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Geschrieben von Herbert77MB am 28.07.2002 um 22:43:
Lance Interview
Frage: "Lance Armstrong, was bedeutet Ihnen dieser vierte Tour-Triumph?"
Lance Armstrong: "Ich bin glücklich, wieder gewonnen zu haben, weil ich ein Jahr darauf hingearbeitet habe. Wenn ich dieses Rennen verloren hätte, wäre ich enttäuschter gewesen, als es sich irgendjemand vorstellen kann."
Frage: "Jacques Anquetil, Eddy Merckx, Bernard Hinault und Miguel Indurain haben fünfmal die Tour gewonnen. Ist das auch Ihr nächstes Ziel?"
Armstrong: "Es ist nicht so wichtig, ob ich ein-, vier- oder fünfmaliger Toursieger bin. Viel wichtiger ist, dass ich der erste bin, der diese Rundfahrt nach einer Krebs-Erkrankung gewinnen konnte."
Frage: "Stimmt der Eindruck, dass Sie bei dieser Tour nicht einmal an Ihre Grenzen gehen mussten, um zu gewinnen?"
Armstrong: "Ich weiß nicht. Ich denke, meine Gegner haben das Beste aus mir herausgeholt. Aber es ist möglich, dass noch weit mehr in mir steckt."
Frage: "Sie haben bei dieser Tour Ihre Tagessiege 12 bis 15 errungen. Wären in den Bergen noch mehr Erfolge möglich gewesen, wenn Sie und Ihre Mannschaft noch mehr auf Angriff gefahren wären?"
Armstrong: "Ich werde nie riskieren, mein Team zu verbrauchen, nur um alle Ausreißer in den Bergen zurückzuholen und möglichst jede Etappe zu gewinnen. Das wäre eine schlechte Taktik und würde sich irgendwann rächen."
»Ullrich war bisher mein härtester Herausforderer. Einer, der mich schlagen kann. Ich hoffe, dass er zurückkommt.«
Lance Armstrong
Frage: "Heißt das, dass selbst ein Ausnahmefahrer wie Sie die Tour nur mit einer starken Mannschaft gewinnen kann?"
Armstrong: "Zweifellos. Auch wenn es nie leicht ist, diese Rundfahrt zu gewinnen: Ein gutes Team macht es jedenfalls leichter. Ich hatte das beste der Tour. Die erfahrensten, motiviertesten und zielstrebigsten Mitstreiter, die man sich wünschen kann. Ihr Job war härter als meiner."
Frage: "Haben Sie Jan Ullrich vermisst?"
Armstrong: "Ullrich war bisher mein härtester Herausforderer. Einer, der mich schlagen kann. Ich hoffe, dass er zurückkommt."
Geschrieben von Tourmalet am 28.07.2002 um 22:47:
Sorry
Aber wenn Armstrong sagt, dass Ullrich sein härtester Herausforder war und der ihn schlagen könne, dann heißt das eigentlich dass Armstrong sicher ist, Ullrich im Zweifelsfall im Griff zu haben. Es ist bei Armstrong nie gut für die jeweiligen Personen wenn sie von ihm gelobt werden. Genau das hat er ja mit Once auch vor den Bergen gemacht.
Geschrieben von Meatball am 28.07.2002 um 23:24:
Er will..
nicht arrogant und selbst sicher ausdrücken, selbst wenn er das ist.
Ein reine repekt frage, odr, täuschungmanöver
Geschrieben von OgerTian am 28.07.2002 um 23:54:
Viel wichtiger ist, dass ich der erste bin, der diese Rundfahrt nach einer Krebs-Erkrankung gewinnen konnte.
so was kann ich nicht mehr hören, die frage war aber auch doof
Geschrieben von Herbert77MB am 29.07.2002 um 18:31:
@OgerTian
Warum kannst Du sowas nicht hören?
Das ist nunmal die Wahrheit.
Er kann froh sein, daß er noch lebt.
Und das weiß Lance auch.
Es ist doch gut, wenn er mit solchen Aussagen anderen die schwerkrank sind, Mut macht.
Und das macht er damit.
Er hat gekämpft und er kämpft immer noch.
Er zeigt allen, daß es sich lohnt zu kämpfen.
Das Lance dies öffentlich sagt und auch danach lebt (soweit ich / wir das beurteilen können) kann doch nur positiv sein.
Es gibt genug Menschen da draußen die jede Unterstützung und jeden Strohlam brauchen.
Und wenn man im Krankenhaus liegt und sich kaum noch bewegen kann und sieht wie Lance Radfahren kann, gibt es sicher Leute dennen es Mut macht.
Und das ist auch gut so.
Deshalb komme ich mit Deiner Aussage nicht so ganz zurecht, sorry.
Geschrieben von Tourmalet am 29.07.2002 um 18:52:
An
dem von Oger zitierten Satz stört mich aber das "erste". Ich finde nämlich dass es wurscht ist, ob schon vorher jemand die Tour nach einem Krebsleiden gewonnen hat. Durch dieses Wort klingt der Satz nämlich so, dass er froh ist das ER der erste war der es nach dieser Krankheit geschafft hat die Tour zu gewinnen.
