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Geschrieben von jonas am 03.10.2017 um 19:28:

  RE: Tre Valli Varesine 2017

Reichenbach hat sich den Ellbogen gebrochen. FDJ schreibt auf twitter:

Zitat:
The crash has been caused by the dangerous behavior of one of his opponents, Gianni Moscon


Wenn ich mich recht erinnere war Reichenbach der (oder einer derer), die den rassistischen Ausfall von Moscon an die Öffentlichkeit brachten. Kann Zufall sein.



Geschrieben von tal am 03.10.2017 um 20:44:

  RE: Tre Valli Varesine 2017

Wahnsinn. geschockt

Tweet vom April.



Geschrieben von Damn True am 03.10.2017 um 22:05:

  RE: Tre Valli Varesine 2017

Also hat Moscon Reichenbach mit Absicht vom Rad gestoßen?
Gut wundern würde es mich nicht bei Moscon Kaffee & News



Geschrieben von Ocaña am 03.10.2017 um 22:10:

  RE: Tre Valli Varesine 2017

Zitat:
Just watching French Tv and a journalist close to the FDJ team said that from Reichenbach point of wiew, Moscon thrown him in the pit willingly and that he is going to file a claim against him...


Aus dem cn Forum.



Geschrieben von Damn True am 03.10.2017 um 22:14:

  RE: Tre Valli Varesine 2017

Echt heftig.
Mocson gehört sehr schnell aus dem Verkehr gezogen!



Geschrieben von Ocaña am 03.10.2017 um 22:17:

  RE: Tre Valli Varesine 2017

Zitat:
Original von Damn True
Echt heftig.
Mocson gehört sehr schnell aus dem Verkehr gezogen!


Ich dachte ja immer, dass man sowas erstmal beweisen muss. Spassvogel



Geschrieben von Damn True am 03.10.2017 um 22:22:

  RE: Tre Valli Varesine 2017

Beleidigt andere Fahrer rassistisch. Lässt sich kurz nach seiner Sperre am Auto wieder ins Feld ziehen.
Selbst wenn es nicht so war gibt es genug Gründe warum Moscon nix im Feld zu suchen hat.
Wobei ich aber wirklich nicht glaube dass sich FDJ sowas einfach ausdenkt.



Geschrieben von jonas am 03.10.2017 um 22:35:

  RE: Tre Valli Varesine 2017

Sollte eigentlich ja schon möglich sein, dass neben Reichenbach (Und Moscon) die Szene sonst noch jemand gesehen hat, hat ja einige Leute an einem Radrennen. Vorsatz ist natürlich immer schwierig zu beweisen. Ein seltsamer Zufall ist es aber auf alle Fälle.

Hoffen wir, dass es da noch etwas Klarheit gibt, auf die eine oder andere Seite.



Geschrieben von Ocaña am 03.10.2017 um 23:17:

  RE: Tre Valli Varesine 2017

Ich glaube auch nicht an Zufälle. Nur muss halt bewiesen werden.

So oder so ist Moscon wohl inzwischen so etwas wie der Luis Suarez des Radsports.



Geschrieben von jonas am 03.10.2017 um 23:23:

  RE: Tre Valli Varesine 2017

Moscon fühlte sich auf jeden Fall genötigt auf twitter Reichenbach alles Gute zu wünschen, er habe sich aufgrund eines "Unfalls" verletzt.



Geschrieben von jonas am 04.10.2017 um 11:41:

  RE: Tre Valli Varesine 2017

Reichenbach wird in der Wallisser Zeitung La Nouvelliste zitiert (ungefähre übersetzung von mir):

"Ich werde Gianni Moscon verklagen weil er mich absichtlich zu Boden geschleudert hat.
Es war vorsätzlich. Mehrere Fahrer haben die Szene beobachtet und sind bereit dies auch auszusagen. Er hat sich absichtlich gegen mich geworfen. Der Sturz hätte in der Abfahrt noch viel schlimmer ausgehen können. Meine Equipe FDJ hat mir empfohlen ihn zu verklagen und wird mich unterstützen. Es ist eine Vergeltung für meinen Tweet während der Tour de Romandie. Dieser hatte seine interne Suspension in Gang gebracht. Ich habe seinen Namen allerdings nicht genannt."

Reichebach hat Moscon am Mittwochmorgen bei der italienischen Polizei sowie der UCI angezeigt.

Affaire a suivre ...

http://www.lenouvelliste.ch/articles/sports/cyclisme/sebastien-reichenbach-portera-plainte-contre-gianni-moscon-705884



Geschrieben von ogkempf am 04.10.2017 um 11:46:

 

Grossartig, dass er sich das traut. Ich hatte das schon ein paar Mal im Fussballthread angesprochen.
Meiner Meinung werden (versuchte) Koerperverletzungen beim Sport viel zu oft nur nach Sportrecht beurteilt, als betraete man mit einer Sportarena gleichzeitig auch eine Parallelgesellschaft.



