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Geschrieben von Michelin-Männchen am 12.08.2009 um 06:36:

  Fahrradwege

Fahrradwege
Es fehlt am Platz, am Willen, am Geld
Von Hans-Heinrich Pardey

FAZ

Zitat:
Es wird nicht nur mehr Fahrrad gefahren als noch vor rund zehn Jahren, als die gültigen Regelungen in Kraft gesetzt wurden, es wird auch schneller gefahren. Das geht zum einen auf das Konto verbesserter Fahrradtechnik - mit und ohne motorische Unterstützung - und resultiert zum anderen aus der sportlicher gewordenen, stärker an Leistung auch im Fahrradsattel orientierten Einstellung zum Fahrradfahren überhaupt. Sportliche Radfahrer mit höherer Geschwindigkeit sind für alle Beteiligten am sichersten auf der Straße, allenfalls auf einem gesonderten Streifen der Fahrbahn, aufgehoben. Ein flachgebeugter Triathlet mit niedrigem cw-Wert, der wochenends mit Tempo 40 einen mit Z240 beschilderten Radweg entlangdonnert - die wenigsten tun das glücklicherweise, sondern ignorieren blaue Schilder oder fahren auf Straßen, wo es keine gibt -, ist eine ärgerliche Gefahr: für Fußwanderer genauso wie für Hundefreunde und andere Radler und für sich selbst.


Zitat:
Die häufigsten Konflikte ergeben sich dort, wo Radwege und Fahrbahnen des Kraftverkehrs sich kreuzen: Querstraßen, Grundstückszu- und -ausfahrten, Abbiegespuren, die den quer oder geradeaus weiterverlaufenden Radweg überqueren. Ein unangenehmes Beispiel: Eine rechts abzweigende Fahrbahn und ein daneben verlaufender Radweg nebst Bürgersteig kommen an eine gleichzeitig grüne Ampel. Der Autoverkehr biegt zügig ab, der Radverkehr aber versucht bei Grün geradeaus die Straße zu überqueren; an einer solchen Stelle herrschen keine Verkehrsregeln, sondern brutal das Durchsetzungsvermögen des Stärkeren.



Geschrieben von falzarego am 12.08.2009 um 10:03:

  RE: Fahrradwege

Zitat:
Original von Michelin-Männchen
Fahrradwege
Es fehlt am Platz, am Willen, am Geld
Von Hans-Heinrich Pardey

FAZ

Zitat:
Es wird nicht nur mehr Fahrrad gefahren als noch vor rund zehn Jahren, als die gültigen Regelungen in Kraft gesetzt wurden, es wird auch schneller gefahren. Das geht zum einen auf das Konto verbesserter Fahrradtechnik - mit und ohne motorische Unterstützung - und resultiert zum anderen aus der sportlicher gewordenen, stärker an Leistung auch im Fahrradsattel orientierten Einstellung zum Fahrradfahren überhaupt. Sportliche Radfahrer mit höherer Geschwindigkeit sind für alle Beteiligten am sichersten auf der Straße, allenfalls auf einem gesonderten Streifen der Fahrbahn, aufgehoben. Ein flachgebeugter Triathlet mit niedrigem cw-Wert, der wochenends mit Tempo 40 einen mit Z240 beschilderten Radweg entlangdonnert - die wenigsten tun das glücklicherweise, sondern ignorieren blaue Schilder oder fahren auf Straßen, wo es keine gibt -, ist eine ärgerliche Gefahr: für Fußwanderer genauso wie für Hundefreunde und andere Radler und für sich selbst.


Zitat:
Die häufigsten Konflikte ergeben sich dort, wo Radwege und Fahrbahnen des Kraftverkehrs sich kreuzen: Querstraßen, Grundstückszu- und -ausfahrten, Abbiegespuren, die den quer oder geradeaus weiterverlaufenden Radweg überqueren. Ein unangenehmes Beispiel: Eine rechts abzweigende Fahrbahn und ein daneben verlaufender Radweg nebst Bürgersteig kommen an eine gleichzeitig grüne Ampel. Der Autoverkehr biegt zügig ab, der Radverkehr aber versucht bei Grün geradeaus die Straße zu überqueren; an einer solchen Stelle herrschen keine Verkehrsregeln, sondern brutal das Durchsetzungsvermögen des Stärkeren.




