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Geschrieben von arno¹ am 18.04.2008 um 21:55:
Vorbilder bei den Pros?
Hallo, hat hier jemand der Selberfahrer noch "Vorbilder" im Pro-Lager?
Ich eigentlich nicht mehr. Nys z.B., ich weiß nicht ob der suspekt ist, ich mache mir einfach keine Gedanken mehr drüber, es ist mir egal.
Wenn ich allerdings bei Rennen zuschaue, also kann auch ein Amatuer-Rennen sein, dann motiviert das auch immer wieder. Dadurch das ichs mir anschaue, erlebe ich es irgendwie mit und es gibt zusätzliche Motivation beim eigenen Sport.
Wie geht es euch denn so damit? Früher habe ich natürlich z.B. bei Ulle mitgefiebert (Mr. Pausback), aber als der dann im Giro-Zeitfahren 06 so dermaßen auf den Putz gehauen hat, da wusste ich, das das irgendwie nicht stimmen konnte.
Wer ist durch Profis zum Radsport gebracht worden? Gibt es jemanden, den man als Vorbild bezeichnen könnte? Moncoutie?
Geschrieben von Piti am 18.04.2008 um 22:18:
RE: Vorbilder bei den Pros?
Vorbilder sind für Kinder.
Einer der Radprofis, die ich menschlich nach wie vor respektieren kann, ist Erik Zabel.
Geschrieben von denkbär am 18.04.2008 um 23:18:
RE: Vorbilder bei den Pros?
Früher, ja da gab es noch
jemanden, der zum Vorbild geeignet war, aber das ist schon lange lange her.
@Piti: Wir waren auch mal jünger, aber als ich noch ein Kind war, da waren die Kanibalen auch schon

.
Geschrieben von kuestentanne am 19.04.2008 um 12:13:
Schwer zu beantworten, ich bin schon gerne Rad gefahren, da wusste ich noch gar nicht, dass es Radsport gibt.
Irgendwann habe ich dann die "Tour" gekauft, nicht wegen der Profis, sondern wegen des Restes.
Dann hat man sich auch die Profi_Radrennsachen mit durchgelesen und damals gab´s ja auch noch ne richtige Sportschau, die nicht nur aus Fußball bestand, sogar Crossrennen wurden da gezeigt.
Ich weiß nicht mehr wann, aber es war ne P - R Übertragung oder ein Bericht, dass hatte mich fasziniert, wie da schlammverdreckte Leute über Kopfsteinpflaster bretterten.
Irgendwann, ein paar Jahre später, wie viele weiß ich nicht mehr, kam dann das große Duell Lemond gegen Fignot bei der Tour. Das hatte mich dann endgültig zum Radsportfan gemacht, ich hatte damals den Eindruck, ich war der Einzige auf der ganzen Schule.
Nach dem abschließenden Zeitfahren war ich so aufgewühlt, dass ich mir mein Rad schnappte und volle Pulle durch die Gegend raste. Insgesamt bin ich allein in den Sommerferien 89 rund 2000 km geradelt, das weiß ich noch.
Lemond war schon irgendwie vorbildlich für mich, aber mein Radfahren war schon immer eher ne Privatangelegenheit, wettkampfmäßig hatte ich kein Interesse, Kilometerfressen war das Ziel und ist es wieder. Einfach durch die Landschaft fahren, sich an der Natur und der Bewegung erfreuen, dieses Gefühl von Freiheit, das ist es, was mich auf´s Fahrrad treibt.
Und nächsten Monat gibt´s nen neues Rennrad
Geschrieben von Raktajino am 19.04.2008 um 12:51:
RE: Vorbilder bei den Pros?
| Zitat: |
Original von arno¹
Wer ist durch Profis zum Radsport gebracht worden? |
da muss ich wohl mit "ich!" antworten..
ich weiß natürlich nicht, ob er sauber war. zum glück fährt er nicht mehr...
Geschrieben von Barus am 19.04.2008 um 13:22:
RE: Vorbilder bei den Pros?
| Zitat: |
Original von arno¹
Hallo, hat hier jemand der Selberfahrer noch "Vorbilder" im Pro-Lager?
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Vorbild? In welcher Beziehung?
Geschrieben von Moreau am 19.04.2008 um 16:17:
nö , nie gehabt.
