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Geschrieben von deutscher baske am 27.07.2008 um 18:42:
Resumé der Tour 2008: Sieger & Verlierer
Bevor die Tour 2009 in den Mittelpunkt rückt, kann jeder der interesse hat, seine sieger und verlierer der diesjährigen grand boucle offenbaren.
Geschrieben von Sunshine Thurau am 27.07.2008 um 19:02:
Von Valverde hatte ich ehrlich gesagt mehr erwartet.
Verlierer sind klarerweise Ricco und Piopoli.
Sieger sind sicher auch Kohl und Andy Schleck, von dem vermutlich zutrifft, was die Leute sagen: nämlich dass er besser ist als sein Bruder.
Evans ist ein halber Verlierer, weil er im Zeitfahren negativ überraschte. Ein zweiter Platz in Paris ist dennoch aller Ehren wert.
Geschrieben von Andorra97 am 27.07.2008 um 21:30:
Meine Sieger:
Sastre natürlich. Ich dachte bisher immer, der geht zum Lachen in den Keller, aber nein, heute auf dem Podium, da war er ja wirklich niedlich. Sein Söhnchen vor allem. Also mein weiches

-Herz hat er erobert: Ein eindeutiger Gewinner!
Kohl! Auch so süß da oben auf dem Podium. Sah beim Bergfahren auch immer so lustig aus, wie so ein Wackeldackel hintem im Mercedes. Ganz großer

-Punkt an den Bernie!
Sehr überraschender Sieger für mich: Cunego. Den konnte ich ja gar nicht leiden mit seinen blöden gefärbten Haaren und den Vorschusslorbeeren, die alle immer über ihn verbreiten!
Aber dann fuhr er so tapfer mit dem kaputten Kinn ins Ziel und sah so mitleidenserregend aus... mein

-Gefühl wurde angesprochen. Ein Sieger in meinem Herzen!
Meine Verlierer:
Valverde... ha ha ha. Hach, was tönen sie immer wie toll der doch sei und hach, was fährt er immer hinterher. Hoffentlich, weil er jetzt sauber ist und sich nix mehr traut seit Fuentes. Und hoffentlich tun die Berge jetzt so richtig gut weh!
Fothen ist für mich auch ein Verlierer. Tönt immer so groß und bringt es absolut nicht mehr. Verlierer!!!
Leider auch der Ete. Dem hätte ich einen glanzvolleren Abgang gewünscht. So ein kleiner Etappensieg wäre schon schön gewesen. Schade, aber auch ein Verlierer.
Geschrieben von deutscher baske am 27.07.2008 um 21:45:
Gewinner:
Natürlich der Mann in Gelb. Er war immer nah dran, aber als siegfahrer kam er letztlich nie in betracht. Und schließe mich "andorra97" an: Sein sohn in siegerpose war einfach zu putzig
Auch evans ist für mich ein sieger. Nachdem er sich in den bergen eine gute ausgangsposition fürs abschlusszeitfahren geschaffen hatte, verließen ihn dort die kräfte. Doch anstatt sich seiner enttäuschung hinzugeben, denkt er in dieser schwierigen situation tatsächlich an die lehren, die er aus seinem schweren sturz ziehen konnte- er ist
ZUFRIEDEN, dass er die tour (mehr oder weniger) unverletzt fortsetzen konnte und
genoss dazu jeden tag im gelben trikot, und sah es nicht als belastung, die verteidigt werden muss.
Sieger ist auch das team columbia, was in jeder wichtigen entscheidung präsent war: egal ob sprint, berg oder zeitfahren. Fänomenal konstant und ausgeglichen...und trotzdem nicht abnormal, wie einige auftritte von CSC.
Fortsetzung folgt morgen
Geschrieben von gardener am 27.07.2008 um 21:48:
| Zitat: |
Original von deutscher baske
[...]
Fänomenal
[...]
Fortsetzung folgt morgen
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Bitte nicht!
Geschrieben von xxEntexx am 27.07.2008 um 21:49:
| Zitat: |
Original von Andorra97
Leider auch der Ete. Dem hätte ich einen glanzvolleren Abgang gewünscht.