....und da, an den Übergängen, wo sich Fußgänger, Rollstuhlfahrer, Kinderwagenschieber, Radler treffen, da stehen auch noch die behördlich schlau gepflanzten Ampelssäulen, Straßennamenträger, Verkehrsschilder...
Trifft sich dann prächtig mit den "Ich denk' nicht daran zu blinken!" motorisierten Verkehrsteilnehmer!
Heißt: Gesundes Radeln wird durch krankhafte Rücksichsichtslosigkeit diverser Autofahrer lebensgefährlich!
Erlebte ich vor ein paar Tagen: Ein rechtsabbiegender, blinken? nein! FAHRSCHULWAGEN!! rauschte knapp an mir vorbei...
Eine Mutter mit 'nem Kind meinte: "der Lehrer...pädagogisch wirklich sinnig!"



Geschrieben von Moreau am 12.08.2009 um 10:44:

 

bremen hat sehr viele radwege, allerdings oft in einem katastrophalen zustand.
neue radwege werden nur sehr schmal gebaut, beim überholen nur zentimeterabstand zum anderen radfahrer.
viele radwege in schlangenlinien, immer wieder bogen um bäume und parkplätze.



Geschrieben von forza_Jan am 12.08.2009 um 12:38:

 

Aachen hat ganz viele AlibiRadwegekilometer. das bedeutet: dort wo es spannend wird (kreuzungen, abzweigungen) hören die aufgepinselten 'radwege' einfach auf.
Richtung Eifel sieht es durchwachsen aus. do fit wie die Niederländer sind die Deutschen einfach noch nicht. anstatt bei strassenausbesserungen oder Neubauten die fahrbahn einfach breiter zu konstruieren und asphaltieren um dan einen vernünftigen radweg sicher abzutrennen, baut hier immer noch sehr kostenintensiv abenteuerliche Konstrukte. Diese weisen dann bereits ach kurzer Zeit Risse in der Oberfläche oder andere Konstruktionsbedingte Mängel auf.



Geschrieben von ThunderBlaze am 12.08.2009 um 13:05:

 

In Dresden siehts auch nicht besser aus. Erst recht nicht wenn ein Radweg auf der Straße aufhöhrt und um die Kurve Straßenbahnschienen sich befinden und du auf die Mitte "springen" musst. Ich kann mir vorstellen das es für den einen oder anderen eine besondere Herausforderung darstellt. ausfechten



Geschrieben von Ocaña am 12.08.2009 um 13:18:

 

Zitat:
Original von ThunderBlaze
In Dresden siehts auch nicht besser aus. Erst recht nicht wenn ein Radweg auf der Straße aufhöhrt und um die Kurve Straßenbahnschienen sich befinden und du auf die Mitte "springen" musst. Ich kann mir vorstellen das es für den einen oder anderen eine besondere Herausforderung darstellt. ausfechten


Na sei froh, dass Armstrong nicht in Dresden Radfahren wird. großes Grinsen



Geschrieben von Madeleine am 17.08.2009 um 08:50:

 

Bei uns im Kreis Borken sieht es verhältnismäßig gut aus. Das liegt auch an unserem Kreis-Verkehrs-Bereichsleiter in Borken. Er ist selber begeisteter Radfahrer und tut sein Bestes. Er ist z.B. gegen diese Absperrungen und Hindernisse auf den Radwegen. Allerdings liegen wir auch an der Grenze zu den Niederlanden und mit denen können wir uns auch nicht vergleichen. Einfach super dort!



Geschrieben von Moreau am 17.08.2009 um 10:16:

 

eine straße weiter wurde mal ein neuer radweg angelegt...ca. 1,5m lang !
nun sind die roten radwegsteine wieder entfernt worden, und es wurde asphaltiert. soviel zum thema steuergelderverschwendung. ojojojoj



Geschrieben von Kalmit am 22.08.2009 um 21:23:

 

zum Thema:

http://www.freitag.de/community/blogs/cms/sicherheitsrisiko-radweg-stvo-novelle-bringt-hoffnung-fuer-radler



Geschrieben von Pedalritter am 26.08.2009 um 00:04:

 

Zitat:
Original von Kalmit
zum Thema:

http://www.freitag.de/community/blogs/cms/sicherheitsrisiko-radweg-stvo-novelle-bringt-hoffnung-fuer-radler


Ist ja leider bekannt, das dadurch die meisten Radler sterben.

