Geschrieben von Steamboat am 11.12.2005 um 20:22:
Saisonbilanz Liberty Seguros
Es musste verwundern, es musste stutzig machen, es musste Fragen aufwerfen und es musste den kundigen Beobachter aufspringen lassen. Und dennoch wollte man nicht so ohne weiteres glauben, was eigentlich offenkundig war.
Roberto Heras hatte eindrucksvoll und dominant die Vuelta gewonnen, in Armstrong-ähnlicher Manier brillierte er selbst in den Teilbereichen, die eigentlich nicht zu seinen Stärken zählen. Heras hatte Monate zuvor, bei der Tour nachhaltig demonstriert, dass er bei der Grand Boucle nicht in der Lage ist, mit den besten und auch nicht mit den versierten Fahrer mitzuhalten. Eingerahmt in den Regionen von Pineau, Vasseur und Fedrigo beendete er die Tour als 45. Schon sehr früh im Rennen vollkommen aussichtslos zurückgefallen, pedalierte er durch französische Lande. Unvorstellbar, dass dieser Sportler jemals in einer Klasse mit Basso, Ullrich usw. gefahren sein könnte. Dann wie Phoenix aus der Asche gestiegen, ließ er in Spanien bei der Vuelta keinen Zweifel daran, dass der Gesamtsieg nur über ihn möglich sei.
Denen, welchen er bei der Tour nicht das Wasser reichen konnte, war er nicht nur ebenbürtig, nein, Heras war mitunter selbst im Zeitfahren besser. Ein Bereich, der nun wahrlich nicht zu seinen Domänen zählt. Der Verdacht des Dopings, er war vorhanden. Aber wer glaubte schon, dass etwas zu finden wäre und wer wünschte sich eine solche Schlagzeile? Im Sinne des Sports niemand.
Und dann verdunkelte eine Nachricht die Saisonbilanz eines ganzen Jahres. Die Ernte des Jahres war dahin. Heras wurde dessen EPO-Dopings offensichtlich überführt. Damit ist der Sieg bei der Vuelta futsch.
Heras, dem für die Pro Tour-Wertung zwei Etappensiege und je ein zweiter und dritter Platz erhalten bleiben, verlor damit nicht nur den Gesamtsieg sondern büßte auch den zweiten Etappenrang des letzten Zeitfahrens ein, bei dem er nur um Bruchteile von Sekunden Ruben Plaza von Comunidad Valenciana unterlegen war.
Mit dem positiven Dopingbefund brachte er ebenso seine Teamkollegen in Gefahr, die trotz seiner Suspendierung und - bei Bestätigung durch die B-Probe erfolgte – Entlassung bestand. Der Sponsor hatte angekündigt, sich bei unerfreulichem Verlauf dieser Angelegenheit zurückzuziehen. Bisher ist es allerdings nur bei einer Ankündigung geblieben.
Ein Rückzug würde für viele Fahrer zu einem ausgesprochen ungünstigen Zeitpunkt sehr weitreichende negative Konsequenzen haben. Nur wenige Teams der Pro Tour haben derzeit überhaupt noch ein geringes Restkontingent an freien Plätzen. Das erschwert sowohl die Suche als auch die Verhandlungen für die Fahrer, die sich vermutlich nicht unerheblich unter Wert an andere Teams binden müssten, da die Gelder im Kader größtenteils auch längst verteilt sind und niemand mit einem solchen Ereignis rechnet. Manch einer stände trotz sehr guter Aussichten für die Zukunft zunächst auf der Straße.
Dieses gilt vielleicht nicht für die möglichen Kapitäne. In der vergangenen Saison zählten zu den
Kapitäne n
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Alberto Contador
Contador war Mitglied der Tour de France Mannschaft. Er schnitt zwar besser als sein vermeintlicher Kapitän ab, konnte aber als 31. Heras nicht restlos ersetzen. Dafür hatte er aber bei der Baskenland-Rundfahrt einen beachtlichen dritten Platz belegt, nachdem er das Zeitfahren zu seinen Gunsten entschied. Lediglich 11 Sekunden trennten ihm vom Gesamtsieg, den Di Luca einheimste.