Geschrieben von Herbert77MB am 29.07.2002 um 20:02:
Ich denke nicht das Lance es so gemeint hat. Ich interpretiere es so, daß er es wichtig findet, daß jemand nach einem Krebsleiden (bzw. er nach seinem) die Tour gewonnen hat (davon abgesehn muß man bei
Ürsetzunmgen immer aufpassen, daß dort nicht der "Sinn" der Aussage durch nicht ganz korrekte Übersetzungen verfälscht wurde).
Auch wenn ich Lance Fan bin, versuche ich stets unvoreigenommen zu sein. Und mir kommt es wirklich so vor, daß er es so nicht gemeint hat, daß es wichtig wäre, daß er der erste war..
Geschrieben von Herbert77MB am 29.07.2002 um 20:16:
Das habe ich zufällig gerade auf www.lancearmstrong.com gelesen:
Regardless of one victory, two victories, four victories, there's never been a victory by a cancer survivor. That's a fact that hopefully I'll be remembered for." - Lance
Geschrieben von Michelin-Männchen am 29.07.2002 um 20:21:
Ich kann mich nicht erinnern
dass ein Greg Lemond solch einen Lärm um seine Rückkehr gemacht, nachdem er sich beinahe selbst erschossen hatte ...
Oder Pantani, der auch schon als Sportinvalide galt, bevor er 1997 zurückkam ...
Oder Luc Leblanc ...
Gibt es eigentlich Interviews mit Fausto Coppi, in denen er betont, dass er der erste Giro-, Tour- WM-Gewinner, Welterrekordhalter etc etc mit Glasknochen wäre?
Wird Jan Ullrich ...
Nichts für ungut Herbert, aber diese dauerhafte Betonung der Überwindung seines Schicksals hat langsam Grenzen erreicht.
Sebastian
Geschrieben von Meatball am 29.07.2002 um 20:41:
Okay, wie hättet ihr...
Diese frage beantwortet? Mit ein ehrlich antwort oder irgendwas was jemand hören will? Wenn er wirklich arogant wäre würde er nicht dann sagen " Ich habe Krebs besiegt, jetzt kann ich Auch mein gegner besiegen."
Ich finde das er das recht hat zu sagen was er will, und vielleicht können manche ihm einfach nicht verstehen weil ihr sowas nicht vorstellen könnte.
Herb, anderseits, weis es genau wie mann sich fühlt weil er änliches auch durchgemacht hat, und wenns vielleicht nicht ganz so weit war als LA seine krebs.
Ich finde es gut wenn er ein patient ein hoffnung macht, und das wenn er es noch in 20 jahren wiederhollt.
Geschrieben von zilpzalp am 29.07.2002 um 23:03:
eines der Hauptziele von USPS
bei ihrem Engagement im Radsport ist die Motivation ihrer Mitarbeiter. Aussagen in Interviews und besonders auf der Homepage sollen also auch (oder sogar in erster Linie!) den ganz normalen Briefträger im mittleren Westen erreichen. Das mag für unsere Ohren arrogant klingen.
Ich glaube aber nicht, daß man Armstrong nur an solchen Äußerungen messen darf. Im französischen Fernsehen klangen seine Antworten alles andere als arrogant. Und in der heutigen Equipe ist ein sehr ausführliches Interview, in dem er keine altbekannten Statements (Stichwort Ullrich...) zu Protokoll gibt, sondern sich teils detailliert begründet zur Tour und seinem Team äußert.
Geschrieben von OgerTian am 30.07.2002 um 02:00:
ich nehme die aussage zurück, die englische version find ich ok. die frage war eben schon ziemlich doof, was in einem jahr los ist steht in den sternen

.
Geschrieben von Michelin-Männchen am 30.07.2002 um 08:21:
RE: eines der Hauptziele von USPS
| Zitat: |
Original von zilpzalp
Und in der heutigen Equipe ist ein sehr ausführliches Interview, in dem er keine altbekannten Statements (Stichwort Ullrich...) zu Protokoll gibt, sondern sich teils detailliert begründet zur Tour und seinem Team äußert. |
Eine (übersetzte) Version des Interviews in diesem Forum wäre super.
Wg. des Radsportengagements steht das defizitäre Staatsunternehmen USPS in den USA auch in der Kritik, stand zumindest gestern in der FAZ.
Sebastian
Geschrieben von Herbert77MB am 31.07.2002 um 22:19:
@ Sebastian
Zu den von Dir aufgezählten Beispielen kann ich leider nichts sagen. Sie liegen lange vor meinem Interesse für den Radsport.
Findest Du wirklich, daß Lance zu oft von seiner Krankheit spricht?
Ich kann Deiner Argumentation nicht so ganz folgen.
Immerhin spricht Lance von einer Sache die wirklich so ist, bzw. war.
Ich sehe zuerst nicht den 4-maligen Toursieger in Lance, sondern den Krebspatienten, der das Glück hatte, eine so schwere Krankheit zu überstehen.