Zitat:
Rechtsabbiegen Das Rechtsabbiegen ist ein Unterfall des allgemeinen Abbiegens; daher sind auch die allgemeinen Abbiege-Regeln des § 9 StVO zu beachten. Auch beim Ausfahren aus dem Kreisverkehr handelt es sich um ein Rechtsabbiegen. Mehr als beim Linksabbiegen kommt ein Abbiegen aus zwei nebeneinander liegenden Fahrstreifen beim Rechtsabbiegen vor, so daß sich in diesem Zusammenhang eine umfangreiche Rechtsprechung entwickelt hat, die auf die Besonderheiten dieses nicht ungefährlichen Verkehrsgeschehens eingeht (Ausschwenken längerer Fahrzeuge, Fahrspurwechsel und Schneiden nach dem Abbiegen in der neuen Fahrtrichtung usw.). Beim Rechtsabbiegen sind Besonderheiten zu beachten: Es ist dabei damit zu rechnen, daß Radfahrer und Mofa-Fahrer gem. § 5 Abs. 8 StVO an wartenden Rechtsabbiegern rechts vorbeifahren und als Geradeausfahrer ihr ihnen als gleichgerichtetem Längsverkehr zustehendes Vorrecht in Anspruch nehmen; weiterhin haben Rechtsabbieger gem. § 9 Abs. 4 StVO entgegenkommende Fahrzeuge durchfahren zu lassen (z. B. Radfahrer, die den für sie linken Radweg benutzen). Schließlich gibt es für Rechtsabbieger noch die Besonderheit des aus der ehemaligen DDR übernommenen Grünpfeils auf schwarzem Grund, der ein Rechtsabbiegen trotz roter Ampel unter Einhaltung bestimmter Verhaltensmaßregeln erlaubt.


Rechtsabbiegen



Geschrieben von Snebolinho am 26.08.2009 um 00:30:

 

Um das zu vermeiden kann man sich als Autofahrer einfach nahe an den Bordstein stellen beim warten (und folgendem rechts abbiegen), so kann dann auch kein Radfahrer oder Mofafahrer rechts passieren und muss hinter dem eigenen Fahrzeug absteigen.

An Radwegen ist es übrigens wirklich saugefährlich...allerdings fällt mir hier in Augsburg auch auf dass dort eben voll entlang gebrettert wird. Natürlich ist dann der Autofahrer schuld, aber ich finde es schon fahrlässig wie leichtfertig einige Radler ihr Leben aufs Spiel setzen. Fehler macht eben jeder und da bin ich auf dem Rad deutlich vorsichtiger und bremse vor solchen Abzweigen eigentlich meistens ab sofern Autos im Umkreis zu sehen sind (egal ob mit gesetztem Blinker oder ohne)...



Geschrieben von le coq sportif am 26.08.2009 um 06:58:

 

Zitat:
Original von Snebolinho
Um das zu vermeiden kann man sich als Autofahrer einfach nahe an den Bordstein stellen beim warten (und folgendem rechts abbiegen), so kann dann auch kein Radfahrer oder Mofafahrer rechts passieren und muss hinter dem eigenen Fahrzeug absteigen.

ach so, ihr autofahrer macht das extra - ich dachte immer, das wäre unwissenheit oder schlicht mangeldes nachdenken, dass da vielleicht ein radfahrer kommen könnte, der rechts vorbei bis an die haltelinie fahren möchte, wie es wohl sein recht ist.

wie wäre es denn einfach damit, den schulterblick fest ins programm einzubauen? vom blinken will ich gar nicht sprechen? keine ahnung



Geschrieben von schnippler^2 am 26.08.2009 um 08:47:

 

Ziemlich unnötig, verblödete Radfahrer gegen verblödete Autofahrer aufzurechnen. Gibt auf beiden Seiten so viele, dass keine normale Waage die tragen könnte.



Geschrieben von Floeri am 26.08.2009 um 09:41:

 

Zitat:
§ 5 Abs. 8 StVO (Mofa- und Radfahrer)

Warten Fahrzeuge verkehrsbedingt an einer Kreuzung bzw. Einmündung oder an einer roten Ampel, dürfen Radler und Mofafahrer rechts mit mäßiger Geschwindigkeit überholen. Voraussetzung dafür ist allerdings, ein für das Vorbeifahren ausreichender Abstand von mindestens 1 m zwischen den wartenden Fahrzeugen und dem Bordstein (Zwischen Fahrzeugreihen darf jedoch nicht vorgefahren werden, da sich die Regelung nur auf den äußerst rechten Fahrstreifen bezieht). Weiterhin müssen die Fahrzeuge zum Halten gekommen sein, bevor rechts überholt werden darf.


Also so wie das hier in Absatz VIII drinsteht, macht ein jeder Radfahrer hier den Verkehrsverstoss.
Zumindest kenne ich weder in Leipzig, im Harz, in HAnnover, Göttingen sowie in Braunschweig so breite Abbiegespuren, dass wir Radfahrer da mit dem einem Meter rechnen dürfen....AUßER: wir haben einen Radweg direkt an der Abbiegespur dran. keine ahnung

Aber egal, ich wäre bei jedem Unfall, ob der Autofahrer oder ich SChuld habe, derjenige, der die körperlichen Schmerzen hat tja....