Nicht auf dem Podium aber dennoch wieder mit einem guten Ergebnis endete seine Teilnahme bei der darauf folgenden Tour de Romandie, wo er Vierter wurde. Außerdem konnte er im Rahmen dieser Rundfahrt wieder eine Etappe gewinnen. Weiterhin nahm er auch an der Deutschland-Rundfahrt teil und konnte sie als 18. beenden. Gestartet war er zu Saisonbeginn bei der Rundfahrt Paris-Nizza, bei der er 15. wurde.
Ihm ist zuzutrauen, dass er langfristig bei den GTs eine entscheidende Rolle spielen wird. Ob er schon 2006 die Funktion des Leaders ausfüllt, wird man sehen müssen, vermutlich kommt sie doch noch etwas früh. 33. wurde er übrigens in der Pro Tour.
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Jörg Jaksche
Der Ansbacher war zu Saisonbeginn zur Saiz-Truppe zurückgekehrt, nachdem sein Arbeitgeber CSC finanzielle Probleme keine andere Wahl hatte. Der Gewinner von Paris-Nizza 2004 hoffte auf eine Wiederholung seines Erfolges beim „Rennen zur Sonne“. Seine ehemaligen Teamkollegen waren aber nicht so großzügig und kameradschaftlich. Gegen die Macht von CSC gab es kein Ankommen, so dass er mit dem fünften Platz vorlieb nehmen musste.
Um einen Platz besser schnitt er bei der Deutschland-Tour ab. Und dennoch wird er als der tragische Held dieser Rundfahrt in Erinnerung bleiben. Zunächst verfehlte er bei der zweiten Etappe einen Etappensieg um wenige Zentimeter, weil Pozzato (Quick Step) ihn auf dem letzten Meter eines kleinen Anstiegs zum Ziel stellen konnte.
Auf dem Weg zum Rettenbachferner konnte er lange der Spitzengruppe, bestehend ais Totschnig, Leipheimer, Ullrich und Evans folgen, bis ihm ein Defekt einen Strich durch die Rechnung machte und er aus dem Rhythmus kam. Letztlich fuhr er um sechs Sekunden am Podium vorbei. Wäre ihm beim Anstieg in Sölden das Umsteigen auf ein nicht optimales Ersatzrad erspart geblieben, hätte er sich vielleicht über den dritten Platz freuen können, so musste er diesen Totschnig überlassen.
Dafür konnte bei der Tour de France den 16. Rang belegen. Damit war er bester Fahrer seines Teams und konnte verdeutlichen, dass bei entsprechender Teamunterstützung mehr möglich gewesen wäre, obgleich er wohl eher kein Fahrer für das GT-Podium zu sein scheint. Dennoch war er einer von nur drei deutschen Fahrern (Ullrich, Fothen), die 2005 bei GTs aufgrund ihres Endresultates punkten konnten.
Jaksche vermochte sowohl bei der Tour de Romandie als 13. als auch bei Lüttich-Bastogne-Lüttich mit der gleichen Platzierung zu überzeugen. In der Pro Tour schnitt er als 37. respektabel ab.
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Michele Scarponi
Der Italiener war der Mannschaftskapitän beim Giro d´Italia. Allerdings hatte er dort im Laufe der Rundfahrt erhebliche gesundheitliche Probleme, so dass er letztlich nur den 47. Platz belegte. Im Verlaufe des Giros konnte er sich allerdings über einen dritten Etappenplatz freuen, der ihm somit einen Pro Tour Punkt einbrachte.