Geschrieben von TEVC am 31.07.2002 um 22:27:
Ich bin da auch zwiespältig. Einerseits hat Sebastian mit seinen Beispielen Recht und vor allem LeMond hätte nach dem Schrotflintenschuss auch einen ganz tollen American Dream Hero abgeben können!
Aber andererseits hat er dieses lobenswerte Engagement in der Krebshilfe. Ich hatte nie Krebs, und so Gott will werde ich hoffentlich auch nie einen haben. Aber ein Mitabiturient von mir ist an Lungenkrebs verstorben. Ich habe da schon mitbekommen an welche Strohhalme sich diese Leute halten. Und wenn Lance auch nur für einen einzigen Fall ein Vorbild sein kann, ihm Hoffnung gibt, darf er meinetwegen so lange von seiner Story reden wie er mag!
Geschrieben von Werner am 31.07.2002 um 22:28:
Eines hat er vergessen, dass man um die Tour zu gewinnen nicht nur der beste Fahrer mit dem besten team sein muß, sonder auch noch mit dem skrupelosesten Arzt zusammenarbeiten muß! Ohne ihn kann er es wohl nicht.
Verzeihung er ist ja ein Ehrenmann.
Geschrieben von bAdpit am 31.07.2002 um 23:23:
| Zitat: |
Original von Werner
Eines hat er vergessen, dass man um die Tour zu gewinnen nicht nur der beste Fahrer mit dem besten team sein muß, sonder auch noch mit dem skrupelosesten Arzt zusammenarbeiten muß! Ohne ihn kann er es wohl nicht.
Verzeihung er ist ja ein Ehrenmann. |
sorry..... dazu kam mir gerade der gedanke ferrari mit dem teufel zu vergleichen und das lance ihm seine seele verkauft hat, um dem tod von der schippe zu springen!
Geschrieben von OgerTian am 01.08.2002 um 03:33:
mir kamen schön häufer die gedanken, wer weiß warum er überhaupt krebs bekam...... die mittel was radfahre machmal schlucken sind sicher nicht gesundheitsfordernd mache zerstören den körber ganz schon.
gibts in armstrongs verwandschaft krebsfällen wenn ja viel welches alter (er war ja uach noch sehr jung)
naja egal sind eh alles nur spekualtionen, eins kann ich sicher sagen gelernt hat er aus seiner krankheit sicher nicht viel.... (möchte nicht wissen war er jeden tag schluckt oder verwendet)
Geschrieben von Werner am 01.08.2002 um 08:17:
Ob er was gelernt hat, weiß ich nicht, auf jeden Fall ist er sicher vorsichtiger geworden. Und die großen Champions haben schon immer am wenigsten gedopt.
Was mich wieder so ärgert, ist diese Heldendarstellung. Er hat den Krebs besiegt (oder doch die Ärzte), er trainiert am fleißgsten (warum wohl), er hat diesen genialen Tritt (den er nur durchziehen kann, weil sein Körper scheinbar seine Muskeln mit mehr Sauerstoff versorgen kann und sie nicht so schnell übersäuern, als bei all den anderen). Aber die Tatsache, dass er mit Ferrari (dem Blutdopingspezialisten) zusammenarbeitet, die wird immer schön unter dem Tisch gekehrt. Nur weil es nicht zur Heldenverehrung, Legendenbildung und ins Geschäft passt. Man stellt sich nur vor, was passieren würde, würde Pantani jetzt eine Zusammenarbeit mit Ferrari bekanntgeben. Wie groß wäre das Geschrei?
Geschrieben von Michelin-Männchen am 01.08.2002 um 08:51:
RE: @ Sebastian
| Zitat: |
Original von Herbert77MB
Zu den von Dir aufgezählten Beispielen kann ich leider nichts sagen. Sie liegen lange vor meinem Interesse für den Radsport.
Findest Du wirklich, daß Lance zu oft von seiner Krankheit spricht?
Ich kann Deiner Argumentation nicht so ganz folgen.
Immerhin spricht Lance von einer Sache die wirklich so ist, bzw. war.
Ich sehe zuerst nicht den 4-maligen Toursieger in Lance, sondern den Krebspatienten, der das Glück hatte, eine so schwere Krankheit zu überstehen. |
Ich kann Dich schon verstehen und will LAs Engagement für seine Stiftung nicht in Frage stellen.
Ich hatte nur das Vergnügen, während der ersten Tage der Tour amerikanische Zeitungen (im wesentlichen NY Times und USA Today) zu lesen. Das Bild, das dort von LA aufgebaut wurde (LA gegen den Rest der Welt, LA hat den Krebs besiegt, LA kann es schaffen usw.) erinnert verdammt an Rambo I-IV und das nervt mich einfach. Ich frage mich, ob wirkliche Stars so etwas nötig haben.
Achtung Threadtransformation: Wenn JU jetzt einen Keine-Macht-den-Drogen-Werbespot machen würde, fände ich ihn deutlich glaubwürdiger.
Sebastian
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