Geschrieben von Ocaña am 04.10.2017 um 12:01:

 

Zitat:
Original von ogkempf
Grossartig, dass er sich das traut. Ich hatte das schon ein paar Mal im Fussballthread angesprochen.
Meiner Meinung werden (versuchte) Koerperverletzungen beim Sport viel zu oft nur nach Sportrecht beurteilt, als betraete man mit einer Sportarena gleichzeitig auch eine Parallelgesellschaft.


Und mal ab davon auch ein ganz guter Test wie viel Omerta eigentlich noch in der Sportart ist.

Und ich frage mich auch, wie viele solcher "Disziplinierungsmaßnahmen" eigentlich durchgeführt wurden. Also, wenn einer nicht mit den Regeln spielt, dann lässt man ihn stürzen. Matt Rendell schrieb darüber z.B. in Kings of the Mountains. Hinault und seine Leute waren da recht gut drinnen.

Kann vielleicht einer der Mods das auslagern? Danke. Ich kann mir vorstellen, dass das noch größere Wellen schlägt.



Geschrieben von Bugno am 04.10.2017 um 12:17:

 

Laut Moscon sind Reichenbach die Hände vom Lenker gerutscht. Das kann ja passieren, wie Van Garderen vorgeführt hat.

Jedenfalls bin ich auch gespannt, ob sich die Zeugen substanzialisieren oder doch lieber schweigen.



Geschrieben von ogkempf am 04.10.2017 um 12:54:

 

Zitat:
Original von Bugno
Laut Moscon sind Reichenbach die Hände vom Lenker gerutscht. Das kann ja passieren, wie Van Garderen vorgeführt hat.

Jedenfalls bin ich auch gespannt, ob sich die Zeugen substanzialisieren oder doch lieber schweigen.


Ah, gegen die Tuer gelaufen in der Dusche ausgerutscht, lese ich gerade! großes Grinsen



Geschrieben von jonas am 04.10.2017 um 13:07:

 

Zitat:
Original von ogkempf
Grossartig, dass er sich das traut. Ich hatte das schon ein paar Mal im Fussballthread angesprochen.
Meiner Meinung werden (versuchte) Koerperverletzungen beim Sport viel zu oft nur nach Sportrecht beurteilt, als betraete man mit einer Sportarena gleichzeitig auch eine Parallelgesellschaft.


Einverstanden. In einem globalen Sport halt noch schwierig durchzusetzen, wo ist Gerichtsstand, unterschiedliche Gesetzgebung, etc.

So lange es aber innerhalb der EU ist dürfte so was schon machbar sein. Wenn denn die Beweislast ausreicht. Und wenn sie für Vorsatz nicht ausreicht dürfte zumindest eine Fahrlässigkeit nachweisbar sein und bestraft werden können.



Geschrieben von Faser am 04.10.2017 um 19:03:

 

Das sieht in der Tat nicht gut aus für Moscon. Normal bleibt das Peloton auch bei ein wenig übleren Sachen eher unter sich. Das FDJ und Reichenbach mit angeblichen Zeugen so in die Offensive geht, ist äußerst ungewöhnlich. Von daher denke ich persönlich, dass da etwas dran ist.



Geschrieben von jonas am 04.10.2017 um 23:22:

 

SKY sagt (auf französisch):

""Dans un premier temps et avant tout, nous souhaitons a Sébastien Reichenbach de récupérer au plus vite de ses blessures. Quand aux circonstances de la chute, nous pensons que la meilleure chose a faire avant de nous exprimer est d'attendre que les faits soient établis, mais également que les principaux protagonistes aient l'occasion de s'exprimer."

Also quasi wir wollen zuerst alle anhören bevor wir uns äussern. Unmissverständlicher Support für den eigenen Fahrer sieht anders aus.



Geschrieben von Bugno am 06.10.2017 um 12:36:

 

Je nachdem, wie glaubwürdig die Zeugen sind, kann das alles werden von Unfall über fahrlässige Körperverletzung über vorsätzliche Körperverletzung bis hin zum versuchten Totschlag.
Aber ich denke, dass Moscon vor einem italienischen Gericht einen Vorteil hat. Eine unbedingte Strafe halte ich für unwahrscheinlich.



Geschrieben von jonas am 06.10.2017 um 13:20:

 

Zitat:
Twitter's no place for Gianni Moscon's trial re Seb Reichenbach's crash & injury (lenouvelliste.ch/articles/sport… ) but if UCI hears case Moscon risks 1-6 month suspension


https://twitter.com/inrng/status/915548389030469635

1-6 Monate für Vorsatz wären auch ein Witz.

Reichenbach wurde am Mittwoch (erfolgreich) operiert. 6 Wochen ist der Ellbogen immobilisiert, 3-4 Monate bevor er mit dem Training beginnen kann. Die 1.Saisonhälfte dürfe da schon fast gelaufen sein.


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