Das Kontingent an Punkten baute er durch seinen 11. Platz bei der Vuelta aus. Scarponi, der in Spanien natürlich für seinen Chef Heras fuhr, schlüpfte in die Rolle des Edeldomestiken - eine Funktion, die vorher Isidro Nozal bekleidete. Scarponi fuhr für seinen Kapitän forciert in die Anstiege hinein und sorgte mit den Tempoverschärfungen dafür, dass die Konkurrenz schnell Federn lassen musste. Auch wenn er nicht für sich selbst fuhr, schaffte er eine gute Platzierung, die Anlass für Hoffnung auf weitere aussichtsreiche Ergebnisse in der Zukunft gibt.
Nicht wenige Betrachter sehen Stärken von ihm eher in den Klassikern. Diesbezüglich geben seine diesjährigen Ergebnisse wohl aufgrund seiner selteneren Teilnahmen eine andere Auskunft. Möglicherweise nimmt er 2006 an mehr Klassikern - besonders in den Ardennen - teil. Er erreichte jedenfalls keine Platzierung, die ihm selbst im Weltcup ihm noch Punkte eingebracht hätten. In der Pro Tour wurde er 112.
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David Etxebarria
Der Baske war der Leader für die schweren Klassiker- und dieses nicht ohne Erfolg. Selbst Di Luca konnte sich in den Ardennen nicht in jedem Rennen unter den besten Zehn platzieren. Etxebarria gelang das Kunststück, allerdings langte es nicht ein einziges Mal für das Podium. Seine beste Platzierung fuhr er beim Fleche Wallone als Vierter ein. In der Niederlande belegte er den achten Platz beim Amstel Gold Race und abschließend bei Lü-Ba-Lü glänzte er als Sechster.
Weitere Punkt für die Pro Tour strich er nicht ein, obwohl er in der heimischen Baskenland-Rundfahrt immerhin den 13. Rang einfuhr. Der Spezialist für die anspruchsvollen Hügelklassiker schaffte beim PF Ouest-Plouay noch einmal den 16. Rang. Ingesamt sprang für ihn in der Pro Tour der 47. Platz heraus.
Rest Pro Tour
Der Australier Allan Davis machte einen erheblichen Satz nach vorne. Sein Sprintvermögen hatte sich schon herumgesprochen. 2005 konnte er nun auch einige bemerkenswerte Ergebnisse erzielen. Davis zählt zu den ganz starken Fahrern bei Etappenankünften aber auch neuerdings bei Klassikern.
Erstmalig punktete er in der Pro Tour mit seinem dritten Platz bei den HEW Cyclassics. Einige Wochen später bewies er, dass dieses Ergebnis keine Eintagsfliege war, als er bei Paris-Tours erneut dieses Resultat schaffte. Ferner schaffte er einen Etappensieg bei der Benelux-Tour. Als Zugabe sicherte er sich dort auch die Punktwertung.
Lediglich gute Ergebnisse bei den Sprintankünften der GTs blieben aus. Und auch beim Mekka der Sprinter, Mailand –San Remo, trat er die Heimreise ohne Pro Tour Punkte an, da er nur 15. wurde. In der Gesamtwertung der Pro Tour kam er auf den 43. Platz.
Durch gute Resultate wusste auch Angel Vicioso zu gefallen. Mit seinem siebten Gesamtrang beim Tirreno-Adriatico setzte er frühzeitig Akzente in der Saison. Darauf folgte ein 6. Rang beim Fleche Wallone sowie der 10. Platz bei Lüttich-Bastogne-Lüttich, wo er mit seinem Teamkollegen Etxebarria um die beste teaminterne Platzierung konkurrierte. Ferner nahm er für seine Equipe an der Tour de France teil und konnte sich über einen dritten Etappenplatz freuen. Insgesamt kam am Ende der 77. Platz in der Pro Tour heraus.
Der zweite Italiener im Team, Giampaolo Caruso, setzte einen gelungenen Schlussakkord unter seine Saison, als er bei der Lombardei-Rundfahrt den vierten Rang belegte. Damit erweiterte er seine Punktausbeute, die bis zu dem Tage aus zwei Punkten bestand, die er für den 19. Platz beim Giro erhalten hatte. Somit setzte er sich in der Pro Tour auf dem 71. Platz fest.
