr das was
sie mal war
3. Es gibt inzw. 3 deutsche GS1 Teams
4. Vielleicht war er nach den 2 Etappensiegen beim Giro
noch nicht 100 %ig von seinen Möglichkeiten
überzeugt
5. Vielleicht hat er Zabels Gier nach eigenen Erfolgen
unterschätzt
Ich hoffe in seinem Interesse, dass er sich ein anderes Team sucht. Hatte er eigentlich um 1 oder 2 Jahre verlängert?
Geschrieben von Windkante am 06.08.2002 um 17:50:
2 Jahre-
er fährt bis Ende 2003 bei Telekom.
Geschrieben von panni am 06.08.2002 um 17:53:
Danke, damit ist ein Wechsel im Moment leider kein Thema. Schade!
Geschrieben von panni am 06.08.2002 um 18:07:
Windkante,
natürlich wird und soll Zabel nicht aufhören, dafür gibt es keinen Grund. Es gibt keine andere Lösung für Hondos Problem als ein Teamwechsel.
Allerdings finde ich es echt besch........, dass Zabel ihm jetzt auch noch die Vuelta "weg schnappt". Und ich bleibe dabei, Zabel hätte am Sonntag auf ein gutes Abschneiden von Hondo vertrauen müssen und nicht die Helfer zu sich rufen dürfen. Dieser Egoist hat für ein paar lumpige WRL-Punkte einen möglichen Sieg für das Team geopfert. Für mich bleibt Zabel das was er schon immer war, ein vom Ehrgeiz zerfressenes Ar.....lo..
Geschrieben von spiderman am 06.08.2002 um 18:26:
hm, weiss nicht, das war für ihn ja vielleicht nicht zu überblicken, daß er gar keine Chance mehr hatte, ans feld wieder ranzukommen, und das man sich dann im team auf den stärksten sprinter konzentriert halte ich schon für richtig. klar, ab einem gewissen Zeitpunkt hätte man erkennen müssen, daß es nicht mehr reicht, aber da wars wohl schon zu spät
Geschrieben von Michelin-Männchen am 06.08.2002 um 19:10:
Sportlicher Leiter
| Zitat: |
Original von spiderman
hm, weiss nicht, das war für ihn ja vielleicht nicht zu überblicken, daß er gar keine Chance mehr hatte, ans feld wieder ranzukommen, und das man sich dann im team auf den stärksten sprinter konzentriert halte ich schon für richtig. klar, ab einem gewissen Zeitpunkt hätte man erkennen müssen, daß es nicht mehr reicht, aber da wars wohl schon zu spät |
Dafür hat man einen sportlichen Leiter, der diese Lage erkennt und die Strategie entsprechend anpasst. Ich schätze mal, dass die Zeit für eine Entscheidung am Sonntag wirklich sehr kurz war.
So könnte es gewesen sein:
"Aldag und Schaffrath waren in der Nähe von Zabel und haben sicherlich instinktiv gehalten, als er eine Panne hatte - Er ist schließlich der Chef und Wese war zu dem Zeitpunkt schon ausgestiegen. Wenn für Ete kein Ersatzhinterrad da war, war auch kein Teamfahrzeug vorhanden. Also musste Shanmaddeo seinen Hobel abgeben. Damit waren schon drei Fahrer praktisch "verbraucht". Inzwischen hatte die sportliche Leitung wieder einen Überblick über die Situation von Ete, aber keine Ahnung von der Spitzengruppe, und gab per Funk an das Klierchen durch, am Gipfel des Waseberg zu warten, was der auch bereitwillig tat. Damit hatte Hondo nur noch Klöden ..."
Sebastian
Geschrieben von gildor_inglorion am 06.08.2002 um 19:13:
@panni
>Für mich bleibt Zabel das was er schon immer war, ein >vom Ehrgeiz zerfressenes Ar.....lo..
also mich nervt es doch wenn unbeliebte fahrer hier beschimpft werden, ich frag mich ernsthaft was das soll und wie die reaktionen denn bei den eigenen lieblinen waeren
Geschrieben von karteikarte am 06.08.2002 um 19:18:
Sei froh das Erik Zabel soviel Ehrgeiz hat. Er hat damit schon oft genug die Kastanien für Telekom aus dem Feuer geholt. Anderen Fahrern würde ein bißchen mehr davon sicherlich auch ganz guttun!
Geschrieben von spitzen_matze am 06.08.2002 um 19:41:
| Zitat: |
Original von panni
Windkante,
Allerdings finde ich es echt besch........, dass Zabel ihm jetzt auch noch die Vuelta "weg schnappt". .
|
Wenn Ete die Vuelta nicht fährt, kann er die Weltranglistenführung sich gleich abhaken. Immerhin besteht noch die Möglichkeit auch in diesem Jahr als erster zu Überwintern. Auch ein schöner Erfolg, ein Jahr lang Weltranglistenerster zu sein. Aber ich glaub, da gabs mal ne kurze Unterbrechung durch Decker, oder? Egal, wäre auf jedenfall ein riesen Erfolg für Ete und alle seine Helfer im TT.
Ich fands aber auch schade, daß Hondo nicht mehr an die Gruppe rankahm. Wahrscheinlich währe er mit mehereren Helfern und einer Sprintankunft am Ende aufs Stockerl gestiegen.
Geschrieben von gildor_inglorion am 06.08.2002 um 19:44:
stimmt genau, nach msr hat eric die weltrangliste bis zur flandern rundfahrt uebernommen
Geschrieben von muellerin am 06.08.2002 um 19:58:
Wenn TT immer wieder darauf hofft,
daß Erik Zabel die Rennen gewinnt, wird alles danach ausgerichtet und erst zu spät reagiert.
Hondo ist ein Klassesprinter, der seine Klasse schon bewiesen hat. Er hatte genug Angebote, um zu gehen, er tat es trotzdem nicht, obwohl er wußte, daß Zabel nicht aufhört und ihm in die "Quere" kommen kann.
Das wäre genauso, wenn Klöden oder Vino "heulen" würden, weil ihnen Jan vor die Nase gesetzt wird. Das wissen alle Fahrer.
Was ich eher erschreckend fand, daß der Helfer, welcher für Zabel rückbeordert wurde, die Kraft nicht hatte, einem Erik Zabel zu folgen, der eine 3-wöchige Tour hinter sich hatte. Das ist für mich wesentlich schwerwiegender, weil dann muß man sich schon mal die Frage stellen, warum werden solche Fahrer für so ein Weltcuprennen eingesetzt.
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