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Nur befürchte ich, dass wir ihn nächstes Jahr wiedersehen werden.
Geschrieben von Sprintstar am 27.07.2008 um 21:51:
Sieger bei dieser Tour für mich ganz klar logischerweise Sastre als GW-Gewinner... Dazu als Überraschungen in der GW noch Kohl (wobei man da schon wieder schwer nachdenken kann), Vandevelde (die wahre Überraschung, wo der das auch immer her hat, soll nicht in eine Richtung hinterfragend gemeint sein), das komplette Ag2r-Team ist für mich DER eigentliche Gewinner bei der TdF. Hinter den Wunder"dänen" 2. in der Manschaftswertung, gute Bergetappen gefahren, eine der prestigeträchtigsten gewonnen, Efimkin und Valjavec kamen in die Top-10. Weiterer "Sieger" dieser Tour is für mich Sylvain Chavanel, man mag ja bei seinem Sieg schon ein "ENDLICH!" auf den Lippen gehabt haben!

Eine interessante Überraschung (um mal beim Cofidis-Team zu bleiben) ist für mich Amael Moinard als Gesamt-15. Is zum ersten mal, dass ich diesen Namen im Zusammenhang mit einem grossen internationalen Rennen so weit vorne sehe.
Columbia für mich "Pflichtsieger" durch den mit Abstand besten Sprinter der Welt, Burghardt kam dann noch hinzu. Kirchens gute Leistung am Anfang wirkte in den Bergen schnell wieder "normaler".
Verlierer für mich die Euskaltelmanschaft, dachte, da kommt mehr.... Ausserdem die CEI-Manschaft, ein weniger voller/halbsauberer/sauberer oder watauchimmer seiender Piti (im Vergleich zu früher) wurde hier gnadenlos (von vielen Medien, hier bei C4F wusste man schon vorher besser bescheid) überschätzt. Dass er Plumelec abschoss, war eigentlich zu erwarten, auch dass er in Superbesse und bei den "leichteren" Bergetappen gut war. Aber ansonsten... Nunja....Generell fallen (ausser Sastre) die wenigen Spanier unter den vorderen 20 der GW auf.. (dafür halt 3 Luxemburger dabei)
Weder Gewinner noch Verlierer für mich: Cadel Evans, er zeigte einfach, was er (wie auch immer) in sich hatte.... Er is halt kein Dominator, zuweilen bei ihm schnell mal das letzte Quäntchen fehlt.... F. Schleck.... Nunja, war mehr oder minder im Bereich des erwarteten, Ändy verlor halt in Hautacam zu viel, ansonsten hätte der Top10+mehr gemacht... Cofidis als Team gesehen irgendwie zwiespältig: Einerseits super Tour gefahren, andererseits wird das Team zur nächsten Saison ausgeschlachtet...
Die Vollhonks der Tour sind für mich die Deppen, die sich mit Zeugs erwischen liessen, vorallem Ricco....
Geschrieben von Aubisque am 27.07.2008 um 23:02:
Sieger sind natürlich zunächst alle Fahrer, die es bis Paris geschafft. Diejenigen die besonders herauszuheben sind, wurden ja schon genannt. Ergänzen möchte ich die Liste mit Freire, weil er dieses mal bis Paris durchgehalten hat, und Stefan Schumacher, der von der Veranlangung wohl der kompletteste Fahrer zur Zeit ist. Er hat seine Klasse beim Zeitfahren, im Gebirge und selbst im Sprint. Es fehlt zur Zeit noch die Konstanz. Angenehm aufgefallen sind auch Voigt und Cancellara als Manschaftsfahrer und natürlich Sebastian Lang.
Sieger sind auch dieses Mal wieder das Publikum am Rande der Strecke, die mit vielen Aktionen unterwegs für Hingucker gesorgt haben. Gut gefallen haben mir auch die Kameramänner, die dieses alles eingefangen haben.
Pechvögel waren Feillu, Cunego, Wegmann und andere gestürzte Fahrer.
Verlierer waren italienische Teams und Fahrer, die keinen Tagessieg und Top-Plazierung zustande gebracht haben - Piepoli und Ricco zähl ich nicht mit. Negativ in Erinnerung bleiben auch die "Fans" am Anstieg zu Alpe d'Huez.