Geschrieben von Madeleine am 20.04.2008 um 13:41:
RE: Vorbilder bei den Pros?
| Zitat: |
Original von arno¹
Hallo, hat hier jemand der Selberfahrer noch "Vorbilder" im Pro-Lager?
|
Wie meinst du das mit den Vorbildern? Ich soll so fahren wollen wie mein Vorbild? Oder ich finde es toll, so wie einige im Pro-Lager fahren?
Geschrieben von arno¹ am 20.04.2008 um 18:19:
RE: Vorbilder bei den Pros?
Ach, früher hatte man ja vielleicht einen "Helden" oder ne Heldin, mit der man sich irgendwie identifiziert hat, deren Leistungen einen irgendwie auch selber motivert haben. Außerdem gibts vielleicht auch welche aus der Radsport-Szene, die man menschlich besonders hervorhebenswert findet?
Geschrieben von Madeleine am 21.04.2008 um 09:17:
RE: Vorbilder bei den Pros?
| Zitat: |
Original von arno¹
Ach, früher hatte man ja vielleicht einen "Helden" oder ne Heldin, mit der man sich irgendwie identifiziert hat, deren Leistungen einen irgendwie auch selber motivert haben. Außerdem gibts vielleicht auch welche aus der Radsport-Szene, die man menschlich besonders hervorhebenswert findet? |
Anscheinend bin ich "anders". Warum, weiß ich nicht. Ich überlege und überlege.... Als Teenager fand ich Eric Heiden klasse. Wäre wegen ihm aber nie das Eisschnelllaufen angefangen. Heute bewundere ich Zeitfahrer. Aber einen bestimmten Helden habe ich dort nicht. Ich mag Fahrer die immer wieder angreifen, auch wenn es hoffnungslos scheint. Die finde ich prima. Diese Fahrweise könnte ich aber niemals selber machen. (anderer Charakter und zu schwach)
Dann habe ich damals überlegt. Armstrong oder Ulle? Menschlich gefiel mir Ulle mehr, aber die Arbeitseinstellung und Moral fand ich von Armstrong 1000 x besser. Wenn ich für einen Chef hätte arbeiten müssen, dann für Armstrong.
Ich kann nicht einmal sagen, ich bin für die deutschen Fahrer. Ich mag Wegmann und Lang aber auch Bettini oder Basso. Ich mag kein Verhalten wie es Eric Dekker einmal zeigte als er seine Trinkflasche bewusst fallen lies als das Feld ihm zu nahe kam. Seinen Fahrstil mochte ich aber.
Was ist mit mir los?????
Geschrieben von Trecker am 21.04.2008 um 11:49:
RE: Vorbilder bei den Pros?
Als ich Kind/Jugenlicher war, Klaus-Peter Thaler und vielleicht Bernard Hinault. Gregor Braun fand ich auch ganz toll. Damit waren einige Spielarten des Sportes abgedeckt, was mir aber eigentlich erst jetzt in der Rückschau auffällt.
Damals hatte ich ein mordsmäßiges 26er ViKtoria mit Tprpedo Dreigang-Schaltung. Damit bin ich sowohl durch den Wald und Bäche gebrochen als auch tourenmäßig durch den Landkreis Göttingen. Irgendwann während einer Fahrradfreizeit in Dänemark haben wir immer Bergprüfung gespielt.
Heute, mit fast 42, habe ich keine Vorbilder mehr. Die sind alle jünger als ich und ich habe ja auch keine Chance mehr irgendwas zu reißen. Abgesehen davon hat sich der ganze Laden derartig diskreditiert, dass ich meinem Sohn solche "Vorbilder" lieber ausreden würde.
Geschrieben von joaquin am 21.04.2008 um 12:27:
RE: Vorbilder bei den Pros?
Geschrieben von Piti am 21.04.2008 um 12:57:
RE: Vorbilder bei den Pros?
| Zitat: |
Original von Trecker
Abgesehen davon hat sich der ganze Laden derartig diskreditiert, dass ich meinem Sohn solche "Vorbilder" lieber ausreden würde. |
Hehe, genau das macht ihn wieder attraktiv. Mit was soll Hänschen seine Alten noch aufregen? Weder in Sachen harter Musik noch Drogen können die heute unserer Generation noch was vormachen.
Mit Gangsta- und Gauner-Idolen lassen sich die politisch korrekten Alten wenistens noch provozieren.
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