Zwei große Etappensiege feierten Marcos Serrano und Koldo Gil. Serrano sorgte für den einzigen Erfolg des Teams bei der Tour der France, als er am schnellsten das Teilstück von Albi nach Mende bewältigte. Zudem sicherte er sich drei weitere Pro Tour Zähler durch den 18. Rang im Gesamttableau der Vuelta. Gil ergriff die Gelegenheit am Schopfe, als er den Favoriten beim Ziel in Pistoia während des Giros ein Schnippchen schlagen konnte. Ansonsten gibt es seinen sechsten Platz bei der Tour de Suisse zu verzeichnen. Im Endklassement der Pro Tour wurde Gil 89., während Serrano den 136. Rang erklomm.
Eintritt in diese Rangliste fanden zwei weitere Fahrer des Teams. Der junge Carlos Barredo begründete den Einzug mit dem siebten Platz bei der Benelux-Tour. Mit der identischen Platzierung beendete der Tscheche Jan Hruska die Polen-Tour. Beide teilen sich den 107. Rang mit anderen Fahrern.
Nicht in dieser Rangliste vertreten ist übrigens Joseba Beloki. Seine Rückkehr zur Truppe von Manolo Saiz bescherte ihm nicht wieder gleiche oder ähnliche Ergebnisse wie zuvor. Aber Beloki machte nach seinem verheerenden Sturz 2003 wieder Fortschritte. Er startete zwar bei allen drei GTs, beendete aber nur die heimische als 40. Ob er jemals wieder die Ergebnisse von vor seinem Unfall erzielen wird, steht in den Sternen. Es bleibt ihm zu wünschen.
Als Mannschaft wusste das Team bei der Baskenland-Rundfahrt zu gefallen, wo es die abschließende Teamgesamtwertung gewann. Nicht so stark wurde Liberty Seguros beim Mannschaftszeitfahren in Eindhoven vertreten. Dort schafften die Akteure nur den 15. Platz. Besser schnitten sie im Rahmen der Tour de France ab, wo sie sich nur Discovery Channel, CSC und T-Mobile beugen mussten. Insgesamt ist aber schon festzuhalten, dass das Team an Qualitäten im Zeitfahren eingebüßt hat. Galten sie noch vor zwei Jahren als starke Konkurrenz für Discovery Channel im Mannschaftszeitfahren, so haben sie den Status merklich verloren.
In der Pro Tour Teamwertung schaffte das Team den fünften Platz, der sich vor allen Dingen durch das sehr gute Abschneiden bei den Rundfahrten erklären lässt. Aber auch bei den Klassikern konnte man mit der Konkurrenz mithalten.
Outside Pro Tour
David Etxebarria sorgte für den einzigen Sieg bei einem Ein-Tages-Rennen. Er schaffte diesen bei der Klasika Primavera (1.1). Erfolgreicher war das Team aber doch bei den Rundfahrten.
Schon früh im Jahr war man in die Heimat des Sprinter Davis aufgebrochen. Dem Australier blieb gelang zwar kein Etappensieg bei der Tour Down Under (2.HC), dennoch kehrte die Delegation zufrieden zurück. Sie hatten zwei Etappensiege von Contador und Luis Leon Sanchez im Gepäck. Jener Sanchez konnte die Gesamtwertung gewinnen, während Davis den zweiten Platz schaffte.
Contador unterstrich seine gute Form in der ersten Saisonhälfte durch den Gesamtsieg bei der Setmana Catalana (2.HC), wo ihm auch ein Etappensieg glückte. Sanchez schaffte einen solchen übrigens beim Zeitfahren im Rahmen der Clasica a Alcobendas (2.1).
Zwei Etappensiege schaffte der Australier Davis bei der Murcia-Rundfahrt (2.1). Gewonnen hat diese sein Teamkollege Gil. Einen weiteren Etappensieg steuerte Davis überdies bei der Aragon-Rundfahrt bei.