Geschrieben von peso am 26.08.2009 um 10:22:

 

Zitat:
..dass wir Radfahrer da mit dem einem Meter rechnen dürfen....


Wie kommst du bzw. deine Quelle auch auf einen Meter?

Kann schon sein, daß es da entsprechende Urteile gegeben hat, würde mich interessieren.



Geschrieben von teufelsberg am 26.08.2009 um 10:44:

 

vielleicht will die "Auto-Seite" dieses Fass nicht aufmachen, da ja umgekehrt kaum ein Überholvorgang mit 1,5 bis 2 Meter Abstand stattfindet.



Geschrieben von maniroller am 26.08.2009 um 11:14:

würg

Tja, zumindest scheint es so, als würde ich ständig gegen die StVO verstoßen, wenn ich mit dem Auto vor Ampeln und Einmündungen eben nicht ganz rechts anhalte, sondern rechts von mir möglichst reichlich Platz für Radfahrer lasse?
Und ich Trottel bin bisher davon ausgegangen, das wäre meine Pflicht großes Grinsen



Geschrieben von Floeri am 26.08.2009 um 13:43:

 

Zitat:
Original von peso
Zitat:
..dass wir Radfahrer da mit dem einem Meter rechnen dürfen....


Wie kommst du bzw. deine Quelle auch auf einen Meter?

Kann schon sein, daß es da entsprechende Urteile gegeben hat, würde mich interessieren.


AvD

Der ADFC Dresden mit ner Broschüre


edith:
Zitat:
Rechts überholen
Radfahrer dürfen dies nicht uneingeschränkt. Es ist nur gemäßigt und besonders vorsichtig erlaubt (§5 Abs.8 StVO). Ein bei einem solchen Vorgang auf ein Auto geprallter Radler hat keinerlei Schadensersatzansprüche! Auch nicht aufgrund der sattsam bekannten Betriebsgefahr des Autos (OLG Celle, Urt.v. 15.02.2004-14 U91/03). Also: Mit Weitsicht radeln!



Geschrieben von Snebolinho am 26.08.2009 um 14:13:

 

Zitat:
Original von le coq sportif

ach so, ihr autofahrer macht das extra - ich dachte immer, das wäre unwissenheit oder schlicht mangeldes nachdenken, dass da vielleicht ein radfahrer kommen könnte, der rechts vorbei bis an die haltelinie fahren möchte, wie es wohl sein recht ist.

wie wäre es denn einfach damit, den schulterblick fest ins programm einzubauen? vom blinken will ich gar nicht sprechen? keine ahnung


Ich denke kaum dass es Pflicht ist beim warten and er Ampel rechts soviel Abstand zu lassen dass Radfahrer passieren können.

Gegenfrage: Ist es das Recht jedes Autofahrers an der Haltelinie zum Stillstand zu kommen, oder muss man sich hinter den bereits stehenden Fahrzeugen einreichen?

Blinker und Schulterblick, respektive genauer Blick in den Aussenspiegel gehören bei mir übrigens ins Programm, dennoch fühle ich mich sicherer wenn ich soweit rechts stehe, dass mich auch nach dem Anfahren kein, von hinten anrauschender Fahrradfahrer, überholen kann.

Im Stadtverkehr muss ich mit meinem Auto ständig bremsen, wenn ein Radfahrer auf der Fahrbahn unterwegs ist muss er das eben auch, das alles übrigens ohne jegliche Gehässigkeiten meinerseits, wie gesagt ich sehe durch weites "Rechts stehen" meine und die Sicherheit des Radlers gesteigert.



Geschrieben von Floeri am 26.08.2009 um 15:15:

 

Zitat:
Im Stadtverkehr muss ich mit meinem Auto ständig bremsen, wenn ein Radfahrer auf der Fahrbahn unterwegs ist


Dann fahr mal nicht so weit rechts, denn da ist der Platz den Radfahrern vorbehalten. ooops
Du gehörst bestimmt auch zu den Fahrern, die ohne Rücksicht auf Verluste "seine" Verkehrsrechte "einfährt", nicht wahr!? ....und wenn ein RAdfahrer im toten Winkel Deines rechten Spiegels fährt, so what keine ahnung ...Sicherheit Deinerseits Jetzt weiß ich, glaube ich... ? .


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