Insgesamt ist mir noch aufgefallen, daß aus den Top 15 lediglich Sastre und Valverde einen Tagessieg landen konnten. Das hat es aus meiner Erinnerung so noch nicht gegeben.
Geschrieben von chay05 am 27.07.2008 um 23:20:
Klarer Sieger ist für mich das Wort "sauberer".
Obwohl keiner sagen kann, was es denn konkret bedeutet, sind sich alle sicher: Diese Tour war es!
Sauberer ist nicht sauber, aber irgendwie schöner als die letzten Male. Wie sauber sauberer ist, wissen wir nicht so genau, trotz aller Vergleiche mit früheren Zeiten (Alpe d'huez jetzt zwei Minuten langsamer?)
Meine wesentliche Erkenntnis (und vermutlich die von ein paar Dutzend Profis und derem betreuerischen Anhang): Eine Epo-Generation hat sich zum Doping als unbrauchbar erwiesen. Ansonsten bemerkenswert viele alte Rundfahrtgesichter weit vorne. Die, für die bisher die Vuelta das Maß aller Dinge war, können auch bei der TDF vorne landen. Wie beruhigend. GST auf dem Podium: Da kann eigentlich nichts mehr falsch laufen.
Selbst die ÖR konnten sich dem "sauberer" nicht verschließen, Olympia lässt grüßen.
Ansonsten habe ich Contador vermisst, den finde ich im Moment mit Anstand am Symphatischsten.
Ach ja: Schon die zweite Tour, die Ulle locker eingetütet hätte.
Geschrieben von Andorra97 am 27.07.2008 um 23:31:
| Zitat: |
Original von Sprintstar
Verlierer für mich die Euskaltelmanschaft, dachte, da kommt mehr.... |
Denkt man das nicht eigentlich jedes Jahr??
Geschrieben von deutscher baske am 28.07.2008 um 09:13:
| Zitat: |
Original von Andorra97
| Zitat: |
Original von Sprintstar
Verlierer für mich die Euskaltelmanschaft, dachte, da kommt mehr.... |
Denkt man das nicht eigentlich jedes Jahr?? |
Letztes jahr haben sie die tour maßgeblich mitgeprägt. und ein 7. platz und einige podiumsplätze (2. platz in alp duez) bei den etappen sind für eine verkorkste tour auch nicht ohne.
Geschrieben von deutscher baske am 28.07.2008 um 09:13:
| Zitat: |
Original von gardener
Bitte nicht!
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Begründung?
Geschrieben von Barus am 28.07.2008 um 09:49:
Sieger ist für mich eindeutig Eurosport. Gerade bei der Schlussetappe wurde die Tour bei den ÖR noch vor der Siegerehrung abwürgt...
Den Nachwuchs mit aufs Podium zu schleppen, finde ich übrigens ziemlich albern.
Geschrieben von paolo am 28.07.2008 um 11:00:
Die erste Woche fand ich ja noch ganz spannend, aber danach war es fast nur noch Langeweile. Sastre der wohl stromloseste Sieger der letzen 50 Jahre oder so, den hat man wahrscheinlich in 4 Wochen schon wieder vergessen.
Meine Gewinner der Tour: Die Franzosen, angeführt von Sylvain Chavanel. 2008 ist Sylvain´s Jahr und ich hoffe er holt sich mit einer Attacke "á la Chavanel" das Regenbogentrikot.
Cav und Cio haben gezeigt,dass sie die Zukunft der Massensprints sind.
Verlierer: viele blieben hinter den Erwartungen, manche hatten Pech und einige waren zu dumm,aber der König der Dumpfbacken ist Ricco.
Geschrieben von Louison Bobet am 28.07.2008 um 11:13:
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Original von paolo
Cav und Cio haben gezeigt,dass sie die Zukunft der Massensprints sind.
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Und wer ist Gegenwart?
Geschrieben von xxEntexx am 28.07.2008 um 11:15:
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Original von paolo
Die erste Woche fand ich ja noch ganz spannend, aber danach war es fast nur noch Langeweile. Sastre der wohl stromloseste Sieger der letzen 50 Jahre oder so, den hat man wahrscheinlich in 4 Wochen schon wieder vergessen.