Ebenso ergriff Vicioso die Möglichkeit, neben der Pro Tour durch Erfolge aufzufallen. Zwei Etappensiege bei der Settimana Vasca (2.HC) kann er sein eigen nennen.
Abschließend sei auch der Etappensieg des einzigen Niederländer im Team genannt. Koen De Kort gelang dieser bei der Zukunftstour (2.1)
Zum Schluss des Rückblicks soll nochmals Jörg Jaksche in den Mittelpunkt gerückt werden. Siege waren ihm 2005 nicht vergönnt. Aber dennoch kann er ein positives Fazit der Saison ziehen. Beim prestigeträchtigen Criterium International (2.1) schaffte der den Sprung auf das Treppchen als Dritter. Einen Etappensieg bei dieser Rundfahrt blieb als neuerlicher Etappenzweiter hinter Thomas Dekker verwehrt.
Tops und Flops
Gewinner
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Allen Davis: Dem Australier ist ein gewaltiger Sprung nach vorne gelungen. Vielleicht ist er bald reif für ganz große Siege.
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Alberto Contador: Der Spanier meldete sich nach seiner Verletzung stark wieder zurück. Nächstes Jahr ist ihm ein Sieg bei einer kleineren Rundfahrt zuzutrauen.
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Jörg Jaksche: Der Ansbacher hatte ein wenig Pech, dass er keinen Etappensieg diese Saison vorweisen kann bzw. keine Podiumsplatzierung bei der Deutschland-Tour schaffte. Dennoch gilt er als Gewinner. Zudem war er Bester seines Teams bei der Tour.
Verlierer:
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Roberto Heras: Bei der Tour neben der Spur und bei der Vuelta hinterließ er eine widerliche Dopingspur.
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Igor Gonzalez de Galdeano: Der Baske konnte sich in seiner letzten Saison nicht mehr in Szene setzen und gab seinen Sport auf.
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Isidro Nozal: Nozal durfte bei der Tour aufgrund eines überhöhten Hämatokritwertes nicht starten und war bei der Vuelta nur ein Schatten der vergangenen Jahre.
Ausblick auf 2006
Sofern Liberty Seguros auch 2006 noch existiert, wovon man heute ausgehen sollte, wird das Team künftig mit Argusaugen beachtet werden. Heras positiver Dopingfall hat schlimme Kratzer im Teamimage hinterlassen. Zudem sorgten zwei weitere Fahrer während der Saison schon für negative Schlagzeilen, als Ribeiro mit einem hohen Hämatokritwerten nicht am Giro teilnehmen durfte und Nozal ebenso durch diese Tatsache auffällig wurde. Ribeiro wurde entlassen, obwohl sich später herausstellte, dass der Portugiese nicht gedopt war.
Neuer Teamkapitän bei der Tour wird der Kasache Alexandre Winokurow sein, der seine Landsleute Andrej Kashechkin und Sergej Jakowlew mitbringt. Er soll die Kastanien dort aus dem Feuer reißen, nachdem Heras sich dort nicht in Szene setzen konnte.
Bei der Vuelta ist noch kein Kapitän gefunden worden. Vermutlich teilen sich die Rolle mehrere Fahrer wie Contador oder Serrano. Beim Giro wird Scarponi die Farben des Teams vertreten, wobei auch Caruso eine starke Rolle einnehmen soll.
Tatkräftige Unterstützung für die Rundfahrten versprechen die Osa-Brüder, die von Illes Balears kommen. Die beiden Basken können gute Domestiken sein, sind aber auch in der Lage, auf eigene Rechnung zu pedalieren.
Liberty Seguros hat auch bei den Klassikern einige heiße Eisen im Feuer wie Etxebarria, Vicioso oder Davis.
Hoffentlich bietet das Team 2005 nicht wieder Gründe, um an die Rechtmäßigkeit von Erfolgen zu zweifeln.
Weitere Informationen auf der Teamseite:
http://www.cycling4fans.de/?id=1654