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Es fehlen halt Typen - Leute mit Charisma bzw dem gewissen Etwas, über die man einfach spricht. Sehe im aktuellen Fahrerfeld auch niemanden, der das Potential dazu hat. Ricco wäre einer gewesen, ja - wäre...
Geschrieben von paolo am 28.07.2008 um 12:25:
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Original von Louison Bobet
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Original von paolo
Cav und Cio haben gezeigt,dass sie die Zukunft der Massensprints sind.
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Und wer ist Gegenwart? |
Die Zukunft ist die Gegenwart.
Karl Popper würde sich hier tot lachen,wenn er nicht schon tot wäre. Jeder weiß,was gemeint ist, aber es wird trotzdem auf der Wortwahl rumdiskutiert...herrlich
Geschrieben von Andorra97 am 28.07.2008 um 12:44:
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Original von paolo
Die erste Woche fand ich ja noch ganz spannend, aber danach war es fast nur noch Langeweile. Sastre der wohl stromloseste Sieger der letzen 50 Jahre oder so, den hat man wahrscheinlich in 4 Wochen schon wieder vergessen.
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Original von xxEntexx
Es fehlen halt Typen - Leute mit Charisma bzw dem gewissen Etwas, über die man einfach spricht. Sehe im aktuellen Fahrerfeld auch niemanden, der das Potential dazu hat. Ricco wäre einer gewesen, ja - wäre... |
Irgendwie ist es schon abartig. Zur der Zeit des großen Länz haben wir uns über mangelnde Spannung beschwert, weil schon im Prolog klar war, dass LA gewinnen würde, er und seine Roboter dann im Mannschaftszeitfahren alles an die Wand fuhren und er schließlich bei der ersten Bergankunft den Übermenschen demonstrierte.
Jetzt war es bis zum Schluss eine offene Sache, aber zufrieden ist man auch nicht wirklich. Ich stimme zu, dass Sastre kein strahlender Champion ist. Vielleicht liegt es auch daran, dass er schon zu viele Jahre immer deutlich deklassiert wurde. Da kommt dann doch immer das leise Gefühl auf, dass hier nur die zweite Garde am Start war, weil der Rest wegen Dopings gesperrt oder aus dem Rennen genommen wurde.
Wäre Andy Schleck der Sieger gewesen, dann hätte das vielleicht anders ausgesehen. Oder eben ein anderer - noch relativ unbekannter, junger Fahrer. Bei Sastre wird kein Mythos der Unbesiegbarkeit und Überlegenheit mehr entstehen. Kein Mensch geht davon aus, dass er seinen Sieg noch mal wiederholen wird.
Geschrieben von Louison Bobet am 28.07.2008 um 13:05:
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Die Zukunft ist die Gegenwart.
Karl Popper würde sich hier tot lachen,wenn er nicht schon tot wäre. Jeder weiß,was gemeint ist, aber es wird trotzdem auf der Wortwahl rumdiskutiert...herrlich
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Zwei Mal zuoft auf das Asthmaspray gedrückt und schon ist Zukunft, die Gegenwart ist, Vergangenheit.
Geschrieben von Michelin-Männchen am 28.07.2008 um 13:17:
Ich finde Sastre als Tour-Sieger absolut ok. Die L'Equipe hatte vor der Tour keinen *****-Favoriten, Evans war ***, Sastre eher **, hat den Sieg aber taktisch gut herausgefahren. Wäre er vier Jahre jünger, würde man ihm auch eine Wiederholung in den nächsten Jahren zutrauen. Ich persönlich freue mich, wenn jedes Jahr ein anderer gewinnt und nicht 5-7 Jahre der gleiche. Evans kann, gute Form (und ein besseres Team) vorausgesetzt, in den nächsten beiden Jahren immer noch gewinnen.
Schumacher ist für mich auch ein Gewinner, wahrlich kein Sympath, aber ein Typ, latent dopingverdächtig, aber bisher nicht überführt, fährt spektakulär und bringt damit das Peloton in Bewegung. Von solcherart Fahrern hätte ich gerne noch mehr.
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